Umwelt-, Tier- und Klima (-Schutz) und deren Fragestellungen

Alles außer Fußball

Moderator: Herthort

AtzUl
Beiträge: 1185
Registriert: 15.06.2018, 17:26

Re: Umwelt-, Tier- und Klima (-Schutz) und deren Fragestellungen

Beitrag von AtzUl » 18.12.2018, 17:31

Kein einziges Land hat sich im letzten Jahr an die Klimaziele von Paris gehalten. Deutschland ist in Fragen des Klimaschutz von Platz 22 auf Platz 26 zurückgefallen. Grund dafür wäre die Braunkohle.
Klimaschutz-Index 2018:
Staaten halten sich kaum an Pariser Klimavertrag

Deutschland und andere Länder haben ambitionierte Ziele beim Klimaschutz – doch keine Regierung unternimmt genug. Das ist ein Ergebnis des diesjährigen Klimaschutz-Index.

Einmal mehr bleiben die ersten drei Plätze leer: Kein Land unternimmt genug, damit die Klimaziele von Paris auch tatsächlich eingehalten werden können. Das ist das Ergebnis des diesjährigen Klimaschutz-Index, erstellt von Germanwatch, dem NewClimate Institut und dem Climate Action Network. Zwar gebe es große Fortschritte beim Ausbau erneuerbarer Energien und bei der Energieeffizienz, zudem würden die Preise für Energie aus Sonne und Wind sinken. Demgegenüber stünde jedoch, dass der weltweite Ausstoß von Kohlenstoffdioxid (CO2) wieder ansteige, schreiben die Forscher.

[...]
https://www.zeit.de/wirtschaft/2017-11/ ... r-abkommen
Ha-Ho-He Hertha BSC !

Benutzeravatar
Ray
Beiträge: 2859
Registriert: 28.05.2018, 10:03

Re: Umwelt-, Tier- und Klima (-Schutz) und deren Fragestellungen

Beitrag von Ray » 21.12.2018, 16:13

Ich ändere meine Meinung minütlich. Christian Lindner Fußballgott.

Benutzeravatar
C-Burg
Beiträge: 165
Registriert: 30.06.2018, 16:36

Re: Umwelt-, Tier- und Klima (-Schutz) und deren Fragestellungen

Beitrag von C-Burg » 21.12.2018, 18:59

Mich wundert nur, dass man dem Wolf noch keine Schuld dafür gegeben hat.

AtzUl
Beiträge: 1185
Registriert: 15.06.2018, 17:26

Re: Umwelt-, Tier- und Klima (-Schutz) und deren Fragestellungen

Beitrag von AtzUl » 21.12.2018, 20:29

Zeche in Bottrop geschlossen:
Die letzten sieben Kilo deutscher Steinkohle

In der Zeche Prosper-Haniel in Bottrop haben Kumpel das letzte Stück Steinkohle aus deutschem Boden gefördert. Bundespräsident Steinmeier spricht von einem "Tag der Trauer" für die Bergleute.

Die Förderung von Steinkohle in Deutschland hat offiziell geendet. Auf dem Festakt auf der Schachtanlage Prosper-Haniel in Bottrop erhielt Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier das letzte abgebaute Steinkohlestück. Acht Bergleute hatten es nach oben gebracht. Mit der Veranstaltung schloss die letzte noch fördernde Steinkohlezeche Deutschlands. Nach fast 200 Jahren wird in Deutschland ab jetzt nur noch Braunkohle abgebaut.

[...]

http://spon.de/afn4X
Ha-Ho-He Hertha BSC !

AtzUl
Beiträge: 1185
Registriert: 15.06.2018, 17:26

Re: Umwelt-, Tier- und Klima (-Schutz) und deren Fragestellungen

Beitrag von AtzUl » 22.12.2018, 14:47

Kleine Anmerkung zur Steinkohle: Die Steinkohleförderung wurde in dem Zeitraum von 1998 bis 2018 mit rund 40 Milliarden EUR subventioniert (Quelle: BPK 21.12.2018). Die jährliche Subvention mit rund 2 Mrd. EUR fallen ab 2019 weg.
Ha-Ho-He Hertha BSC !

