Die eigene Haustür - Thread für deutsche und EU-Innenpolitik

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Ray
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Re: Die eigene Haustür - Thread für deutsche und EU-Innenpolitik

Beitrag von Ray » 13.10.2018, 18:32

Die sind mitschuldig.
Und am allerschuldigsten daran ist die Mutter aller Probleme mit ihrer fatalen zerstörerischen Politik.
Ich ändere meine Meinung minütlich. Christian Lindner Fußballgott.

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Herthafuxx
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Re: Die eigene Haustür - Thread für deutsche und EU-Innenpolitik

Beitrag von Herthafuxx » 13.10.2018, 18:39

Ray hat geschrieben:
13.10.2018, 18:32
Die sind mitschuldig.
Und am allerschuldigsten daran ist die Mutter aller Probleme mit ihrer fatalen zerstörerischen Politik.
Also du erkennst eine Mitschuld der ganzen Waschweiber und machst das Gleiche trotzdem hier? Auch auf Facebook und Co?

Und ob nun die Klientel-Politik der FDP für z.B. Apotheker und Hotelliers Wähler von der AfD weg gehalten hätte, halte ich auch für sehr gewagt.

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rotergrobi
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Re: Die eigene Haustür - Thread für deutsche und EU-Innenpolitik

Beitrag von rotergrobi » 13.10.2018, 18:47

Herthafuxx hat geschrieben:
13.10.2018, 18:29
Meinste die ganzen "Der hat Neger gesagt"-Gutmenschen sind ganz unschuldig am Erfolg der AfD?
Und für wie wahrscheinlich hältst du es, dass jemand die AfD wählt, der die aus Sachgründen niemals wählen würde, weil es für ihn absolut wahlentscheidend ist, dass sich Menschen nicht über Gebühr über populistische Äußerungen eben dieser Partei aufregen?
Niemand, der sonst die CDU wählt, macht sein Kreuz bei der AfD, weil er denkt, man müsse endlich wieder "Neger" sagen dürfen.

Und 200000 Linksextreme in der Berliner Innenstadt. Danke Merkel.

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Jenner
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Re: Die eigene Haustür - Thread für deutsche und EU-Innenpolitik

Beitrag von Jenner » 13.10.2018, 18:51

Der Erfolg der AfD hat mehrere Väter: Aufgabe des konservativen Randes durch CDU/CSU, tendenziöse Realitätsverzerrung durch die hauptsächlichem Meinungsbildner, Fokussierung auf AfD-Themen u. a.

Übrigens: Am extrem Rand des Bundestages ist die Mitwirkung an demokratischen Entscheidungen wenig populär. Besonders unangenehm fällt da mal wieder Gysi auf.
Wenn im Bundestag namentlich abgestimmt wird, fehlen die Abgeordneten von AfD und Linke häufiger als die anderer Fraktionen.

Linke fehlten demnach mit 13,8 Prozent am häufigsten, gefolgt von der AfD mit 9,2 Prozent.

Durch besonders hohe Abwesenheit fiel nach Angaben des Magazins der Linken-Politiker Gregor Gysi auf: Er habe an 36 von 40 Abstimmungen nicht teilgenommen.

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Re: Die eigene Haustür - Thread für deutsche und EU-Innenpolitik

Beitrag von AtzUl » 13.10.2018, 18:53

Herthafuxx hat geschrieben:
13.10.2018, 18:29
Ray hat geschrieben:
13.10.2018, 18:23
Naja, wenn Atze, ich und ein paar andere sich diesbezüglich zurückhalten würden bestünde dieser Thread nur noch aus (1) Verlinkungen zu AfD-Reden, (2) Umfragewerten, die AfD-affinen in den Kram passen.
Die NPD ist nach wie vor zu marginal als dass man sich mit ihr beschäftigen müsse, die AfD leider nicht mehr.

