Lösung der Hertha Finanzen

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Zauberdrachin
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Re: Lösung der Hertha Finanzen

Beitrag von Zauberdrachin » 25.06.2018, 05:17

Jenner, hatte ich wirklich gesagt, Abschreibungen haben nichts mit realem Geldfluss zu tun oder nicht eher, dass Abschreibungen kein realer Geldfluss sind? Im zweiten Jahr einer Abschreibungs"periode" schreibe ich z.B. 2,5 Mio. ab. Ist da Geld geflossen in dem Jahr entsprechend dieser 2,5 Mio.? Nein!

Dass man um überhaupt abschreiben zu können auch mal was ausgegeben haben muss ist mehr als logisch, nie bestritten.

Schiller hatte auf der MV von alter Verbundenheit gesprochen bzw. genuschelt. Im MoPo-Artikel formuliert ein "Beteiligter" (wer auch immer das sein mag!) Erinnerungswert an bessere Zeiten.

Ich hatte geschrieben, dass auch Du soweit in der Welt stehen solltest, dass "alte Verbundeheit" zur Gesichtswahrung gewählt wurde. Klar deutlich gemacht, dass es eine Interpretation ist. Erinnerungswert an bessere Zeiten kommt dem meiner Meinung nach eh gleich.
Davon, dass beide Seiten erheblich davon etwas haben lese ich nirgends etwas. Wir haben die bis dahin geltende Provision von 12% der TV-Einnahmen auf 3% gesenkt.

Kurz zu elmex: Woher hast Du die Laufzeit bis 2025?

Für mich, das wollte ich auch deutlich machen, entsteht ein Problem in der Nachverfolgung der einzelnen Vertragsänderungsschritte. Ich find dazu im Netz gar nichts mehr und es war aber noch vor 4-5 Jahren drin.
Sorry, dass ich das mit den 12 % überblendet habe und weiterhin von den damals 20% von allen EInnahmen ausging.
Wann wurde das auf 12% geändert? Denn bei den 20% war die Befristung des Vertrages noch drin, auch schon extrem lang (weshalb ich von 2025 sprach). Unter DH ging der Vertrag mit den 20% zunächst noch bis 2021, so war mir.

Nunmehr wird von keiner Vertragslaufzeit mehr gesprochen, bedeutet dann, schon die 12% auf TV-Einnahmen waren demnach unbefristet. :eeky:
Da ist es tatsächlich ein Erfolg wenn man das durch eine Einmalzahlung auf 3% runterhandeln konnte, da Sportfive ja dauerhaft auf Vertragserfüllung hätte pochen können. Deswegen Gesichtswahrung ... unser Gesicht, weil wir mittlerweile Geld bezahlen ohne sichtbaren Gegenwert ... und Gesicht von Sportfive, weil sie "ohne Grund, ohne Not" auf 9% verzichten.

Für mich bleibt der ganze Ursprung der Entwicklung mit Sportfive (vormals UFA) schon irre. Damals mich geärgert, dass die CL-Teilnahme nicht zu einer Konsolidierung der EInnahmen verwendet wurde, ebenso dass wir uns am Umbau des Oly beteiligen mussten. Mussten?
Da müssen ja echt einige (oder alle?) davon ausgegangen sein, wir spielen dauerhaft international? Da tragen alle damals Verantwortlichen die Verantwortung für diesen Ursprung.
Und der damalige Aufsichtsrat ... finanzielle Fachkompetenz kann da keiner gehabt haben, sind genau die doch das Korrektiv bei Finanzen. Oder sehe ich da was falsch.

Alle danach tragen die Verantwortung dafür, dass finanziell nichts besser wurde. Waren sicherlich erschwerte Bedingungen, das schließt aber ein anderes Vorgehen auch nicht aus.

Wir sind meiner Meinung nach dreimal von der Bankrottschippe gesprungen. Erste Mal als Hans Mayer den Abstieg verhinderte. Zweite Mal beim zweiten Abstieg (da wird wieder mal Sportfive ...) und dritte Mal wenn der Einstieg von KKR nicht gekommen wäre.
Erst da konnte diese Katastrophenvereinbarung mit Sportfive (nunmehr Lagardère) auf ein Level heruntergedrückt werden, der so oder so immer noch schmerzt und weiter schmerzen wird, aber das laufende Geschäft nicht mehr dermaßen extrem behindert.

Und Sportfive war über Jahre solch ein Unternehmen, den der Untergang eines Klubs egal war. Der BVB kann ein Lied davon singen. Wenn die nicht diesen exorbitanten Aufstieg hinbekommen hätten ... Zorc sagte ja selbst, sie waren kurz vor dem Bankrott. Die hatten nur zum Glück echt so einen Aufschwung, dass sie nahezu dauerhaft in der CL blieben und den Vertrag mit Sportfive erfüllen zu können. Danach waren sie frei.

Tja, eigentlich irgendwie klar, dass UNS so etwas nicht gelang. :cry:

Es bringt ja nichts Vorwürfe an die Verantwortlichen der Vergangenheit stets zu wiederholen, da kann jeder auf einem rumhacken, je nach persönlicher Sichtweise.
KKR ist bisher ganz klar ein strategischer Investor. Sportfive war ein schlimmerer "Helfer" als es eine Bank jemals hätte sein können.

elmex, wieso muss denn Sportfive eine Gegenleistung jetzt noch erbringen, wo doch die Vertragsgrundlage recht weit in der Vergangenheit liegt?
Wo sie permanent Geld bereitstellten (da hast die Leistung), nur sich das mehr als profitabel vergüten ließen und lassen.

Jeder halbwegs finanziell angemessen denkende Mensch hätte doch irgendwann mal einen Weg eingeschlagen ... nicht dauernd mehr auszugeben als man einnimmt. Das war schon damals bei Roloff nicht anders, der ja mit eigenem Geld abdeckte.
Als wir mit Hilfe der UFA aufstiegen wurde es nicht anders ... zu keinem Zeitpunkt.
Ich frage mich bis heute, wie man solch ersten Vertrag überhaupt abschließen konnte, nicht mit festen Zinsen zu zahlen sondern in einem hohen Prozentsatz der Einnahmen. Allerdings ist die Antwort einfach, wenn die Alternative ein Konkurs gewesen wäre ... dafür hatte keiner den Ar... in der Hose.

