Die eigene Haustür - Thread für deutsche und EU-Innenpolitik

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Herthort
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Re: Die eigene Haustür - Thread für deutsche und EU-Innenpolitik

Beitrag von Herthort » 06.07.2018, 20:40

PREUSSE hat geschrieben:
05.07.2018, 23:26
Herthort hat geschrieben:
05.07.2018, 20:05


War ja schon zu Beginn mal gefragt und ich hatte mich dagegen entschieden. Und ich sehe mich bestätigt in meinem Entschluss. Das trägt gerade in der aktuellen Diskussion zu nichts sinnvollem bei.
Wie händelt es eigentlich die Schweiz @Herthort bezüglich der Migranten, welche in die Schweiz wollen?
Schwierige Frage, so allgemein. Kann ich nicht richtig vergleichen. Hier in der Schweiz händelt man es "im Prinzip" vermutlich nicht wesentlich anders. Jedes Land hat aber ja ein andere Ausgangslage und Geschichte:

Wir haben schweizweit mit einem Ausländeranteil von 25% eine ziemlich hohe Quote. In der Stadt Zürich 32% und in dem Teil wo ich wohne dürften es deutlich über 40% sein. Bei uns im Wohnhaus sogar 80%. Die Zahl der im Ausland geborenen erreicht mit 29% gem OECD einen Spitzenplatz. Mitbewohner mit Migrationshintergrund hat es entsprechend noch mehr. Wenn man Grösse und Lage des Landes anschaut, erklärt sich vieles. Ein grösserer Teil der Migranten kommt aus den EU-Ländern, Migration aus EU ist also für uns gewichtiges Thema. Benachbarte Deutsche und Italiener haben einen hohen Anteil.
Quellen: http://www.oecd.org/els/mig/keystat.htm und https://www.bfs.admin.ch/bfs/de/home/st ... atuts.html


Wie jedesmal, besonders wenn es wieder grössere (Flüchtlings-)Migrationswellen gibt, werden immer wieder ähnliche Dinge diskutiert und das Thema ist bei uns in der Schweiz schon lange rechtspolitisch besetzt. Auf eine Art, die in Deutschland lange nicht möglich, bzw. tabuisiert war und noch ist. Daran gewöhnen werde ich mich an die Attitüde dieser Genossen trotzdem nie. So richtig angefangen hat es IMHO 1968. Und verschiedene Volksabstimmungen zu Migrationsthemen schafften es ja bis in die ausländischen Medien (z.B. Minarett-Verbot). Was deine Frage am ehesten beantworten dürfte: Ein kleiner Überblick über die Geschichte zu Zuwanderungsinitiativen, wie diese Volksabstimmungen heissen, dazu findet sich hier.

Themen dazu sind z.B. auch die Streitereien mit der EU, weil die damals keine CH-EU-Limiten wollten und die Schweiz ab und zu einen temporären Stopp und somit eine mengenmässig kontrollierte Zuwanderung, oder die Italiener keine Flüchtlinge zurücknehmen wollen. Aber na gut, die EU ist Thema für sich, noch mehr und besonders aus der Sicht der Schweiz. Ebenso Thema sind Flüchtlinge aus Ländern, die aus nicht anerkannten Krisengebieten kommen (aktuell thematisierte: kosovarischer Pseudo-Familiennachzüge, Eritreer die trotz Verfolgung regelmässig "nach Hause" in die Ferien fliegen). Was z.B. bei Flüchtlingen generell in relativ neuerer Zeit eingeführt wurde und sicher geholfen hat den Druck von den Zentren zu nehmen, ist eine beschleunigte und abschliessende Behandlung der Anträge. Ebenso "anerkannte" Flüchtlings-Länder und andere. Selbstverständlich kennt die Linke auch hier nur anerkannte, dir rechte gar keine. Wobei z.B. die Schweiz mitzieht, ist, dass die Polizei und die Medien vermeiden, die Nationalität von Straftätern zu erwähnen. Finde das in den meisten Fällen aber auch ok. Im Allgemeinen finde ich, dass die Integration im wesentlichen eigentlich gut funktioniert. Ghettoisierung findet nicht so extrem statt. Dazu gibt es auch eine Statistik auf der bfs.admin.ch-Seite, die vielleicht nicht ganz so optimistisch wie ich ist.