Das von Dir propagierte Ziel "Wegschweigen" wird ja von der Mutter aller Probleme praktiziert. Sind ja eher Sozen und Grüne, bei denen sich schnell Schaum vorm Mund bildet. Und? Hat das Aussitzen genutzt? #unteilbar
Ich rede ja nicht von diesem Forum, sondern von der generellen Verbreitung und dem ständigen Aufschrei bei jedem Scheiß.
WIeso ist denn die AfD so nach vorne geprescht im Gegensatz zur NPD?
Meinste die ganzen "Der hat Neger gesagt"-Gutmenschen sind ganz unschuldig am Erfolg der AfD?
Warum ist in den neuen Bundesliga die AFD und in den alten Bundesliga die Grünen die Hauptnutznießer des Suizids der SPD und die Streitereien innerhalb der Union? Geht es denen allen um den Inhalt oder was sie twittern? Einem großen Teil geht es einfach drum, die aktuelle Politik abzustrafen.

Twitter und andere Social-Media sind wichtig für den Erfolg der AFD. Natürlich. Aber nicht weil Linke oder die Medien Beiträge aufgreife. Sondern in Gegenteil, man bleibt in seiner Bubble. Die Algorithmen im Hintergrund filtern alles raus, was du nicht magst bzw. was du nicht "likest". Für Beiträge bekommst du Fürspruch. Kaum Widerspruch. Die Beiträge erscheinen kaum bzw. Deine Beiträge erscheinen auch nicht mehr bei Leuten, die nicht der gleichen Meinung sind. So ist man in der Blase, in der alle der gleichen Meinung, in dem Fall die der AFD, sind. Es gibt keine anderen Aspekte. Oder wenn dann total widersprüchlich, die von der Blase als Fake-News vermeintlicht "entlarvt" werden.

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Re: Die eigene Haustür - Thread für deutsche und EU-Innenpolitik

Beitrag von Ray » 13.10.2018, 19:09

Sehr gut erkannt.
Es gibt die braune Blase (die natürlich die wenigsten in ihr befindlichen Wähler als braun betrachten ... man wird ja wohl mal Neger sagen und nicht mögen und dies auch klar zum Ausdruck bringen dürfen!) und die grüne Blase (offene Grenzen und veganer Wohlstand für alle)
Ich ändere meine Meinung minütlich. Christian Lindner Fußballgott.

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Re: Die eigene Haustür - Thread für deutsche und EU-Innenpolitik

Beitrag von PREUSSE » 13.10.2018, 19:46

Ray hat geschrieben:
13.10.2018, 19:09
Sehr gut erkannt.
Es gibt die braune Blase (die natürlich die wenigsten in ihr befindlichen Wähler als braun betrachten ... man wird ja wohl mal Neger sagen und nicht mögen und dies auch klar zum Ausdruck bringen dürfen!) und die grüne Blase (offene Grenzen und veganer Wohlstand für alle)
Bullshit. Glaubst du ernsthaft, ich laß mir vorschreiben, ob ich Neger sage oder nicht, nur weil es nicht dem Mainstream entspricht? Träumer.
Im lateinischen steht niger für „schwarz“ :wink2:

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Re: Die eigene Haustür - Thread für deutsche und EU-Innenpolitik

Beitrag von PREUSSE » 13.10.2018, 19:49

AtzUl hat geschrieben:
13.10.2018, 18:53
Geht es denen allen um den Inhalt oder was sie twittern? Einem großen Teil geht es einfach drum, die aktuelle Politik abzustrafen.
Nein. Es geht vor allem darum, gewisse Entwicklungen rückgängig zu machen.

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Herthafuxx
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Re: Die eigene Haustür - Thread für deutsche und EU-Innenpolitik

Beitrag von Herthafuxx » 13.10.2018, 19:52

rotergrobi hat geschrieben:
13.10.2018, 18:47
Herthafuxx hat geschrieben:
13.10.2018, 18:29
Meinste die ganzen "Der hat Neger gesagt"-Gutmenschen sind ganz unschuldig am Erfolg der AfD?
Und für wie wahrscheinlich hältst du es, dass jemand die AfD wählt, der die aus Sachgründen niemals wählen würde, weil es für ihn absolut wahlentscheidend ist, dass sich Menschen nicht über Gebühr über populistische Äußerungen eben dieser Partei aufregen?
Niemand, der sonst die CDU wählt, macht sein Kreuz bei der AfD, weil er denkt, man müsse endlich wieder "Neger" sagen dürfen.