Es kam nach und nach mehr finanzielles Know-How bei uns in den Aufsichtsrat, totale Experten jedoch erst mit Einstieg KKR.

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Re: Lösung der Hertha Finanzen

Beitrag von Pelle » 25.06.2018, 08:21

ZD: Das ist schon etwas merkwürdig. "Es bringt nichts auf den Verantwortlichen der Vergangenheit rumzuhacken". Soll das heißen, man soll die Sünden der Vergangenheit totschweigen, damit sie ungestört wiederholt werden können ? Und wenn Du sagst, "erst mit KKR kam wirtschaftliche Kompetenz in unsere GL" dann ist das noch merkwürdiger. Soll das heißen, dass IS in Wirklichkeit eher Bananenhändler als Finanzexperte war ? Fakt ist doch ganz einfach, dass Hertha sich im Vergleich mit anderen Vereinen zu langsam entwickelt. Sportlich und wirtschaftlich. Und das muss man als Vereinsmitglied schlichtweg anmahnen.

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Jenner
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Re: Lösung der Hertha Finanzen

Beitrag von Jenner » 25.06.2018, 11:43

Zauberdrachin hat geschrieben:
25.06.2018, 05:17
Kurz zu elmex: Woher hast Du die Laufzeit bis 2025?
Von Hertha selbst.
"Das edelste Beispiel für seelische Robustheit, verbunden mit einem feinen Schuss Selbstironie, ist seit jeher der Herthaner". - aus einem Vortrag im Rahmen eines Fachsymposiums zum Thema Resilienz

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Re: Lösung der Hertha Finanzen

Beitrag von Bad Man » 25.06.2018, 17:49

@Mineiro

Ich wollte eigentlich länger auf Deine Ausführungen eingehen, allein mir fehlt im Moment die Zeit. Ich hoffe, ich schaffe das noch einmal.

Grundsätzlich wollte ich auf eines hinweisen:

Vorweggenommene Einnahmen für Verluste verantwortlich zu machen, ist aus kaufmännischer Sicht nicht vertretbar. Die zu erwartenden Einnahmeausfälle sind in voller Höhe bekannt und können in die entsprechende Kalkulation für das Geschäftsjahr einfließen. Wenn man dennoch Verluste macht, hat man falsch kalkuliert.

Im übrigen haben die vorweg genommenen Einnahmen auch für Profite gesorgt, wie z. B. im Fall Raffael. Ohne diese vorweg genommenen Einnahmen hätte man ihn nicht für 4 Milionen Euro kaufen und später für 10 Millionen Euro verkaufen können.

Zauberdrachin
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Re: Lösung der Hertha Finanzen

Beitrag von Zauberdrachin » 26.06.2018, 05:05

Pelle hat geschrieben:
25.06.2018, 08:21
ZD: Das ist schon etwas merkwürdig. "Es bringt nichts auf den Verantwortlichen der Vergangenheit rumzuhacken". Soll das heißen, man soll die Sünden der Vergangenheit totschweigen, damit sie ungestört wiederholt werden können ? Und wenn Du sagst, "erst mit KKR kam wirtschaftliche Kompetenz in unsere GL" dann ist das noch merkwürdiger. Soll das heißen, dass IS in Wirklichkeit eher Bananenhändler als Finanzexperte war ? Fakt ist doch ganz einfach, dass Hertha sich im Vergleich mit anderen Vereinen zu langsam entwickelt. Sportlich und wirtschaftlich. Und das muss man als Vereinsmitglied schlichtweg anmahnen.
Man braucht da nichts Totschweigen, da es bekannt ist. Nur das Lernen aus diesen Dingen ist entscheidend. EIn immer wieder erwähnen ändert die Vergangenheit nicht. Lernen, um es dann mal anders zu machen, darum geht es doch.
Schiller sagte selbst, dass seit dem Einstieg von KKR für ihn vieles da in neue Dimensionen gegangen ist. Das ist auch kein Wunder, da KKR mit noch anderen Summen hantiert als bei uns.
Gesamtetat 2013/14 waren 69 Mio. ... 2018/19 131 Mio. ... eine Verdopplung in 5 Jahren.
Da ist eine Weiterentwicklung eigener Kenntnisse wohl zurecht geboien, oder nicht?
Zumal sich ja erst mit KKR andere Möglichkeiten überhaupt ergeben/ergaben.
Jenner hat geschrieben:
25.06.2018, 11:43
Zauberdrachin hat geschrieben:
25.06.2018, 05:17
Kurz zu elmex: Woher hast Du die Laufzeit bis 2025?
Von Hertha selbst.
Danke.
Also leisten sie ja doch was?
Oder sind die 3% nicht dafür?

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Re: Lösung der Hertha Finanzen

Beitrag von Drago1892 » 26.06.2018, 07:27

Zauberdrachin hat geschrieben:
26.06.2018, 05:05
Pelle hat geschrieben:
25.06.2018, 08:21
ZD: Das ist schon etwas merkwürdig. "Es bringt nichts auf den Verantwortlichen der Vergangenheit rumzuhacken". Soll das heißen, man soll die Sünden der Vergangenheit totschweigen, damit sie ungestört wiederholt werden können ? Und wenn Du sagst, "erst mit KKR kam wirtschaftliche Kompetenz in unsere GL" dann ist das noch merkwürdiger. Soll das heißen, dass IS in Wirklichkeit eher Bananenhändler als Finanzexperte war ? Fakt ist doch ganz einfach, dass Hertha sich im Vergleich mit anderen Vereinen zu langsam entwickelt. Sportlich und wirtschaftlich. Und das muss man als Vereinsmitglied schlichtweg anmahnen.
Man braucht da nichts Totschweigen, da es bekannt ist. Nur das Lernen aus diesen Dingen ist entscheidend. EIn immer wieder erwähnen ändert die Vergangenheit nicht. Lernen, um es dann mal anders zu machen, darum geht es doch.
Schiller sagte selbst, dass seit dem Einstieg von KKR für ihn vieles da in neue Dimensionen gegangen ist. Das ist auch kein Wunder, da KKR mit noch anderen Summen hantiert als bei uns.
Gesamtetat 2013/14 waren 69 Mio. ... 2018/19 131 Mio. ... eine Verdopplung in 5 Jahren.
Da ist eine Weiterentwicklung eigener Kenntnisse wohl zurecht geboien, oder nicht?
Zumal sich ja erst mit KKR andere Möglichkeiten überhaupt ergeben/ergaben.
Jenner hat geschrieben:
25.06.2018, 11:43