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Ray
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Re: Die eigene Haustür - Thread für deutsche und EU-Innenpolitik

Beitrag von Ray » 06.07.2018, 20:46

Herthort:
Unter Eurer "Ausländerquote" ist ein unglaublich hoher Anteil top qualifiziertes Spitzenpersonal.
Aber auch deutlich darunter, sei es als Kellnerin, wird meist hart gearbeitet und auch gut verdient.

Bei uns hingegen? "Hoch qualifiziert"? Wie viele Inder kamen denn als die Green Card eingeführt wurde? "Hoch qualifiziert" dürfte im Promillebereich liegen. Beim Großteil kann man sagen "wenn er/sie es schafft, einen Späti oder Imbiss zu führen, ist weit überdurchschnittlich viel aus ihm/ihr geworden".
Ich möchte mit dieser wahren Aussage keine Menschen abwerten, sondern Deutschlands absurde "Einwanderung"spolitik.
Ich ändere meine Meinung minütlich. Christian Lindner Fußballgott.

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Re: Die eigene Haustür - Thread für deutsche und EU-Innenpolitik

Beitrag von Opa » 06.07.2018, 20:51

Nun Ray, auch Du musst die von mir aufgeworfenen Fragen beantworten, ein Daumen nach oben ist keine Antwort. Auch ist das kein Ausdruck einer Haltung. Wie wollen wir es also halten mit dem Schutz der Außengrenzen? Das australische Modell fahren, niemanden ins Land zu lassen, bis das Verfahren abgeschlossen ist?

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Re: Die eigene Haustür - Thread für deutsche und EU-Innenpolitik

Beitrag von Herthort » 06.07.2018, 20:58

@ray: Deine Theorien gehen nicht so einfach auf. Ich hab ja wenig Probleme damit, aber wem nimmt der hochqualifizierte den Job weg? Diese konkurrieren erst recht um die Jobs der Einwohner. Und es gibt auch z. B. hochqualifierte ausländische Chefs die gerne bevorzugt Landsleute einstellen. Bewege mich auch im Bereich von "qualifizierten Jobs" , ist da nicht nur Theorie.

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Re: Die eigene Haustür - Thread für deutsche und EU-Innenpolitik

Beitrag von Ray » 06.07.2018, 21:19

Opa: Wenn ich die Lösung wüsste säße ich hoch bezahlt in Brüssel.
Wir brauchen eine europäische Konsenslösung. Im Mittelmeer dürfen keine Menschen sterben. Abschiebeanstalten müssen human sein. Aber es muss auch ein Zeichen gesetzt werden "so wirklich lohnt sich die Überfahrt und anschließende Einwanderung in das EU-Sozialsystem nicht".
Für Menschen, die hier arbeiten können und wollen - und sei es als Paketfahrer - sollte die Tür einen Spalt weit geöffnet sein.
Einwanderungsgesetz ist der richtige Schritt, es sollte nur ein akzeptables sein und kein hohler Rahmen.
Binnenwanderungen von Österreich nach Deutschland und zurück sind eine Marginalie, da wird am völlig falschen Punkt diskutiert.
Wer nach Deutschland will und sich innerhalb der EU bedindet ist zu 96% bereits in Deutschland.
Ich ändere meine Meinung minütlich. Christian Lindner Fußballgott.

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Re: Die eigene Haustür - Thread für deutsche und EU-Innenpolitik

Beitrag von Ray » 06.07.2018, 21:22

@ Herthort: Ich kenne mich nicht so sehr in der Schweiz aus, um sagen zu können, ob qualifizierte Zuwanderer Schweizern den Job weg nehmen. Nur weiss ich: Die Schweiz lebt vom Internationalismus, vor allem von Bankkonten der Nichtschweizer in der Schweiz. So einfach zu sagen "Geld darf hier hinein, unsere Produkte dürft ihr auch kaufen, aber jemanden hinein lassen, der einem Schweizer den Arbeitsplatz wegnimmt, geht nicht" wäre mir etwas opportun.