Und 200000 Linksextreme in der Berliner Innenstadt. Danke Merkel.
Die "Neger"-Geschichte war nur eine Metapher für die politisch Überkorrekten, weil ray "Negerwitze" hier ins Spiel gebracht hat.
Ich denke, dass die Leute ihren Anteil daran haben, dass die AfD einen Bekanntheitsgrad erhielt, damit sie eine Alternative zu den "großen" Parteien wurde.
Ray hat geschrieben:
13.10.2018, 19:09
Sehr gut erkannt.
Es gibt die braune Blase (die natürlich die wenigsten in ihr befindlichen Wähler als braun betrachten ... man wird ja wohl mal Neger sagen und nicht mögen und dies auch klar zum Ausdruck bringen dürfen!) und die grüne Blase (offene Grenzen und veganer Wohlstand für alle)
Wo hat das jemand gesagt?
Du hattest letztens ja die Negerwitze bei Facebook erwähnt:
der Beitrag wurde gestern von Facebook bei "Berlin - Dit jefällt ma" gelöscht (das Löschen ist jetzt aber nicht Thema, hatte ich nur gerade gesehen, nachdem ich den Beitrag nochmal gesucht habe):

Mein Kumpel labert mal wieder scheiße und ich nenne ihn Affe. Kommt eine Frau zu mir und meint mich als Nazi zu betiteln, weil ich meinen schwarzen Kumpel einen Affen nenne. Haut der eiskalt raus: "Wie sprechen Sie mit meinem Besitzer?"

Beim Lesen musste ich komischerweise an dich denken. Welcher der 3 Personen hat denn ein Diskriminierungsproblem?

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Re: Die eigene Haustür - Thread für deutsche und EU-Innenpolitik

Beitrag von AtzUl » 13.10.2018, 19:56

PREUSSE hat geschrieben:
13.10.2018, 19:49
AtzUl hat geschrieben:
13.10.2018, 18:53
Geht es denen allen um den Inhalt oder was sie twittern? Einem großen Teil geht es einfach drum, die aktuelle Politik abzustrafen.
Nein. Es geht vor allem darum, gewisse Entwicklungen rückgängig zu machen.
Nö. Sehe ich nicht so. Wenn man viele sich beschweren hört, zeigt es doch, dass es ein allgemeiner Frust gegen "die da oben ist".

Aber das Thema hatten wir schon.

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Re: Die eigene Haustür - Thread für deutsche und EU-Innenpolitik

Beitrag von PREUSSE » 13.10.2018, 20:01

Jenner hat geschrieben:
13.10.2018, 18:51
Der Erfolg der AfD hat mehrere Väter: Aufgabe des konservativen Randes durch CDU/CSU, tendenziöse Realitätsverzerrung durch die hauptsächlichem Meinungsbildner, Fokussierung auf AfD-Themen u. a.
Du hast den wichtigsten Grund vergessen: Die massenhafte Zuwanderung von Muslimen.
Weiter stört sehr viele Menschen die einseitige Berichterstattung in den Medien, immer pro Vielfalt., pro Migranten etc. Will ich nicht, kenne sehr viele die das auch nicht wollen, aber die Medien versuchen die ständige Beeinflussung dafür und mich erinnerst das Meinungs Terror. Andere Meinungen werden nicht akzeptiert und veröffentlich.

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Re: Die eigene Haustür - Thread für deutsche und EU-Innenpolitik

Beitrag von PREUSSE » 13.10.2018, 20:09

Plötzlich in der Minderheit? Zuhause im Wedding

Vielen einheimischen Berlinern fällt es schwer sich vorzustellen, wie es ist, anders als die Mehrheit auszusehen. Weil sie eben noch nie gefragt wurden, wo sie herkommen. Was aber ist, wenn sich das umdreht, wenn die, die sonst in der Mehrheit sind, selbst zur Minderheit werden?

https://www.rbb-online.de/abendschau/ar ... ismus.html

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laotse
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Re: Die eigene Haustür - Thread für deutsche und EU-Innenpolitik

Beitrag von laotse » 13.10.2018, 20:45

Während der linke Mob durch Berlin tobt, spricht der Geschichtslehrer des Volkes in Thüringen Klartext: "Die deutsche Unbedingtheit wird der Garant dafür sein, dass wir die Sache gründlich und grundsätzlich anpacken werden. Wenn einmal die Wendezeit gekommen ist, dann machen wir Deutschen keine halben Sachen."