Von Hertha selbst.
Danke.
Also leisten sie ja doch was?
Oder sind die 3% nicht dafür?
nun ja man kann das mit dem Etat schon anerkennen, aber man sollte es auch relativieren, da die halbe Liga, wahrscheinlich bis auf Wolfsburg, ähnliche Entwicklungswerte beim Etat hat.
Im Moment boomt in der Liga noch vieles.

Gut 50% von der Verdopplung kommen schon alleine durch den neuen TV Vertrag, der ja nicht ohne Grund die TV-Einnahmen der Liga von heute auf morgen Verdoppelt hat.
Dazu war bei uns auch nicht ganz unerheblich, dass endlich alle 2. Ligaausflüge nicht mehr in dieser Wertung sind, stattdessen eben zwei super Ligaplatzierungen.

Es geht aber aufjedenfall in eine gute Richtung man sollte nur langsam auch mal seine massiven Ausgaben in den Griff bekommen.

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Jenner
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Re: Lösung der Hertha Finanzen

Beitrag von Jenner » 26.06.2018, 08:25

Zauberdrachin hat geschrieben:
26.06.2018, 05:05

Danke.
Also leisten sie ja doch was?
Oder sind die 3% nicht dafür?
Das Problem ist, dass SportFive weiterhin an den TV-Einnahmen partizipiert, obwohl sie dafür keinen Finger krumm machen. Die Gelder würden wir auch ohne die erhalten.
"Das edelste Beispiel für seelische Robustheit, verbunden mit einem feinen Schuss Selbstironie, ist seit jeher der Herthaner". - aus einem Vortrag im Rahmen eines Fachsymposiums zum Thema Resilienz

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Ray
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Re: Lösung der Hertha Finanzen

Beitrag von Ray » 26.06.2018, 09:57

Den wievielten Spieler verkauft Mainz jetzt (Diallo) völlig über Marktwert? Letztes Jahr Cordoba, zuvor Geis, es ist quasi jedes Jahr einer.
Auch die Eintracht (Rebic) hat gute Chancen auf überdimensionale Erlöse.
Wenn wir in diesem Konzert nicht mitspielen, werden wir leider den Anschluss selbst an Vereine wie Mainz verlieren.
Weiser ging definitiv zu günstig.
Jungs wie Stark müssen wir irgendwann einmal zu Gold machen und bei der 1999er Generation sind wir fast schon gezwungen, Arne Maier und co. ...
Ich ändere meine Meinung minütlich. Christian Lindner Fußballgott.

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Re: Lösung der Hertha Finanzen

Beitrag von MS Herthaner » 26.06.2018, 13:07

Ray hat geschrieben:
26.06.2018, 09:57
Den wievielten Spieler verkauft Mainz jetzt (Diallo) völlig über Marktwert? Letztes Jahr Cordoba, zuvor Geis, es ist quasi jedes Jahr einer.
Auch die Eintracht (Rebic) hat gute Chancen auf überdimensionale Erlöse.
Wenn wir in diesem Konzert nicht mitspielen, werden wir leider den Anschluss selbst an Vereine wie Mainz verlieren.
Weiser ging definitiv zu günstig.
Jungs wie Stark müssen wir irgendwann einmal zu Gold machen und bei der 1999er Generation sind wir fast schon gezwungen, Arne Maier und co. ...
Die Frage ist warum denn nicht für Stark oder Rekik solche Angebote kommen.
Meiner Meinung nach weil sie nur so gut bei uns funktionieren weil die komplette Mannschaft defensiv ausgerichtet ist.
Sobald wir höher agieren sieht man auch die Schwächen unserer IV.
Stehen wir tief ist der Aufgabenbereich der IV eher begrenzt weil vieles schon vorher sich neutralisiert.
Das antizipieren oder übergeben und vor allem der Spielaufbau sind da nicht so gefordert weil man meistens nach Ballgewinn nach hinten spielt.
Und vorne treten unsere offensiven Spieler sehr selten in Erscheinung.

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Ray
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Re: Lösung der Hertha Finanzen

Beitrag von Ray » 26.06.2018, 13:44

Mainz hat nun wahrhaftig letzte Saison nicht mehr gerissen als wir.
War denn Diallo derart auffälliger als Stark bei uns?
Oder fiel Diallo mehr auf, weil er 20 Aktionen im Spiel zu klären hatte und Stark bei uns - durch Umsicht und vorsichtiges Spiel seiner Vorderleute bedingt - nur 3?
Offensivleute zu formen im Dardai System halte ich für schwierig - insbesondere weil Talente (Selke war eine große Ausnahme!) im Offensivbereich unerschwinglich sind (man siehe Leihspieler Chelsea / ManCity...) und dann auch bei Dardai systemisch nicht sooo sehr Akzente setzen.
Aber mit Spielern DM / Abwehr und evt. Tor sollten wir schon jedes Jahr einen Megaverkauf anstreben.
Ich ändere meine Meinung minütlich. Christian Lindner Fußballgott.

