Die Zukunft des Fußballs

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Moderator: Herthort

MacFish
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Re: Die Zukunft des Fußballs

Beitrag von MacFish » 21.03.2019, 11:35

Ray hat geschrieben:
21.03.2019, 10:41
Glaubt hier irgendjemand, dass BVB-Fans Abstiegskampf in der "Euro Super League" besser finden würden als Derby gegen Schalke etc.?
Ronny aus Radebeul möglicherweise, die Ex Kohlekumpels vor Ort würden den ganzen Pott aus Protest lahmlegen ...
..geht ja irgendwie gar nicht :gruebel:
Kohlekumpels wird es bald nicht mehr geben - klingt irgendwie radikal (sorry) - und dann sind auch weitestgehend die Emotionen im Pott lahmgelegt... :(
wohnhaft bei München :roll:

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elmex
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Re: Die Zukunft des Fußballs

Beitrag von elmex » 21.03.2019, 18:11

So richtig kann ich mir eine geschlossene Superliga ala NFL & Co. nicht vorstellen. Dafür ist der nationale Fußball zu wichtig. Gerade in Deutschland. Ob eine Superliga mit Bayern und vieleicht Dortmund mehr zieht als eine Restbundesliga mag ich arg bezweifeln. Gerade Bayern müsste regelmäßig durch Deutschland. Was ich mir vorstellen könnte ist dass diese Superclubs dann noch mal gegen die Top 4-6 der heimischen Liga antreten. Aber wie man das bitte in einem Wettbewerb formen will ist mit schleierhaft.


BTW

Auch wenn es etwas her ist widerspreche der These von Ray in CL-Thread, dass Geld keine Tore schießt und 50+1 kein Hindernis ist um international mithalten zu können. Fußball ist zum großen Teil eine Art Glücksspiel ob nun bei den Spielen an sich als auch bei den Personalentscheidungen usw. Ja es ist nun mal so dass auch finanzschwächere Clubs die großen auch mal überholen können aber auf Dauer gewinnt die dicke Brieftasche. Man kann es mit einem Pokertisch vergleichen die mit der fetten Kohle können immer mitgehen und irgendwann bekommen sie das richtige Blatt die kleinen Clubs müssen ihre Karten aber gekonnt ausreizen und benötigen das Quentchen Glück.

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bayerschmidt
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Re: Die Zukunft des Fußballs

Beitrag von bayerschmidt » 21.03.2019, 18:26

elmex hat geschrieben:
21.03.2019, 18:11
So richtig kann ich mir eine geschlossene Superliga ala NFL & Co. nicht vorstellen. Dafür ist der nationale Fußball zu wichtig. Gerade in Deutschland. Ob eine Superliga mit Bayern und vieleicht Dortmund mehr zieht als eine Restbundesliga mag ich arg bezweifeln. Gerade Bayern müsste regelmäßig durch Deutschland. ...
Ich kann mir diese Superliga momentan für Wurstuli und Schwatzke noch nicht so richtig vorstellen. Die müssen sich doch immer noch etwas volkstümlich geben, sieht vielleicht bei den weltweit stärker vermarkteten Engländern und Spaniern (plus Juve und vielleicht ein weiterer Italiener) anders aus. Ich bin fast gewillt zu sagen "lass sie machen", könnte sich auch totlaufen.

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MikeSpring
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Re: Die Zukunft des Fußballs

Beitrag von MikeSpring » 22.03.2019, 08:03

Ich glaube, man muss zwischen 2 Dingen unterscheiden:
WAS wollen die Clubs und WAS wollen die Fans ?

Ich denke, die Fans wollen lieber den Status quo, eher sogar etwas zurückgedreht.
Die superreichen Clubs WOLLEN eine Superleague, auch die Bayern - egal was U.H und K.H.R. sagen.
Die anderen Clubs wollen die eher nicht, weil dann die nationalen Ligen entwertet werden (daher kann ich mir auch eine EL2 vorstellen, am besten mit 2x 20 Clubs, da hätte man 40 Vereine mehr, die den Plänen zustimmen könnten...)

Weil so eine Liga schon Wochen vorher entschieden sein kann, denke ich auch, dass die zusätzlich noch einen Pokalwettbewerb veranstalten, vielleicht sogar 2: Einen "UEFA-Cup" mit allen Teilnehmern der ESL (und ggf. EL2) und einen "Champion's Cup" an dem nur die 8 besten der ESL teilnehmen.

Es wurde ja ins Spiel gebracht, dass evt. die ESL-Teams gegen die Großen ihres Landes antreten - kann ich mir vorstellen, beschrieb ich ja, evt. über den nationalen Pokal, wobei die ESL-Teams erst sehr spät eingreifen. Evt. sind die ja auch so gnädig und machen einen Champions Cup mit den ertsen 4 der ESL den 4 Meistern der wichtigsten nationalen Ligen, z.B. Rest-Premierleague, Rest-Bundesliga, Rest-La-Liga und Rest-Division Un.