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Re: Die eigene Haustür - Thread für deutsche und EU-Innenpolitik

Beitrag von AtzUl » 13.10.2018, 20:48

PREUSSE hat geschrieben:
13.10.2018, 20:01
Jenner hat geschrieben:
13.10.2018, 18:51
Der Erfolg der AfD hat mehrere Väter: Aufgabe des konservativen Randes durch CDU/CSU, tendenziöse Realitätsverzerrung durch die hauptsächlichem Meinungsbildner, Fokussierung auf AfD-Themen u. a.
Du hast den wichtigsten Grund vergessen: Die massenhafte Zuwanderung von Muslimen.
Weiter stört sehr viele Menschen die einseitige Berichterstattung in den Medien, immer pro Vielfalt., pro Migranten etc. Will ich nicht, kenne sehr viele die das auch nicht wollen, aber die Medien versuchen die ständige Beeinflussung dafür und mich erinnerst das Meinungs Terror. Andere Meinungen werden nicht akzeptiert und veröffentlich.
Sehe ich anders. Die Medien sind in erster Linie dafür da Fakten und Hintergründe zu liefern. Meinungen kann man daraus selber ziehen. Meinungen, die schlicht und einfach keine Grundlage haben oder falsche Behauptungen sind, müssen nicht veröffentlicht werden. Die Medien sind in der ersten Linie nicht der Neutralität verpflichtet, sondern der Wahrheit. Auch wenn es pathetisch sich anhört.

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Re: Die eigene Haustür - Thread für deutsche und EU-Innenpolitik

Beitrag von AtzUl » 13.10.2018, 20:54

laotse hat geschrieben:
13.10.2018, 20:45
Während der linke Mob durch Berlin tobt, spricht der Geschichtslehrer des Volkes in Thüringen Klartext: "Die deutsche Unbedingtheit wird der Garant dafür sein, dass wir die Sache gründlich und grundsätzlich anpacken werden. Wenn einmal die Wendezeit gekommen ist, dann machen wir Deutschen keine halben Sachen."
Ach, weißt du, bei einem 150.000 Menschen starken Mob, da ist es irrelevant, wenn da irgendein rechtsradikale Politiker seinen feuchten Traum von einer nationalistisch Revolution mal wieder fabuliert.

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Ray
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Re: Die eigene Haustür - Thread für deutsche und EU-Innenpolitik

Beitrag von Ray » 13.10.2018, 20:56

PREUSSE hat geschrieben:
13.10.2018, 20:09
Plötzlich in der Minderheit? Zuhause im Wedding

Vielen einheimischen Berlinern fällt es schwer sich vorzustellen, wie es ist, anders als die Mehrheit auszusehen. Weil sie eben noch nie gefragt wurden, wo sie herkommen. Was aber ist, wenn sich das umdreht, wenn die, die sonst in der Mehrheit sind, selbst zur Minderheit werden?

https://www.rbb-online.de/abendschau/ar ... ismus.html
Systemmedien, die nur linksgrünversifftes Zeug schreiben, Multikulti propagieren und die Opfer-AfD bashen werden auf einmal verlinkt?
Ich ändere meine Meinung minütlich. Christian Lindner Fußballgott.

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Re: Die eigene Haustür - Thread für deutsche und EU-Innenpolitik

Beitrag von PREUSSE » 13.10.2018, 21:04

Ray hat geschrieben:
13.10.2018, 20:56
PREUSSE hat geschrieben:
13.10.2018, 20:09
Plötzlich in der Minderheit? Zuhause im Wedding

Vielen einheimischen Berlinern fällt es schwer sich vorzustellen, wie es ist, anders als die Mehrheit auszusehen. Weil sie eben noch nie gefragt wurden, wo sie herkommen. Was aber ist, wenn sich das umdreht, wenn die, die sonst in der Mehrheit sind, selbst zur Minderheit werden?

https://www.rbb-online.de/abendschau/ar ... ismus.html
Systemmedien, die nur linksgrünversifftes Zeug schreiben, Multikulti propagieren und die Opfer-AfD bashen werden auf einmal verlinkt?