Benutzeravatar
Bierchen
Beiträge: 431
Registriert: 25.05.2018, 21:17

Re: Umwelt-, Tier- und Klima (-Schutz) und deren Fragestellungen

Beitrag von Bierchen » 22.12.2018, 18:45

Dazu lief gestern auf Phoenix eine Sondersendung zum "Ende der Braunkohle-Förderung"

Da fasste dir an Kopp :no:

AtzUl
Beiträge: 1185
Registriert: 15.06.2018, 17:26

Re: Umwelt-, Tier- und Klima (-Schutz) und deren Fragestellungen

Beitrag von AtzUl » 22.12.2018, 22:47

Bierchen hat geschrieben:
22.12.2018, 18:45
Dazu lief gestern auf Phoenix eine Sondersendung zum "Ende der Braunkohle-Förderung"

Da fasste dir an Kopp :no:
Warum? Weil Teil-Ende oder weil noch nicht Ende?
Ha-Ho-He Hertha BSC !

Benutzeravatar
Jenner
Beiträge: 1846
Registriert: 23.05.2018, 17:29
Wohnort: Rhön

Re: Umwelt-, Tier- und Klima (-Schutz) und deren Fragestellungen

Beitrag von Jenner » 23.12.2018, 13:13

Weil Steinkohle mit Braunkohle verwechselt wurde.
"Das edelste Beispiel für seelische Robustheit, verbunden mit einem feinen Schuss Selbstironie, ist seit jeher der Herthaner". - aus einem Vortrag im Rahmen eines Fachsymposiums zum Thema Resilienz

AtzUl
Beiträge: 1185
Registriert: 15.06.2018, 17:26

Re: Umwelt-, Tier- und Klima (-Schutz) und deren Fragestellungen

Beitrag von AtzUl » 23.12.2018, 13:39

Ahhh...
Ha-Ho-He Hertha BSC !

Benutzeravatar
Jenner
Beiträge: 1846
Registriert: 23.05.2018, 17:29
Wohnort: Rhön

Re: Umwelt-, Tier- und Klima (-Schutz) und deren Fragestellungen

Beitrag von Jenner » 30.12.2018, 23:47

Nach dem Wald- erweist sich auch das Bienensterben als große Lüge. Unglaublich, wie es Lobbyisten immer wieder schaffen, die Politik mit Märchen zu allerlei unsinnigen Entscheidungen zu bringen.
"Das edelste Beispiel für seelische Robustheit, verbunden mit einem feinen Schuss Selbstironie, ist seit jeher der Herthaner". - aus einem Vortrag im Rahmen eines Fachsymposiums zum Thema Resilienz

Benutzeravatar
Mäcki_L
Beiträge: 212
Registriert: 23.05.2018, 18:43
Wohnort: Zürcher Unterland

Re: Umwelt-, Tier- und Klima (-Schutz) und deren Fragestellungen

Beitrag von Mäcki_L » 31.12.2018, 10:37

Jenner hat geschrieben:
30.12.2018, 23:47
Nach dem Wald- erweist sich auch das Bienensterben als große Lüge. Unglaublich, wie es Lobbyisten immer wieder schaffen, die Politik mit Märchen zu allerlei unsinnigen Entscheidungen zu bringen.
Wenn sich dann noch herausstellt, dass die Erde eine Scheibe ist, dann ist hier aber richtig was los...

AtzUl
Beiträge: 1185
Registriert: 15.06.2018, 17:26

Re: Umwelt-, Tier- und Klima (-Schutz) und deren Fragestellungen

Beitrag von AtzUl » 31.12.2018, 10:48

Tichy sagt aber auch nichts neues. Man könnte schon länger lesen, dass die Zahl der gezüchteten Honigbienen steigt deutschlandweit seit 2007 durchgängig wieder an. Der Hauptfeind war eine Milbe, die tatsächlich zu einem Anstieg der Sterbehäufigfkeit geführt hatte.