Ob es den Fans gefällt ? Ich glaube auch eher nicht. Aber wenn die Fernsehgelder - refinanziert v.a. durch Scheichs, russische Oligarchen, chinesische und nordamerikanische Pay-TV-Kunden sowie Riesen wie Amazon & Co. - dennoch fließen, OBWOHL sich in Europa keine Sau mehr dafür interessiert, werden sie es durchziehen.

Klar, gerade die Bayern werden einige an Fans verlieren, sie sind ja ein typischer Verein, der seine Fans überall in Deutschland hat, wenn aber ausser den Dortmundern - bei denen das nicht viel anders ist - niemand in Deutschland die Bayern unter Wettkampfbedingungen zu sehen bekommt... Ich glaube auch, Ray hat recht, dass die Dortmunder mehr Bock haben auf das Revierderby als auf Mittelmaß oder Abstiegskampf in der ESL. Selbst wenn der BVB um den Titel mitspielen sollte, was ich für unwahrscheinlich halte, würden die das nicht zu Lasten des Derbys wollen.

Aber die ESL passt auch wieder prima zu der 24er-Club-WM. Eben WEIL der Titel ja schon frühzeitig entschieden sein kann, könnte man ja die ESL zur Quali ranziehen: Die 4 Meister der ESL-Saisons vor der WM qualifizieren sich, sowie der jeweilige Zweite und Dritte. Wird ein Qualiplatz von einem Team belegt, das schon qualifiziert ist, rückt der nächste nach. So können sich jedes Jahr drei qualifizieren und die Liga wäre spannender. WENN sich irgendwer für die Klub-WM interessieren sollte.
Du kannst selbstverständlich Bayernfan sein. Aber dann biste halt doof.

TiiN
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Re: Die Zukunft des Fußballs

Beitrag von TiiN » 24.03.2019, 08:07

Jenner hat geschrieben:
20.03.2019, 13:53
Meine Vision ist die EU Capitals League, an der nur Mannschaften aus den Hauptstädten der 16 bevölkerungsreichsten EU-Staaten teilnehmen dürfen. Finanziert wird das aus einem Fond zur Förderung des europäischen Gedankens, mit einer jährlichen Ausschüttung von 16.000.000.000 € an die teilnehmenden Vereine.
Mal gucken wie Bayern dann zu Deutschland steht oder ob der Bayxit (aus Deutschland) ein Thema wird. :D

Zauberdrachin
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Re: Die Zukunft des Fußballs

Beitrag von Zauberdrachin » 29.06.2019, 06:47

Finde Jenners Vision, das noch mit Draft-System bitte.

Mike, Du hast das WAS so betont ... gibt es aber überhaupt DIE Klubs und DIE Fans, also in EInigkeit?

Ich finde auch den Begriff Übersättigung Fehl am Platze, da Fußball mehr von einer Droge hat als von einem Nahrungsmittel.
Da gibt es von "kann das gut dosieren" bis zu "extrem süchtig" die komplette Bandbreite.
Und die Dealer sind sehr aktiv und fixen alle an die nicht rechtzeitig weggucken konnten. ;)

Wenn man ans TV denkt, da wollen sehr sehr viele Menschen einfach auch nur immer etwas live sehen. Und sei es nur eine königliche Hochzeit "irgendwo", Hauptsache es ist live.

XY-Mio. Menschen auf der Welt interessieren sich dann auch prinzipiell für etwas Neues, was leuchtend angepriesen wird.

Etc.

Man könnte auf den Gedanken kommen 'ja, aber dafür wird es keinen Markt geben' und schwupps setzt sich da einflussreiche Kolonne ran und schafft sozusagen den Markt.
Und falls mal beim Fußball männliche Zuschauer "abhanden" kommen, pusht man halt den Frauenfußball weiter hoch, Werbung, Interesse wecken, Vermarktung ...

Schaue man sich die Nations League an, die vor allem von den Portugiesen grad sehr gemocht wird ;) ... das Argument mit der stärksten Überzeugungskraft schien mir "besser als Freundschaftsspiele gegen Grönland" zu sein.

Ray, Du kennst welche die ihr Sky-Abo gekündigt haben. Ich kenne einige, die es zur kommenden Saison nach Pause wieder dabei sind, Grund: Zur Bundesliga kommt wieder die PL bei Sky dazu.

Eines ist immer: Veränderung.
Nach welchem Zeitraum auch immer der Mehrung wird ein Zeitraum der Reduktion kommen.
Ist nicht die Frage ob sondern sondern nur wann.

Rein begrifflich ist es ein wenig amüsant wenn von Traditionsvereinen gesprochen wird ... BVB ist AG, wir eine KGaA ... kann man schon von Traditionsunternehmen sprechen?
Das zeigt doch, dass wir alle so einiges schleichend mitmachen.

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