In Deutschland hingegen SUCHEN wir Fachkräfte und finden sie nicht. Von "Wegnehmen" (AfD-Fake-Gesülze) kann HIER nicht die Rede sein.
Ich ändere meine Meinung minütlich. Christian Lindner Fußballgott.

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Re: Die eigene Haustür - Thread für deutsche und EU-Innenpolitik

Beitrag von PREUSSE » 06.07.2018, 21:29

Ray hat geschrieben:
06.07.2018, 21:22
Von "Wegnehmen" (AfD-Fake-Gesülze).....
Gibt es dafür einen Beleg oder entspringt das deiner Fantasie?

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Re: Die eigene Haustür - Thread für deutsche und EU-Innenpolitik

Beitrag von isnogud » 06.07.2018, 21:38

Moment, Ray:
Ray hat geschrieben:"Unter Eurer "Ausländerquote" ist ein unglaublich hoher Anteil top qualifiziertes Spitzenpersonal.
Aber auch deutlich darunter, sei es als Kellnerin, wird meist hart gearbeitet und auch gut verdient"
und:
"In Deutschland hingegen SUCHEN wir Fachkräfte und finden sie nicht."
Die Arbeitskräfte, ob hochqualifiziert oder Kellnerin, scheinen also in der Schweiz zu sein.

Könnte vielleicht - klingt total verrückt - an der Bezahlung liegen? Vielleicht sind die Computerinder auch deswegen nicht gekommen und statt dessen viele Computer- und Ingenieurdeutsche ins Ausland gezogen?
Zuletzt geändert von isnogud am 06.07.2018, 21:41, insgesamt 1-mal geändert.
Hertha BSC! Liebe für Anspruchsvolle.
Du kannst als Herthaner alles sein - außer cool.

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Re: Die eigene Haustür - Thread für deutsche und EU-Innenpolitik

Beitrag von PREUSSE » 06.07.2018, 21:41

isnogud hat geschrieben:
06.07.2018, 21:38
Moment, Ray:
"Unter Eurer "Ausländerquote" ist ein unglaublich hoher Anteil top qualifiziertes Spitzenpersonal.
Aber auch deutlich darunter, sei es als Kellnerin, wird meist hart gearbeitet und auch gut verdient"
und:
"In Deutschland hingegen SUCHEN wir Fachkräfte und finden sie nicht."
Die Arbeitskräfte, ob hochqualifiziert oder Kellnerin, scheinen also in der Schweiz zu sein.

Könnte vielleicht - klingt total verrückt - an der Bezahlung liegen? Vielleicht sind die Computerinder auch deswegen nicht gekommen und statt dessen viele Computer- und Ingenieurdeutsche ins Ausland gezogen?
Natürlich, das liegt doch auf der Hand :top:

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Re: Die eigene Haustür - Thread für deutsche und EU-Innenpolitik

Beitrag von Herthort » 06.07.2018, 21:43

Ray hat geschrieben:
06.07.2018, 21:22
@ Herthort: Ich kenne mich nicht so sehr in der Schweiz aus, um sagen zu können, ob qualifizierte Zuwanderer Schweizern den Job weg nehmen. Nur weiss ich: Die Schweiz lebt vom Internationalismus, vor allem von Bankkonten der Nichtschweizer in der Schweiz. So einfach zu sagen "Geld darf hier hinein, unsere Produkte dürft ihr auch kaufen, aber jemanden hinein lassen, der einem Schweizer den Arbeitsplatz wegnimmt, geht nicht" wäre mir etwas opportun.

In Deutschland hingegen SUCHEN wir Fachkräfte und finden sie nicht. Von "Wegnehmen" (AfD-Fake-Gesülze) kann HIER nicht die Rede sein.
Das ist wieder mal eine typische zusammenganglose Antwort die mir vor Augen führt wird wieso mir in diesen Thread die Zeit zu schade ist. :sleep:

Ich wollte eigentlich nur PREUSSES Frage beantworten.