Problem beim Thema "Waldsterben" damals und "Honigbienensterben" heute ist, dass es Beobachtungen gibt und daraus korrelierende Vermutungen gezogen werden. Indizien sind aber keine Beweise, die wissenschaftlich nicht belegt, aber auch nicht widerlegt sind.

Das ist bei dem Thema "Waldsterben" inzwischen anders. Erst durch die Theorien und Hysterien wurde sich mit dem Thema wissenschaftlich auseinandergesetzt. Tatsache ist, dass manche Emissionen von Industrieanlagen und (Kohle-)Kraftwerken nicht gut für die Gesundheit des Waldes sind. Das kann man auch heute beobachten. Neben anderen Faktoren, die die Gesundheit vieler Baumbestände belasteten, ist in Westeuropa die Luftbelastung aber auch deutlich besser geworden. Die Schwefelbelastung ist 50-90% niedriger als zur Zeit des "Waldsterbens".
Ha-Ho-He Hertha BSC !

Benutzeravatar
Mäcki_L
Beiträge: 212
Registriert: 23.05.2018, 18:43
Wohnort: Zürcher Unterland

Re: Umwelt-, Tier- und Klima (-Schutz) und deren Fragestellungen

Beitrag von Mäcki_L » 31.12.2018, 11:09

Für das Bienensterben gibt es mehrere Faktoren.
Die Milbe ist eine. Diese wiederum ist ein hausgemachtes, weil eingeschlepptes Problem und das nicht erst seit diesem Jahr.
Dazu kommen Pestizide in der Landwirtschaft, Monokulturen und der Verlust vieler Brach- und Wiesenflächen.

Beim Waldsterben ist es keineswegs eine Lüge wie @jenner meint. Die Gesundung der Wälder hat in der Tat mit veränderten d.h. deutlich verringerten Schadstoffemissionen zu tun.

Unabhängig davon lässt sich z.B. die Auswirkung des Tausalzes entlang der Autobahn beobachten. Gerade die in unmittelbarer Nähe stehenden Kiefern (Jungbäume) zeigen eine massive Schädigung durch Braunfärbung der Nadeln.
Inwiefern das gesamte Wachstum betroffen Ist, kann ich nicht beurteilen. Es ist nur deutlich zu sehen.
Insbesondere an der A70 und der A9. Wenn man genauer hinsieht.

AtzUl
Beiträge: 1185
Registriert: 15.06.2018, 17:26

Re: Umwelt-, Tier- und Klima (-Schutz) und deren Fragestellungen

Beitrag von AtzUl » 31.12.2018, 11:33

Mäcki_L hat geschrieben:
31.12.2018, 11:09
Für das Bienensterben gibt es mehrere Faktoren.
Die Milbe ist eine. Diese wiederum ist ein hausgemachtes, weil eingeschlepptes Problem und das nicht erst seit diesem Jahr.
Dazu kommen Pestizide in der Landwirtschaft, Monokulturen und der Verlust vieler Brach- und Wiesenflächen.

Beim Waldsterben ist es keineswe88gs eine Lüge wie @jenner meint. Die Gesundung der Wälder hat in der Tat mit veränderten d.h. deutlich verringerten Schadstoffemissionen zu tun.

Unabhängig davon lässt sich z.B. die Auswirkung des Tausalzes entlang der Autobahn beobachten. Gerade die in unmittelbarer Nähe stehenden Kiefern (Jungbäume) zeigen eine massive Schädigung durch Braunfärbung der Nadeln.
Inwiefern das gesamte Wachstum betroffen Ist, kann ich nicht beurteilen. Es ist nur deutlich zu sehen.
Insbesondere an der A70 und der A9. Wenn man genauer hinsieht.
Das Thema "Waldsterben" war vor meiner Geburt, daher kenne ich nur Artikel und Paper zu diesem Thema. Aber wenn man so liest, dann würde Vermutungen aus den Beobachtungen getroffen, die nicht wissenschaftlich überprüft waren. Dies änderte sich in der Folge. Dass die Gesundheit vieler Bäume angegriffen war und z.T. noch ist, ist unbestritten. Nur die mediale Darstellung und die Vereinnahmen durch die Politik, so vermute ich, ist durchaus zu kritisieren. Indizien und Hypothesen als Fakten darstellen ist durchaus zu kritisieren. Das macht @Jenner hier oder @C-Burg bspw. beim Thema Klimawandel.