War zugegebener weise auch verblüfft.

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Ray
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Re: Die eigene Haustür - Thread für deutsche und EU-Innenpolitik

Beitrag von Ray » 13.10.2018, 21:05

Meine These: dort ist eine Kehrtwende erfolgt.
Schon in dieser Woche (gestern ZDF?) hab ich einen schonungslosen Bericht über die Libanesenclans gesehen.
Den dämmert es so langsam, dass es rechts von "Die Grünen" nicht nur die AfD geben darf.
Ich ändere meine Meinung minütlich. Christian Lindner Fußballgott.

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Re: Die eigene Haustür - Thread für deutsche und EU-Innenpolitik

Beitrag von AtzUl » 13.10.2018, 21:15

Wie man so ließt, waren schon seit den 80ern "muslimische Clans" als potentielles Problem erkannt.

Ein Interview von vor 5 Jahren:
https://www.tip-berlin.de/im-gesprach-u ... ien-berlin

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Opa
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Re: Die eigene Haustür - Thread für deutsche und EU-Innenpolitik

Beitrag von Opa » 13.10.2018, 23:04

Ich war in den letzten Wochen auf mehreren Veranstaltungen von Ralph Ghadban und kenne ihn persönlich. Er hat schon in den 80ern offen darüber gesprochen, Bücher veröffentlicht, sich politisch engagiert, nur wollte niemand auf ihn hören und kein Politiker wollte dieses problem angehen. Was vielleicht auch daran liegt, dass es keine einfachen Lösungen dafür gibt. "Kriminell gewordene Ausländer abschieben" ist eine populäre Forderung, aber dafür braucht es neben einem rechtstaatlichen Verfahren ein Land, was einem diese Menschen abnimmt. Die sind als Staatenlose hergekommen, der Libanon nimmt die auf Verweis darauf, dass das keine libanesischen Staatsbürger sind, nicht zurück. Insofern braucht es andere Lösungen. Nur welche? Mein arabischer Taxifahrer meinte am Freitag zu mir ernsthaft, man solle die "Alle abknallen!" - ganz abgesehen, dass ich das nicht erwäge, meine ich, dass es Aufgabe der Politik wäre, zu erklären, was man tun kann und wo die Grenzen des Rechtstaats sind anstatt Parolen ins Feuer zu gießen. Dazu kommt, dass die Politik massiv Personal bei den Sicherheitsbehörden incl. Staatsanwaltschaften aufrüsten müsste. Nur auch damit gewinnt man selten Wahlen, von den Spielräumen im Haushalt mal ganz abgesehen. Was also tun? Bei den letzten Veranstaltungen waren sich die Teilnehmer der Podiumsdisussion einig: Es geht nur durch massive Bemühungen, die Integrationswilligen aus ihren Familienstrukturen herauszuholen und die Kriminellen mit Nachdruck repressiv zu bearbeiten. Die leitende Oberstaatsanwältin für organisierte Kriminalität in Berlin Petra Leister bestätigte, dass es diese Clans nicht leiden können, wenn ihnen die Staatsanwaltschaften auf den Füßen stehen. Die Staatsanwaltschaft Berlin ist dazu übergegangen, wo immer möglich sofort Haftbefehle zu erwirken, was zwei positive Auswirkungen habe: Erstens ist U-Haft kein Spaß, zweitens muss vom zuständigen Richter innerhalb einer überschaubaren Zeit die Hauotverhandlung terminiert werden. Es besteht also durchaus Hoffnung, mit einer Kombination und dem richtigen Verhältnis aus Repression und Integrationsbemühungen, flankiert von Aussteigerprogrammen (nicht nur für Kriminelle, sondern präventiv, bevor jemand kriminell wird) den Clans zumindest das Leben schwer zu machen. Die dafür erforderlichen Mittel muss eine an Nachhaltigkeit Politk im Rahmen ihrer Möglichkeiten bereitstellen. Hoffen wir, dass das mehr als ein Lippenbekenntnis bleibt. Ralph Ghadban wird dran bleiben, auch wenn er eher resignativ in die Zukunft schaut.