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Herthafuxx
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Re: Lösung der Hertha Finanzen

Beitrag von Herthafuxx » 26.06.2018, 16:38

Also ich finde auch nicht, dass sich unsere Defensivleute unter Pal so wahnsinnig entwickeln. Stark fand ich diese Saison auch sehr fehlerhaft. Rekik hatte auch ein paar Aussetzer, welche Gegentore oder Großchancen für den Gegner brachten.
Für unsere Finanzen sollten wir jedes Jahr ein gutes Transferplus erzielen.

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Re: Lösung der Hertha Finanzen

Beitrag von Zauberdrachin » 12.08.2018, 02:17

Sir Alex, zu
"Sag du es mir:
Wann kann man mal Plus in der Jahresbilanz sehen? Was muss da alles zusammenkommen?"

Eine entscheidende Frage dazu wäre ja, ob ein Plus vordergründig überhaupt das Ziel ist oder die gesamte Wertsteigerung nicht viel mehr im Vordergrund steht. Diese ganze Diskussion um tatsächlich, strategisch, Abschreibungen bleibt mal außen vor.

Weiß jetzt nicht wann und wo es war, doch existiert eine Info, dass der Wert der KGaA von den damals beim EInstieg von KKR angesetzten 220 Mio. sich wohl in Richtung 350 Mio. bewegt hat. Wir suchen einen weiteren Investor. Damit da für Anteilsverkauf möglichst viel reinkommt ist ebenso der Wert der Anteile entscheidend.
Somit werden alle Einnahmen reinvestiert mit der Perspektive auf Wertsteigerung, wobei natürlich davon ausgegangen wird, dass das Geld im Fußball noch eine Weile immer mehr wird. Selbstredend ist das nicht risikobefreit.

Für mich läuft das nach wie vor auf Sommer 2020/Winter 20/21 hinaus und ob es selbst da unbedingt mit einem deutlichen Gewinn enden soll, da bin ich mir nicht sicher. Doch müsste es an sich da so sein. Erstmal: Wodurch? Z.B. durch Verkauf (mal rein fiktiv als reines Rechenbeispiel) von Maier zu Real Madrid für 100 Mio., was dann mal nicht "komplett" (ganz komplett geht eh nicht) reinvestiert werden dürfte um zu vermeiden, dass KKR von 9,7 auf 33% der Anteile springt ohne den entsprechenden Unterschiedswert abdrücken zu müssen.

Vorher machen irgendwelche Gewinne (für uns) nicht mal richtig Sinn, es sei denn man würde es für KKR schon zurücklegen. Und da ist es dann wieder ... zurücklegen oder reinvestieren. Kann man sich denken was geschehen wird.
Wenn man zu einem gewissen Zeitpunkt von einem höheren Gewinn ausgeht ... um das Geld nicht an Steuern zu verlieren, da machen Verluste per Verlustvortäge dann wieder Sinn, die man vom Gewinn abziehen kann.

Die Steigerung des Werts der KGaA steht im Vordergrund, der Wert der Anteile soll immer weiter steigen. Jeder sich andeutende Gewinn würde prompt reinvestiert. Übrigens merkte man auch deutlich wie wichtig es zu sein scheint, dass der Etat von Saison zu Saison wächst, sprich behälst Gewinne ein, geht das vom Etat ab.
Von daher ist vor Sommer 2020 meiner Meinung nach nicht damit zu rechnen, dass ein ich sag jetzt mal von allen als Gewinn akzeptierter Gewinn überhaupt auftaucht.
EInzig etwas Unvorhergesehenes wie z.B. Pokalsieg und keine zügige Reinvestitionsmöglichkeit würde ein Gewinn schon im nächsten Sommer hervorrufen.

Wobei ich richtig sauer werden würde ist Folgendes:
Man hätte die Möglichkeit KKR Janaur 2021 "auszubezahlen", würde es nicht tun oder die hätten dann doch die Entscheidungshoheit lieber die weiteren Anteile zu nehmen. Bis zur Auflösung dieses "Rätsels" dauert es noch.
Logischerweise gibt es hier zwei Fraktionen. Die eine sagt, wir vermachen das "wie immer", die andere sagt "wir bekommen das hin".

Es geht bei dem allen weniger darum, ob man das alles nun gut findet oder nicht. Es ist eine Frage welche Einstellung KKR und unsere KGaA haben und ob das dann so abläuft wie sich die KGaA das gedacht hat.

herthamichi
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Re: Lösung der Hertha Finanzen

Beitrag von herthamichi » 12.08.2018, 03:50

Zauberdrachin hat geschrieben:
12.08.2018, 02:17
Wobei ich richtig sauer werden würde ist Folgendes:
Man hätte die Möglichkeit KKR Janaur 2021 "auszubezahlen", würde es nicht tun oder die hätten dann doch die Entscheidungshoheit lieber die weiteren Anteile zu nehmen. Bis zur Auflösung dieses "Rätsels" dauert es noch.
Logischerweise gibt es hier zwei Fraktionen. Die eine sagt, wir vermachen das "wie immer", die andere sagt "wir bekommen das hin".

Es geht bei dem allen weniger darum, ob man das alles nun gut findet oder nicht. Es ist eine Frage welche Einstellung KKR und unsere KGaA haben und ob das dann so abläuft wie sich die KGaA das gedacht hat.
Ich befürchte, Du wirst noch richtig sauer werden. Siehst Du irgendwo, dass man da in den Bilanzen von Hertha BSC
Gelder hinterlegt hat, um Rückzahlungen an KKR zu gewährleisten?. Fachbegriffe vermeide ich in diesem Haifischbecken
hier lieber. Alle bisherigen Aussagen von Schiller liefen darauf hinaus, dass man die 33% - Übernahme der Hertha durch
die KKR gut heißen würde.

Es ist nun Deine Hoffnung, ein neuer Investor wäre in der Lage, die KKR auszubezahlen, um dem mittlerweile
gestiegenen Kapitalwert der Hertha Rechnung zu tragen. Wegen des automatisch auch wegen der Fernsehgelder
gestigenen Kapitalwertes der Hertha würde ein neuer Investor entscheidend weniger Anteile an Hertha erhalten.
Nur wo ist denn dieser Investor?. Die gleiche Frrage könnte man bei einer Stadionfrage stellen.