Das Kommunizieren von einem pauschalen "Bienensterben" ist aktuell faktisch falsch. Es fehlt eine Differenzierung in der medialen und öffentlichen Debatte. Pauschalisieren und einseitig Darstellen kann man als "Lüge" ansehen, wenn man es überspitzt darstellen will. Im Umkehrschluss heißt es nicht, dass alles zu dem Thema gelogen sei. Die Beobachtung gibt es und gab es. Nur nicht Pauschal und unbedingt empirisch oder sonstig wissenschaftlich belegt.

Explizit nicht auf Jenner bezogen! Aber die "-Lüge" Argumentation gibt es gerade bei diesem Themenbereich durch Skeptiker öfters. Schon bei bspw. HI konnte man öfters von der "Ozonloch-Lüge", der "Saurerregen-Lüge", "Klima-Katstrophen-Lüge" ...usw. lesen. Nur weil heute sie nicht mehr so aktuell sind oder nicht in der schlimmsten Form eingetreten sind. Dass die Umwelt-Bedingungen vor 40-50 Jahren eine andere waren als heute, wird oft nicht bedacht.
Ha-Ho-He Hertha BSC !

AtzUl
Beiträge: 1185
Registriert: 15.06.2018, 17:26

Re: Umwelt-, Tier- und Klima (-Schutz) und deren Fragestellungen

Beitrag von AtzUl » 31.12.2018, 12:41

Zum Thema "Bienensterben" ein anderer Beitrag als der des ehemaligen Landwirtes Keckl aus dem von @Jenner verlinken Tichy-Artikel.  So schrieb bspw. das Niedersächsische Landesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit schon vor geraumer Zeit:
"Bienensterben" - eine differenzierte Betrachtung

In der Koevolution von Blütenpflanzen und Bestäuberinsekten hat sich ein fein abgestimmtes Beziehungsgeflecht bezüglich Nahrungserwerb und damit einhergehender Bestäubung entwickelt. Insekten werden durch Blütenduft und -farbe angelockt und mit Nektar und Pollen für die Bestäubungsleistung belohnt. Honig-/Wildbienen und andere Insekten sind aufgrund ihrer Bestäubungsleistungen von unschätzbarem ökologischem und ökonomischem Wert für blühende Wild- und Kulturpflanzen.

[...]

Das besagte Bienensterben bezieht sich tatsächlich auf die Wildbienen (Solitärbienen wie Mauerbienen, Hosenbienen, Sandbienen, Furchenbienen, Maskenbienen etc. und Hummelarten). Über 60 % der ca. 560 Wildbienenarten sind in Deutschland bedroht und dies seit Jahrzehnten – und nicht erst seit kurzem. An erster Stelle ist dafür der Lebensraumverlust ursächlich. Hierzu zählen u.a. die Versiegelung von Landschaftsräumen durch Ausweitung von Wohn- und Gewerbegebieten, Verbreiterung von Straßen, monotone Gartengestaltung und vieles mehr.

Fehlt es an den spezifischen Nährpflanzen, können sich die Wildbienen nicht ernähren. Sind Pflanzen auf sehr spezifische Bestäuberbienenarten angewiesen und fehlt es an diesen, können sich ggf. auch die Pflanzen nicht vermehren.

Viele Wildbienenarten haben sehr spezifische Ansprüche an ihren Lebensraum (Nistort, Nistmaterial, Nahrungspflanzen) und benötigen einen ungestörten Lebensraum, da deren Entwicklungsstadien (Eier, Larven, Puppen, adulte Bienen) z.T. über Monate in einerRuhephase in der Niströhre / Nisthöhle liegen. Sind diese Nistansprüche nicht gegeben, können die Tiere dort nicht leben und sich fortpflanzen.