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Re: Die eigene Haustür - Thread für deutsche und EU-Innenpolitik

Beitrag von PREUSSE » 06.07.2018, 21:47

Herthort hat geschrieben:
06.07.2018, 21:43
Ray hat geschrieben:
06.07.2018, 21:22
@ Herthort: Ich kenne mich nicht so sehr in der Schweiz aus, um sagen zu können, ob qualifizierte Zuwanderer Schweizern den Job weg nehmen. Nur weiss ich: Die Schweiz lebt vom Internationalismus, vor allem von Bankkonten der Nichtschweizer in der Schweiz. So einfach zu sagen "Geld darf hier hinein, unsere Produkte dürft ihr auch kaufen, aber jemanden hinein lassen, der einem Schweizer den Arbeitsplatz wegnimmt, geht nicht" wäre mir etwas opportun.

In Deutschland hingegen SUCHEN wir Fachkräfte und finden sie nicht. Von "Wegnehmen" (AfD-Fake-Gesülze) kann HIER nicht die Rede sein.
Das ist wieder mal eine typische zusammenganglose Antwort die mir vor Augen führt wird wieso mir in diesen Thread die Zeit zu schade ist. :sleep:

Ich wollte eigentlich nur PREUSSES Frage beantworten.
Dafür sage ich danke. Lese ich nach dem Belgien Spiel durch.


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Re: Die eigene Haustür - Thread für deutsche und EU-Innenpolitik

Beitrag von MikeSpring » 07.07.2018, 01:26

PREUSSE hat geschrieben:
06.07.2018, 17:30
Herthamichi argumentiert genauso wie Mikespring. Es lohnt sich nicht darauf einzugehen, da eine Disskussion, das Austauschen von Argumenten, dem Zuhören mit Menschen wie den beiden nicht möglich ist, da sie dogmatisch an ihren Positionen und Feinbildern festhalten
Sich von einen AfDler vorwerfen zu lassen, dogmatisch zu sein... hat etwas. Ich weiß ja woher es kommt und dass es keinen Sinn hat mit AfDlern, Nazis oder reichsbürgern zu diskutieren.

@Opa: mir ist grds. auch egal, wer was sagt, ich finde auch der mir so gar nicht nahestehende Gysi sagt oft richtiges, dann werde ich deswegen nicht meine Meinung ändern. Von Gauland oder Bernd Höcke kann ich mich allerdings nicht erinnern, dass die schon mal etwas gesagt haben, wo ich zustimmen würde. Mir fällt aber jede Menge Mist - weit mehr als ein Fliegenschiss - ein, was Gauland oder Höcke gesagt haben, was ich abgrundtief verabscheue, insbesondere Höckes Sportpalastrede 2.0
Niemand ist HERTHA als wir.

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Re: Die eigene Haustür - Thread für deutsche und EU-Innenpolitik

Beitrag von PREUSSE » 07.07.2018, 07:24

PREUSSE hat geschrieben:
06.07.2018, 21:29
Ray hat geschrieben:
06.07.2018, 21:22
Von "Wegnehmen" (AfD-Fake-Gesülze).....
Gibt es dafür einen Beleg oder entspringt das deiner Fantasie?
Gibt es dafür einen Beleg oder entspringt das deiner Fantasie?

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Re: Die eigene Haustür - Thread für deutsche und EU-Innenpolitik