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Re: Lösung der Hertha Finanzen

Beitrag von Drago1892 » 12.08.2018, 15:10

Ich wollte gerade sagen, Schiller hat doch deutlich und mehrfach betont, dass es überhaupt nicht unser Interesse ist KKR wieder abzulösen, sondern ganz im Gegenteil, dass sie quasi eh schon aufgestockt haben und dort meiner Meinung überhaupt das Interesse an dem ganzen Deal für KKR liegt, quasi 30% zum Preis von 10% zu erhalten, das wirkt für mich so oder so wie eine von vorne rein getätigte Absprache, die uns nur die "Fremdübernahme" einfacher und schmackhafter machen sollte..ist eben so anders, als ob die sofort mit 30% eingestiegen wären...letztlich aber eben genau dasselbe, sollte es so kommen.

Natürlich würde sich ein "Wundertransfer" GANZ anders auf alle Planungen auswirken, aber den kann man eben zu 0% planen und der ist auch gegen 0% realistisch.
Interessanter ist dann wohl eher ein vielleicht mal möglicher 30+ Millionen Transfer....da glaub ich bei unserem Manager und Standing zwar nicht dran, aber der ist auf jeden Fall nicht unmöglich.
Aber auch der würde gerade mal unsere Neuverschuldung decken, es stellt sich ja auch die Frage ob dadurch KKR gleich wieder neue Anteile mit zusätzlichen Sicherheiten kassieren würde und dann wären die ja schon bei 49%.

Man wird auch nicht einen Abverkauf aller "wertvollen" Spieler erwägen, um KKR auszuzahlen.

Ich finde dein Gedankenspiel an sich sehr gut und interessant, es mag VIELLEICHT nicht das Ziel sein GEWINNE zu erzielen, aber liebe Drachin es ist sicherlich AUCH nicht sinnvoll oder das Ziel MASSIVE Verluste einzufahren, wie es jedes Jahr passiert...folgt man deinem Plan, dann ist es das Interesse +/- 0 zu kommen, aber sicherlich nicht 8 Mio Miese jedes Jahr zu machen, denn diese Verbindlichkeiten wird man nie wieder los, es sei dann man wandelt wieder Anteile um, oder zahlt eben davor Steuern auf die entsprechenden Gewinne.

Wenn ein Investor schon knapp 10% hält und auch noch die Option auf dann am Ende 30% hat, ist unser Verein alles nur nicht besonders interessant für einen anderen Investor.
Die Wertsteigerung mag schön und gut sein, aber die betrifft auch 15 andere Bundesligisten, die ähnlich oder sogar dann deutlich interessanter für den Investor werden.

Man hofft auf den Investor, dem unser Verein am Herzen liegt, aber den wird es in der Realität wohl kaum oder nur sehr sehr glücklich geben. Die wären bei besseren Angeboten auch alle zu nem anderen Verein gegangen, sei es nun Roman bei Chelsea etcpp.

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Re: Lösung der Hertha Finanzen

Beitrag von PREUSSE » 12.08.2018, 16:21

Drago1892 hat geschrieben:
12.08.2018, 15:10

Man hofft auf den Investor, dem unser Verein am Herzen liegt, aber den wird es in der Realität wohl kaum oder nur sehr sehr glücklich geben.
Das glaube ich nicht, das man auf einen Investor hofft. Das ist Teil eines Plans und Strategie von Gegenbauer, den Fans vorzugaugeln man täte dies.
Keiner kann mir ernsthaft glaubhaft machen, das sich in über 10 Jahren, so lange erzählt Gegenbauer er suche einen Investor, kein Erfolg sich einstellen würde. Dafür gibt es Vermittler. Hertha ist der Fussball Club der Hauptstadt Deutschlands. Der weltweit attraktiven Stadt Berlin und dafür findet sich kein Investor? Lächerlich. Wer das glaubt, glaubt vermutlich auch an den Weihnachtsmann. :grin:

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Re: Lösung der Hertha Finanzen

Beitrag von Herthafuxx » 12.08.2018, 16:42

Wie attraktiv ist es für einen potentiellen Investor, wenn er weiß, dass das Geld lediglich für die Aufrechterhaltung des Spielbetriebs benötigt wird. In den letzten Jahren hätten wir jährlich 8 Mios gebraucht, um eine ausgeglichene Bilanz zu haben.
Unter DH wurde auf künftige CL-Einnahmen vorgegriffen und nun geben wir schon den möglichen Transfercoup aus. Das wundert aber auch nicht, wenn man weiß, dass der GF Finanzen unter DH und auch heute immer noch der Gleiche ist.

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Re: Lösung der Hertha Finanzen

Beitrag von ratlos » 12.08.2018, 16:45

Das kann man auch keinem erzählen der seine Sinne noch beisammen hat.
Sicher gibt und gab es Interessenten ,nur nicht zu den Konditionen von diesen Herrschaften.
Kohle geben und Fresse halten ,das macht keiner außer KKr die ein bisschen Monopoly Geld in den Ring geschmissen haben.
Ein Investor schaut sich alles genau an ,und gibt doch solchen Underperformern nicht 100 oder 200 Millionen damit sie es wieder versenken können.
So einer würde umfassende Veränderungen fordern im Management.Und das würde das Ende bedeuten für diese ganze Clique.
Und da die das nie zulassen würden ,wird es auch keinen Investor geben..