Hinzukommen Insektizide, die zwar im Zulassungsverfahren auf Honigbienen, aber nicht aufWildbienen getestet werden. Zwar werden seit wenigen Jahren u.a. auch vom Bieneninstitut Celle neben Versuchen mit Honigbienen auch solche mit einer Mauerbienenart und einer Hummelart durchgeführt, dadurch sind aber nicht die diversen Wildbienen und deren sicherlich unterschiedlichen Empfindlichkeiten gegenüber Insektiziden abgedeckt.

[...]

https://www.laves.niedersachsen.de/tier ... 65520.html
Ha-Ho-He Hertha BSC !

Benutzeravatar
Jenner
Beiträge: 1846
Registriert: 23.05.2018, 17:29
Wohnort: Rhön

Re: Umwelt-, Tier- und Klima (-Schutz) und deren Fragestellungen

Beitrag von Jenner » 31.12.2018, 14:30

Mäcki_L hat geschrieben:
31.12.2018, 11:09
Beim Waldsterben ist es keineswegs eine Lüge wie @jenner meint.

Doch war es. Seinerzeit wurde behauptet, dass durch sauren Regen bereits ein großflächiges Sterben des Waldes im Gange sei, was falsch war und dass in wenigen Jahren der Großteil aller Bäume in Deutschland absterben wird. Auch das war Unfug und nicht vorwiegend, weil sich die Umweltbedingungen verbessert haben, sondern weil Bäume mit saurem Bodenmilieu deutlich besser zurechtkamen als behauptet. Es wurde eine These aufgestelt, ohne diese auch nur annähernd wissenschaftlich zu evidieren.
"Das edelste Beispiel für seelische Robustheit, verbunden mit einem feinen Schuss Selbstironie, ist seit jeher der Herthaner". - aus einem Vortrag im Rahmen eines Fachsymposiums zum Thema Resilienz

Benutzeravatar
Mäcki_L
Beiträge: 212
Registriert: 23.05.2018, 18:43
Wohnort: Zürcher Unterland

Re: Umwelt-, Tier- und Klima (-Schutz) und deren Fragestellungen

Beitrag von Mäcki_L » 31.12.2018, 17:11

Nach meiner Meinung war es das nicht. Aber gut, es darf jeder glauben wie er es will.
Ich bin der Meinung, dass das beginnende Waldsterben eben durch die später einsetzende Verbesserung der Luftqualität verhindert wurde.
Ein Weg nach dem Motto "weiter so" hätte zu den, vielleicht auch überzogenen, Folgen geführt.
Ganz abgesehen davon, dass ich noch Anfangs der 90'er Jahre diese Folgen des sauren Regens in den Gipfellagen der Hohen Tatra gesehen.
Da standen grossflächig Reste eines Waldes.

Zudem ist es aus heutiger Sicht müssig darüber zu spekulieren, wie dramatisch es wirklich gewesen ist. Ich persönlich bin davon überzeugt, dass dieser Weckruf zur rechten Zeit kam.
Dazu kommt natürlich auch, dass sich in der Bewirtschaftung und Anlage von Wäldern einiges verändert hat. Wozu solche Monokulturen (Kiefern) führen, war in diesem Sommer südlich von Berlin eindrucksvoll zu beobachten.

Nach meiner Auffassung muss doch nicht immer alles als Lüge bezeichnet werden, nur weil nicht die schlimmsten Szenarien eintreten.
Eine Änderung bei einigen Umständen, welche ein positives Ergebnis zeitigen, ist ja wohl nicht verkehrt.
Dieser Druck führte ja u.a. auch dazu, dass flächendeckend erst der ungeregelte und später der geregelte Katalysator zur Serienausstattung wurde.

Benutzeravatar
C-Burg
Beiträge: 165
Registriert: 30.06.2018, 16:36

Re: Umwelt-, Tier- und Klima (-Schutz) und deren Fragestellungen

Beitrag von C-Burg » 01.01.2019, 15:03

Ging es bei dem Bienensterben nicht immer in erster Linie um die Wildbiene?