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Re: Die eigene Haustür - Thread für deutsche und EU-Innenpolitik

Beitrag von PREUSSE » 13.10.2018, 23:13

Opa hat geschrieben:
13.10.2018, 23:04
Ich war in den letzten Wochen auf mehreren Veranstaltungen von Ralph Ghadban und kenne ihn persönlich. Er hat schon in den 80ern offen darüber gesprochen, Bücher veröffentlicht, sich politisch engagiert, nur wollte niemand auf ihn hören und kein Politiker wollte dieses problem angehen. Was vielleicht auch daran liegt, dass es keine einfachen Lösungen dafür gibt. "Kriminell gewordene Ausländer abschieben" ist eine populäre Forderung, aber dafür braucht es neben einem rechtstaatlichen Verfahren ein Land, was einem diese Menschen abnimmt. Die sind als Staatenlose hergekommen, der Libanon nimmt die auf Verweis darauf, dass das keine libanesischen Staatsbürger sind, nicht zurück. Insofern braucht es andere Lösungen. Nur welche? Mein arabischer Taxifahrer meinte am Freitag zu mir ernsthaft, man solle die "Alle abknallen!" - ganz abgesehen, dass ich das nicht erwäge, meine ich, dass es Aufgabe der Politik wäre, zu erklären, was man tun kann und wo die Grenzen des Rechtstaats sind anstatt Parolen ins Feuer zu gießen. Dazu kommt, dass die Politik massiv Personal bei den Sicherheitsbehörden incl. Staatsanwaltschaften aufrüsten müsste. Nur auch damit gewinnt man selten Wahlen, von den Spielräumen im Haushalt mal ganz abgesehen. Was also tun? Bei den letzten Veranstaltungen waren sich die Teilnehmer der Podiumsdisussion einig: Es geht nur durch massive Bemühungen, die Integrationswilligen aus ihren Familienstrukturen herauszuholen und die Kriminellen mit Nachdruck repressiv zu bearbeiten. Die leitende Oberstaatsanwältin für organisierte Kriminalität in Berlin Petra Leister bestätigte, dass es diese Clans nicht leiden können, wenn ihnen die Staatsanwaltschaften auf den Füßen stehen. Die Staatsanwaltschaft Berlin ist dazu übergegangen, wo immer möglich sofort Haftbefehle zu erwirken, was zwei positive Auswirkungen habe: Erstens ist U-Haft kein Spaß, zweitens muss vom zuständigen Richter innerhalb einer überschaubaren Zeit die Hauotverhandlung terminiert werden. Es besteht also durchaus Hoffnung, mit einer Kombination und dem richtigen Verhältnis aus Repression und Integrationsbemühungen, flankiert von Aussteigerprogrammen (nicht nur für Kriminelle, sondern präventiv, bevor jemand kriminell wird) den Clans zumindest das Leben schwer zu machen. Die dafür erforderlichen Mittel muss eine an Nachhaltigkeit Politk im Rahmen ihrer Möglichkeiten bereitstellen. Hoffen wir, dass das mehr als ein Lippenbekenntnis bleibt. Ralph Ghadban wird dran bleiben, auch wenn er eher resignativ in die Zukunft schaut.
Staatenlos ist immer ein Totschlagsargument. Gib dem Libanon einen finaziellen Anreiz und die holen ihre Leute zu Fuss ab.

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Re: Die eigene Haustür - Thread für deutsche und EU-Innenpolitik

Beitrag von AtzUl » 13.10.2018, 23:25

@Opa: Mal ein Beitrag, den ich restlos inhaltlich teile.