PREUSSE
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Re: Lösung der Hertha Finanzen

Beitrag von PREUSSE » 12.08.2018, 16:49

Herthafuxx hat geschrieben:
12.08.2018, 16:42
Wie attraktiv ist es für einen potentiellen Investor, wenn er weiß, dass das Geld lediglich für die Aufrechterhaltung des Spielbetriebs benötigt wird. In den letzten Jahren hätten wir jährlich 8 Mios gebraucht, um eine ausgeglichene Bilanz zu haben.
Unter DH wurde auf künftige CL-Einnahmen vorgegriffen und nun geben wir schon den möglichen Transfercoup aus. Das wundert aber auch nicht, wenn man weiß, dass der GF Finanzen unter DH und auch heute immer noch der Gleiche ist.
Bei aller Kritik an der Geschäftsführung von Hertha nehme ich Schiller aus. Die Probleme die Hertha hat und die durch welche Hertha dahin gebracht wurde, wo Hertha heute steht, hat Schiller nicht zu verantworten.
Zu dem Investor. Einem potentiellen Investor interessieren diese Peanuts nicht. Ein potenzieller Inverstor weiß um Anlaufprobleme und um eine Anschubfinanzierung. hat i.d.R. jedoch klare Vorstellungen bezüglich der Umsetzung des Plans, insbesondere trifft das zu auf die zukünftige Führung des Clubs zu. Man kann davon ausgehen das nahezu alle bisher verantwortlichen Köpfe rollen werden und durch neue unverbrauchte ersetzt werden und das ist auch gut so, diese jahrelange Betriebsblindheit zu beenden.
Letzteres wird aber erst geschehen, wenn Werner Gegenbauer nicht mehr Präsident ist.

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Re: Lösung der Hertha Finanzen

Beitrag von Herthafuxx » 12.08.2018, 16:52

ratlos hat geschrieben:
12.08.2018, 16:45
Das kann man auch keinem erzählen der seine Sinne noch beisammen hat.
Sicher gibt und gab es Interessenten ,nur nicht zu den Konditionen von diesen Herrschaften.
Kohle geben und Fresse halten ,das macht keiner außer KKr die ein bisschen Monopoly Geld in den Ring geschmissen haben.
Ein Investor schaut sich alles genau an ,und gibt doch solchen Underperformern nicht 100 oder 200 Millionen damit sie es wieder versenken können.
So einer würde umfassende Veränderungen fordern im Management.Und das würde das Ende bedeuten für diese ganze Clique.
Und da die das nie zulassen würden ,wird es auch keinen Investor geben..
Für KKR ist es die Möglichkeit für nen Appel und ne Ei 33 % von einem Bundesligisten zu bekommen.

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Re: Lösung der Hertha Finanzen

Beitrag von Zauberdrachin » 12.08.2018, 23:11

herthamichi hat geschrieben:
12.08.2018, 03:50
Zauberdrachin hat geschrieben:
12.08.2018, 02:17
Wobei ich richtig sauer werden würde ist Folgendes:
Man hätte die Möglichkeit KKR Janaur 2021 "auszubezahlen", würde es nicht tun oder die hätten dann doch die Entscheidungshoheit lieber die weiteren Anteile zu nehmen. Bis zur Auflösung dieses "Rätsels" dauert es noch.
Logischerweise gibt es hier zwei Fraktionen. Die eine sagt, wir vermachen das "wie immer", die andere sagt "wir bekommen das hin".

Es geht bei dem allen weniger darum, ob man das alles nun gut findet oder nicht. Es ist eine Frage welche Einstellung KKR und unsere KGaA haben und ob das dann so abläuft wie sich die KGaA das gedacht hat.
Ich befürchte, Du wirst noch richtig sauer werden. Siehst Du irgendwo, dass man da in den Bilanzen von Hertha BSC
Gelder hinterlegt hat, um Rückzahlungen an KKR zu gewährleisten?. Fachbegriffe vermeide ich in diesem Haifischbecken
hier lieber. Alle bisherigen Aussagen von Schiller liefen darauf hinaus, dass man die 33% - Übernahme der Hertha durch
die KKR gut heißen würde.

Es ist nun Deine Hoffnung, ein neuer Investor wäre in der Lage, die KKR auszubezahlen, um dem mittlerweile
gestiegenen Kapitalwert der Hertha Rechnung zu tragen. Wegen des automatisch auch wegen der Fernsehgelder
gestigenen Kapitalwertes der Hertha würde ein neuer Investor entscheidend weniger Anteile an Hertha erhalten.
Nur wo ist denn dieser Investor?. Die gleiche Frrage könnte man bei einer Stadionfrage stellen.
Ich hatte schon geschrieben, dass ich von einer Kalkulation ausgehe, wenn, dann die entsprechenden Gelder direkt im Sommer 2020 oder Winter 20/21 einzunehmen, weil bis dahin wegen eben der Werterhöhung alles reinvestiert wird. Hast das überlesen?

Und mit einer Aufstockung der Anteile von KKR konnte Schiller nur die freien 16% gemeint haben, da die anderen als Sicherheitsleistung vertragsgemäß blockiert sind. Da kann keine Seite ran vor dem Datum bzw. vor einer Zahlung die die Sicherheitsleistung aufhebt.

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Drago, woher nimmst Du die "Weisheit", dass Schiller betont hätte (Quelle bitte), es bestehe gar keine Absicht KKR jemals auszubezahlen?
Ich teile dahingehend die Auffassung, dass bis Sommer 2020 oder Winter 20/21 keine Absicht dazu besteht.

Klar ist auch, dass die größere Planungssicherheit bei KKR liegt. Bezahlen wir das nicht, springen sie Ende Januar mit den Anteilen auf 33%. Kann man von einem Kapitalunternehmen eh erwarten, dass die sich absichern und selbstredend auch einen Profit ziehen wollen, ist nicht verwerflich.
Unser Risiko ist in gewissem Sinne überschaubar. Bekommst KKR nicht ausbezahlt, musst wenigstens nicht irgendwoher Kredite holen oder wen zwangsverkaufen, sondern überlässt denen die Anteile. Mal rein ohne Bewertung weiterhin.
Egal welche Variante, beides hat zur Folge, dass ein zwangsweises Eingreifen in das finanzielle Tagesgeschäft (Etat) entfällt. Und das ist stets im Interesse beider Seiten, des Investors und des Klubs.

KKR hatte zudem wie unser Verein auch gesagt, dass das Abkommen erst einmal für 7 Jahre gilt, weshalb KKR auch somit klar als strategischer Investor gilt, natürlich auch in ihrem eigenen Sinne.