Benutzeravatar
Jenner
Beiträge: 1846
Registriert: 23.05.2018, 17:29
Wohnort: Rhön

Re: Umwelt-, Tier- und Klima (-Schutz) und deren Fragestellungen

Beitrag von Jenner » 02.01.2019, 17:53

Nein, die Wildbiene kam erst ins Spiel, als der Unsinn vom Sterben der Honigbiene nicht mehr zu halten war. Sie u. a. einen Artikel des NABU.
"Das edelste Beispiel für seelische Robustheit, verbunden mit einem feinen Schuss Selbstironie, ist seit jeher der Herthaner". - aus einem Vortrag im Rahmen eines Fachsymposiums zum Thema Resilienz

AtzUl
Beiträge: 1185
Registriert: 15.06.2018, 17:26

Re: Umwelt-, Tier- und Klima (-Schutz) und deren Fragestellungen

Beitrag von AtzUl » 02.01.2019, 19:18

Kurz Recherche:
Der Begriff "Bienensterben" wird zwar als Fachterminus verwendet, der jedoch nicht „das“ Bienensterben bezeichnet, sondern eine Mehrzahl von Bienensterben (Moritz, et al. 2014). D.h. der Terminus wird in den Medien oft falsch verwendet, denn er beschreibt keine absolute Entwicklung, sondern bezieht sich auf lokal und zeitlich begrenzte unterschiedliche Phänomene. Ein nationales oder globales Sterben wurde nach einer Analyse der Bestandsentwicklung global bewirtschafteter Bienenvölker der Westlichen Honigbiene nicht bestätigt (Kommission für Ökologie: "Die Ursachen des weltweiten Bienensterbens", 2013).
Das heißt, das Bienensterben bezieht sich als Fachterminus auf die Honigbiene - nicht die Wildbienen.
Dass es kein Massensterben der Honigbiene gibt wurde schon vor rund 5 Jahren nachgewiesen.
Über Wildbienen habe ich wenig gefunden und ob aktuelle Studien (nach 2014) sich nur noch auf diese beziehen.
Ha-Ho-He Hertha BSC !

Benutzeravatar
C-Burg
Beiträge: 165
Registriert: 30.06.2018, 16:36

Re: Umwelt-, Tier- und Klima (-Schutz) und deren Fragestellungen

Beitrag von C-Burg » 02.01.2019, 21:26

Jenner hat geschrieben:
02.01.2019, 17:53
Nein, die Wildbiene kam erst ins Spiel, als der Unsinn vom Sterben der Honigbiene nicht mehr zu halten war. Sie u. a. einen Artikel des NABU.
War es dann nur meine Wahrnehmung.

Benutzeravatar
Jenner
Beiträge: 1846
Registriert: 23.05.2018, 17:29
Wohnort: Rhön

Re: Umwelt-, Tier- und Klima (-Schutz) und deren Fragestellungen

Beitrag von Jenner » 02.01.2019, 22:11

AtzUl hat geschrieben:
02.01.2019, 19:18
Über Wildbienen habe ich wenig gefunden und ob aktuelle Studien (nach 2014) sich nur noch auf diese beziehen.
Es ist nahezu unmöglich, Wildbienen zu zählen. Daher gibt es kaum valide Zahlen.
"Das edelste Beispiel für seelische Robustheit, verbunden mit einem feinen Schuss Selbstironie, ist seit jeher der Herthaner". - aus einem Vortrag im Rahmen eines Fachsymposiums zum Thema Resilienz

AtzUl
Beiträge: 1185
Registriert: 15.06.2018, 17:26

Re: Umwelt-, Tier- und Klima (-Schutz) und deren Fragestellungen

Beitrag von AtzUl » 02.01.2019, 22:45

Artikel oder Arbeiten, die ich auf die Schnelle gefunden hatte, bezogen sich in der Tat nur auf Vermutungen und Wahrscheinlichkeiten.