Allgemein: Die heutige Sonntagsfrage zur Bundestagswahl an dem Sonntag der Bayern-Wahl von zweite Umfragediensten. Die Sonntagsfrage haben ja neuerdings ein großes Interesse in diesem Forum hervorgerufen. Daher zur Vollständigkeit:

Emnid:
CDU/CSU 26 % | SPD 17 % | GRÜNE 17 % | AfD 15 % | DIE LINKE 11 % | FDP 9 % | Sonstige 5 %

Forsa:
CDU/CSU 28 % | SPD 16 % | GRÜNE 19 % | AfD 14 % | DIE LINKE 9 % | FDP 9 % | Sonstige 5 %

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Re: Die eigene Haustür - Thread für deutsche und EU-Innenpolitik

Beitrag von Jenner » 14.10.2018, 00:42

AtzUl hat geschrieben:
13.10.2018, 20:48
Die Medien sind in erster Linie dafür da Fakten und Hintergründe zu liefern. Meinungen kann man daraus selber ziehen. Meinungen, die schlicht und einfach keine Grundlage haben oder falsche Behauptungen sind, müssen nicht veröffentlicht werden. Die Medien sind in der ersten Linie nicht der Neutralität verpflichtet, sondern der Wahrheit. Auch wenn es pathetisch sich anhört.
Schöne Idealvorstellung, aber Du glaubst doch nicht ernsthaft, dass das der Realität entspricht. Gestern habe ich auf WDR ein recht informatives Interview mit Nikolaus Brender gesehen, in welchem er über die Einflussnahme der Politik auf die Berichterstattung und seine Abschiebung nach Südamerika berichtet.
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Re: Die eigene Haustür - Thread für deutsche und EU-Innenpolitik

Beitrag von PREUSSE » 14.10.2018, 08:47

Jenner hat geschrieben:
14.10.2018, 00:42
AtzUl hat geschrieben:
13.10.2018, 20:48
Die Medien sind in erster Linie dafür da Fakten und Hintergründe zu liefern. Meinungen kann man daraus selber ziehen. Meinungen, die schlicht und einfach keine Grundlage haben oder falsche Behauptungen sind, müssen nicht veröffentlicht werden. Die Medien sind in der ersten Linie nicht der Neutralität verpflichtet, sondern der Wahrheit. Auch wenn es pathetisch sich anhört.
Schöne Idealvorstellung, aber Du glaubst doch nicht ernsthaft, dass das der Realität entspricht. Gestern habe ich auf WDR ein recht informatives Interview mit Nikolaus Brender gesehen, in welchem er über die Einflussnahme der Politik auf die Berichterstattung und seine Abschiebung nach Südamerika berichtet.
Hatte mir angesichts der Naivität von Atzul eigentlich einen Kommentar kneifen wollen, aber jetzt kommt er doch.

Du glaubst doch nicht ernsthaft, dass das der Realität entspricht. So naiv kann man doch nicht sein.

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Opa
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Re: Die eigene Haustür - Thread für deutsche und EU-Innenpolitik

Beitrag von Opa » 14.10.2018, 08:57

AtzUl hat geschrieben:
13.10.2018, 20:48
Die Medien sind in erster Linie dafür da Fakten und Hintergründe zu liefern. Meinungen kann man daraus selber ziehen. Meinungen, die schlicht und einfach keine Grundlage haben oder falsche Behauptungen sind, müssen nicht veröffentlicht werden. Die Medien sind in der ersten Linie nicht der Neutralität verpflichtet, sondern der Wahrheit. Auch wenn es pathetisch sich anhört.
Es wäre wünschenswert, wenn dies der Realität entspräche oder wenn man wenigstens in Ansätzen den Eindruck erhielte, dass man bemüht sei, die Wahrheit herauszufinden.

Die Realität ist leider eine andere. Der Redaktionsleiter von Monitor, Georg Restle z.B., sieht das vermutlich etwas "differenzierter" mit der Wahrheit. Aus diesem Artikel wird klar, weshalb er keine Probleme hat, mit Israelhassern, Terrorunterstützern, Muslimbrüdern und anderen Antisemiten bei Unteilbar auf die Straße zu gehen.
AtzUl hat geschrieben:
13.10.2018, 23:25
@Opa: Mal ein Beitrag, den ich restlos inhaltlich teile.
Das nutzt nur nichts, wenn Du und andere die falschen Schlüsse aus solchen Erkenntnissen ziehen.

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