Drago, da stimme ich vollkommen zu, ein Abverkauf aller wertvollen Spieler wird es nicht geben. Es müsste so etwas eher Extremes sein wie in meinem rein fiktiven Rechenbeispiel. Wie da so jeder hier die Wahrscheinlichkeiten sieht, brauchen wir nicht neu zu diskutieren.

Die von Dir als massive Verluste bewerteten Verluste, dazu habe ich eine andere Bewertung, doch auch das wurde bereits zu Genüge diskutiert hier. Zudem denke ich, dass wenn die "Verluste" in irgendeiner Form eine "Bedrohung" darstellen würden, der Aufsichtsrat (in dem KKR ja auch vertreten ist) intervenieren würde, was wir dann allerdings wohl nicht mitbekämen.

Deine Sorge hinsichtlich eines weiteren Investors ... dass KKR noch sozusagen einen Daumen auf weitere Anteile hat, dürfte einen wirklich und mit hoher Summe interessierten Investor nicht abhalten. Er könnte im Rahmen einer z.B. Übernahme der offenen 16% Anteile zum jetzigen Wert die Bedingung stellen, dass damit auch KKR abgelöst wird, womit 24% Anteile erneut frei werden auf die zugegriffen werden kann.
Meiner Meinung nach spielt die Stadionfrage eine nicht unerhebliche Rolle, wenn es um weiteren Investor geht.

EIn solcher Investor wird definitiv nicht wieder ein Kapitalunternehmen sein, sondern ein Unternehmen welches Produkte oder Dienstleistungen anbietet. Und für ein solches wäre es wenig interessant groß einzusteigen, wenn man z.B. keine Namensrechte für das Stadion als Werbeeffekt mit erwerben kann. So meine Vermutung.

Ein Investor, dem unser Verein am Herzen liegt, sitzt mit Pudwill soagr im Aufsichtsrat. Der ist aber auch ein erfahrener Geschäftsmann im großen Stil. Von daher wird ein Investor (dem unser Verein gar nicht am Herzen liegen muss) bestimmte Dinge noch voraussetzen bevor er einsteigt.

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elmex
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Re: Lösung der Hertha Finanzen

Beitrag von elmex » 13.08.2018, 00:08

Schalke kassiert 37 Mio. €, für den 21 Jährigen Innenverteidiger Thilo Kehrer, von PSG.

herthamichi
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Re: Lösung der Hertha Finanzen

Beitrag von herthamichi » 13.08.2018, 00:19

Zauberdrachin hat geschrieben:
12.08.2018, 23:11
herthamichi hat geschrieben:
12.08.2018, 03:50


Ich befürchte, Du wirst noch richtig sauer werden. Siehst Du irgendwo, dass man da in den Bilanzen von Hertha BSC
Gelder hinterlegt hat, um Rückzahlungen an KKR zu gewährleisten?. Fachbegriffe vermeide ich in diesem Haifischbecken
hier lieber. Alle bisherigen Aussagen von Schiller liefen darauf hinaus, dass man die 33% - Übernahme der Hertha durch
die KKR gut heißen würde.

Es ist nun Deine Hoffnung, ein neuer Investor wäre in der Lage, die KKR auszubezahlen, um dem mittlerweile
gestiegenen Kapitalwert der Hertha Rechnung zu tragen. Wegen des automatisch auch wegen der Fernsehgelder
gestigenen Kapitalwertes der Hertha würde ein neuer Investor entscheidend weniger Anteile an Hertha erhalten.
Nur wo ist denn dieser Investor?. Die gleiche Frrage könnte man bei einer Stadionfrage stellen.
Ich hatte schon geschrieben, dass ich von einer Kalkulation ausgehe, wenn, dann die entsprechenden Gelder direkt im Sommer 2020 oder Winter 20/21 einzunehmen, weil bis dahin wegen eben der Werterhöhung alles reinvestiert wird. Hast das überlesen?

Und mit einer Aufstockung der Anteile von KKR konnte Schiller nur die freien 16% gemeint haben, da die anderen als Sicherheitsleistung vertragsgemäß blockiert sind. Da kann keine Seite ran vor dem Datum bzw. vor einer Zahlung die die Sicherheitsleistung aufhebt.
Also bestätigst Du ja hiermit, dass die 33% eigentlich unweigerlich weg sind, sofern nichts Außergewöhnliches passiert.
Wenn Du das jetzt schom weißt, warum willst Du dann später noch mal so richtig sauer werden. :mrgreen:

Zauberdrachin
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Re: Lösung der Hertha Finanzen

Beitrag von Zauberdrachin » 13.08.2018, 01:19

Ach michi, jetzt fang Du doch nicht auch noch so absichtlich fehlinterpretierend an. :eeky:

herthamichi
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Re: Lösung der Hertha Finanzen

Beitrag von herthamichi » 13.08.2018, 03:12

Zauberdrachin hat geschrieben:
13.08.2018, 01:19
Ach michi, jetzt fang Du doch nicht auch noch so absichtlich fehlinterpretierend an. :eeky:
fehlinterpretierend : Na ja, ich kann mir schon vorstellen, was da in Deinem Kopf so vorgeht und wie Du das alles gemeint
hast. Die gegenwärtige Stimmung - insbesondere in diesem Forum hier sieht anders aus - und vermutlich würde auch
ich mich in einem ehemaligen offiziellen Hertha BSC - Forum wohler fühlen als in diesem Dschungel, der ein Hi - Fortsatz ist.

Das ändert aber nichts am Thema: Was Du prognostiziert, ist schlichtweg die Hoffnung auf einen Lottogewinn. Die Leute
im MoPo - Blog wissen längst alle, es wird keine Rückzahlung an die KKR geben und wenn Du dann das Gegenteil behaupten
willst, dann benenne Deine Quellen oder benenne Deine exklusive Sichtweise als Hoffnung.