Unabhängigen von der Wildbiene: Man kann sagen, dass das "Bienensterben" nach der oberen Definition zwar keine Lüge ist, aber der Terminus in den Medien und der öffentlichen Debatte falsch verwendet wird.

Oder?
Ha-Ho-He Hertha BSC !

AtzUl
Beiträge: 1185
Registriert: 15.06.2018, 17:26

Re: Umwelt-, Tier- und Klima (-Schutz) und deren Fragestellungen

Beitrag von AtzUl » 09.01.2019, 11:40

hat geschrieben:
05.12.2018, 13:21
Darüber hinaus baut China nicht nur zu Hause fleißig weiter Kohlekraftwerke, sondern 80 weitere im Ausland. Trump hatte völlig recht, aus diesem Irrsinn auszusteigen. Im Übrigen quatschen die USA nicht, sie tun etwas. 2017 haben sie bereits im 3. Jahr in Folge ihre CO2-Emission gesenkt und das in absoluten Zahlen sogar weltweit am meisten.
Die hier in einem Forumsbeitrag noch gelobte CO_2-Emissionen der USA, die bis 2017 immer weniger CO_2 produzierten, zeigt laut Schätzungen als Folgen der Trump-Administration, einen wie seit drei Jahrzehnten nicht mehr gemessenen Wachstum der CO_2-Emissionen.
CO2-Ausstoß der USA soll deutlich gestiegen sein

Es wäre der zweitgrößte Anstieg seit mehr als zwei Jahrzehnten: Der CO2-Ausstoß der USA hat laut einer Schätzung im vergangenen Jahr stark zugelegt. Dafür ist in erster Linie aber nicht die Politik von Präsident Trump verantwortlich.

Die USA haben 2018 den stärksten Anstieg seit acht Jahren beim Ausstoß von Kohlendioxid verzeichnet. Das ist das vorläufige Ergebnis einer Schätzung des New Yorker Analysehauses Rhodium Group. Der Studie zufolge legten die Emissionen um 3,4 Prozent zu. Laut den Forschern ist das der zweitgrößte Zuwachs seit mehr als zwei Jahrzehnten.

Hauptgrund für den Anstieg ist laut der Analyse vor allem die boomende US-Konjunktur - und nicht in erster Linie die Umweltpolitik von Präsident Donald Trump. Dessen Regierung hat allerdings bereits einige Maßnahmen zur Verringerung von Klimagasen rückgängig gemacht.

[...]

http://spon.de/afoA8
Link zur Studie: https://rhg.com/research/preliminary-us ... -for-2018/
Ha-Ho-He Hertha BSC !

Benutzeravatar
AnKu54
Beiträge: 538
Registriert: 25.05.2018, 22:40
Wohnort: Oberfranken

Re: Umwelt-, Tier- und Klima (-Schutz) und deren Fragestellungen

Beitrag von AnKu54 » 09.01.2019, 22:19

Stimmt leider, was da steht.
Auch zwei Nachbarn von uns haben letztes Jahr einige Bäume und Sträucher vernichtet, damit alles schon pflegeleicht ist.
Kann man nur :no:
Wir haben viele Nistkästen im Garten darunter 3 Starenkästen, die jedes Jahr schwer umkämpft sind.
Werde noch zwei bauen und Platz wird sich finden.
Wir füttern ganzjährig und haben viele Stäucher und Versteckmöglichkeiten.
Leider gibt es das Katzenproblem auch bei uns.
Es sind einfach zu viele geworden, die dann nätürlich immer draussen rumstreunen müssen :motz:
Ich bin für Glockenpflicht :!:
Wir bekämpfen die mit Wasserschlauch und Wildrosenabschnitten an den Plätzen, wo die sich verstecken.
Hilft ein wenig.

Jedenfalls gibt es bei uns viele Haussperlinge, Meisen, Drosseln und Stare (im Sommer). Auch einen Specht und Kernbeisser.
Im Winter sind auch einige Waldvögel da. Ist nicht so weit.
Wir werden unser Vogelparadies beschützen so gut wir können.
„Was interessiert mich mein Geschwätz von gestern.“ Konrad Adenauer

Antworten