Drago1892
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Re: Lösung der Hertha Finanzen

Beitrag von Drago1892 » 13.08.2018, 13:51

Zauberdrachin hat geschrieben:
12.08.2018, 23:11

Drago, woher nimmst Du die "Weisheit", dass Schiller betont hätte (Quelle bitte), es bestehe gar keine Absicht KKR jemals auszubezahlen?
Ich teile dahingehend die Auffassung, dass bis Sommer 2020 oder Winter 20/21 keine Absicht dazu besteht.

Klar ist auch, dass die größere Planungssicherheit bei KKR liegt. Bezahlen wir das nicht, springen sie Ende Januar mit den Anteilen auf 33%. Kann man von einem Kapitalunternehmen eh erwarten, dass die sich absichern und selbstredend auch einen Profit ziehen wollen, ist nicht verwerflich.
Unser Risiko ist in gewissem Sinne überschaubar. Bekommst KKR nicht ausbezahlt, musst wenigstens nicht irgendwoher Kredite holen oder wen zwangsverkaufen, sondern überlässt denen die Anteile. Mal rein ohne Bewertung weiterhin.
Egal welche Variante, beides hat zur Folge, dass ein zwangsweises Eingreifen in das finanzielle Tagesgeschäft (Etat) entfällt. Und das ist stets im Interesse beider Seiten, des Investors und des Klubs.

KKR hatte zudem wie unser Verein auch gesagt, dass das Abkommen erst einmal für 7 Jahre gilt, weshalb KKR auch somit klar als strategischer Investor gilt, natürlich auch in ihrem eigenen Sinne.

Drago, da stimme ich vollkommen zu, ein Abverkauf aller wertvollen Spieler wird es nicht geben. Es müsste so etwas eher Extremes sein wie in meinem rein fiktiven Rechenbeispiel. Wie da so jeder hier die Wahrscheinlichkeiten sieht, brauchen wir nicht neu zu diskutieren.

Die von Dir als massive Verluste bewerteten Verluste, dazu habe ich eine andere Bewertung, doch auch das wurde bereits zu Genüge diskutiert hier. Zudem denke ich, dass wenn die "Verluste" in irgendeiner Form eine "Bedrohung" darstellen würden, der Aufsichtsrat (in dem KKR ja auch vertreten ist) intervenieren würde, was wir dann allerdings wohl nicht mitbekämen.

Deine Sorge hinsichtlich eines weiteren Investors ... dass KKR noch sozusagen einen Daumen auf weitere Anteile hat, dürfte einen wirklich und mit hoher Summe interessierten Investor nicht abhalten. Er könnte im Rahmen einer z.B. Übernahme der offenen 16% Anteile zum jetzigen Wert die Bedingung stellen, dass damit auch KKR abgelöst wird, womit 24% Anteile erneut frei werden auf die zugegriffen werden kann.
Meiner Meinung nach spielt die Stadionfrage eine nicht unerhebliche Rolle, wenn es um weiteren Investor geht.

EIn solcher Investor wird definitiv nicht wieder ein Kapitalunternehmen sein, sondern ein Unternehmen welches Produkte oder Dienstleistungen anbietet. Und für ein solches wäre es wenig interessant groß einzusteigen, wenn man z.B. keine Namensrechte für das Stadion als Werbeeffekt mit erwerben kann. So meine Vermutung.

Ein Investor, dem unser Verein am Herzen liegt, sitzt mit Pudwill soagr im Aufsichtsrat. Der ist aber auch ein erfahrener Geschäftsmann im großen Stil. Von daher wird ein Investor (dem unser Verein gar nicht am Herzen liegen muss) bestimmte Dinge noch voraussetzen bevor er einsteigt.

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Ich sehe die Aussage du du selbst von Schiller interpretierst komplett andersrum, eben dass er nicht die 16% meint, sondern für mich offensichtlich die Option von KKR, die der Verein eben nicht beabsichtigt "zurückzukaufen", weil man dies schlichtweg einfach gar nicht können wird.

EIGENTLICH fange ich seit einiger Zeit langsam damit an deine Beiträge mehr zu mögen als früher, also lass doch bitte den Quatsch mit Weisheitsvorwurf etc.....ich sag hier was ich denke und meine und natürlich keine Belehrungen etcpp. dies sollte ja wohl auch klar sein.

Wie du die Aussage Schillers da anders siehst, ist mir genauso schleierhaft, wie dir anscheinend meine Sicht, aber das ist wohl Interpretationssache und aus meiner Sicher auch vollkommen ok.
Darauf basieren ja auch Diskussionen, wären alle einer Meinung, könnten wir das Forum hier so oder so schließen :).
Damit hast du ja die Quelle selbst gegeben, die Aussage von Schiller ist ja jedem Bekannt.

Wie ich auch klar sagte ist sowas immer Situationsabhängig, ich rechne aber nicht einfach so mit Ablösen in solch hohen Summen, die es uns natürlich deutlich einfacher diesbezüglich machen würden und viel mehr Spielräume ermöglichen. Wenn sie kommen, dann gerne, ich rechne aber immer, genau wie in der Stadionsache, mit dem was da ist und eher am Worstcase orientiert, statt mit solchen Dingen.

Ebenfalls, dass nicht einfach so ein viel "besserer" Gönner auftritt oder unsere Schulden sich in Luft auflösen.
Und damit bekräftige ich auch wieder, dass ich Schillers Aussage genau andersrum sehe als du, denn Schiller waren damals bei der Aussage unsere Verbindlichkeiten bekannt und auch sicherlich schon, dass noch weitere regelmäßig dazukommen würden.....wem sollte das auch klarer sein, als genau ihm?

Ansonsten sind wir bei dem ganzen Thema gar nicht so weit auseinander, ich sehe dies alles ähnlich.

Wäre auch mitunter gar nicht so verkehrt, wenn KKR z.b. nicht abgelöst wird, stattdessen nochmal aufstockt und dafür wieder die Schulden streicht....dann hätten sie ja auch genug Prozente, wo es auch interessant wird einfach mal ein paar 100 Millionen Euro Stadion in Eigenregie zu bauen, welches ihnen natürlich dann auch alleine gehört...

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