Beitrag von Opa » 07.07.2018, 09:35

Ich tue mich schwer, die Schweizer Situation mit der in Deutschland zu vergleichen. Die Schweizer haben ihre Migration anders gesteuert als wir, die Einkommensverteilung ist erheblich heterogener, die Kehrseite davon, dass nämlich auch die Ausgabenseite erheblich größer ist, wird gern mal unter den Tisch fallen gelassen. Wer mal in Davos eine Pizza gegessen hat, wird wissen, was ich meine, da kostet eine schnöde Palästinenserpizza, die hier für 5 € zu haben ist, mindestens 20 Franken und so ähnlich verhält es sich mit anderen alltäglichen Ausgaben, eine 2 Zimmer Wohnung in Zürich ist nicht unter 1200 Franken zu bekommen, Krankenversicherungsbeiträge zahlt der Arbeitnehmer alleine usw. Eine Medaille hat immer zwei Seiten. Aber klar, die Schweiz hat viele deutsche Fachkräfte abgeworben, ich kenne viele Exilherthaner in der Schweiz und deren Beweggründe, so sehr viel grüner ist der Rasen in der Schweiz nicht, von späteren Problemen wie Rentenanwartschaften etc. mal ganz abgesehen. Ja, wir stehen bei der Anwerbung internationaler Fachkräfte im Wettbewerb mit den Eidgenossen, großartig verstecken müssen wir uns aber nicht. Wer bei uns "Löhne rauf" als Allheilmittel sieht, vergisst, dass damit auch eine gehörige Inflation einhergeht.
Ray hat geschrieben:
06.07.2018, 21:19
Wir brauchen eine europäische Konsenslösung.
Nette Plattitüde, aber bei der derzeitigen Situation ist der europäische Konsens wohl, dass es keine Zuwanderung geben wird.
Ray hat geschrieben:
06.07.2018, 21:19
Im Mittelmeer dürfen keine Menschen sterben.
Das ließe sich auch realisieren, wenn man Schiffbrüchige zurück nach Libyen bringt.
Ray hat geschrieben:
06.07.2018, 21:19
Abschiebeanstalten müssen human sein.
Wer hat denn inhumane Abschiebeanstalten gefordert?
Ray hat geschrieben:
06.07.2018, 21:19
Aber es muss auch ein Zeichen gesetzt werden "so wirklich lohnt sich die Überfahrt und anschließende Einwanderung in das EU-Sozialsystem nicht".
Naja, wer Sehnsucht nach Sozialleistungen und Rechtstaat hat, für den ist es hier sehr wohl paradiesisch.
Ray hat geschrieben:
06.07.2018, 21:19
Für Menschen, die hier arbeiten können und wollen - und sei es als Paketfahrer - sollte die Tür einen Spalt weit geöffnet sein.
Solltest Du Dich mal wieder über die Zustellqualität bestellter Waren beschweren, werde ich Dich dran erinnern. Du vergisst, dass derzeit die Konjunktur brummt wie selten zuvor. Was machen wir mit all diesen schlecht deutsch sprechenden Paketfahrern, wenn die nächste Krise kommt? Die haben hier in Krisenzeiten so gut wie keine Chance.
Ray hat geschrieben:
06.07.2018, 21:19
Einwanderungsgesetz ist der richtige Schritt, es sollte nur ein akzeptables sein und kein hohler Rahmen.
Was ist denn akzeptabel? Mir scheint, dass jeder, der sich hinter dem Begriff zu verstecken gedenkt, einfach nur nicht den Mumm hat zu sagen, dass dazu eben auch gehört, dass man einer Menge Menschen sagen muss, dass sie hier nichts zu suchen haben.
Ray hat geschrieben:
06.07.2018, 21:19
Binnenwanderungen von Österreich nach Deutschland und zurück sind eine Marginalie, da wird am völlig falschen Punkt diskutiert.
Wer nach Deutschland will und sich innerhalb der EU bedindet ist zu 96% bereits in Deutschland.
Abgesehen davon, dass die 96% Zahl schlicht falsch ist, zeigt das ein Grundproblem, dem wir uns gegenübersehen. Die erforderlichen Maßnahmen: Sicherung der Außengrenzen, konsequente Rückführung, aber auch volle Lotte Forderung wie Förderung von Integration sowie die Möglichkeit der Einbürgerung (dann aber mit vollem Bekenntnis zu einem noch zu diskutierenden und definierendem Deutschsein). Hier sollte auch niemand innerhalb eines gewissen Zeitrahmens nach Einwanderung in die Grundsicherung fallen dürfen. Wer über Bagatelldelikte hinaus hier kriminell wird, hat hier im Übrigen auch nichts zu suchen. Wer das vernachlässigt, muss sich nicht wundern, dass Teilen der Bevölkerung die bisherige Zuwanderung oder Migration nicht vermittelbar ist.
MikeSpring hat geschrieben:
07.07.2018, 01:26
@Opa: mir ist grds. auch egal, wer was sagt, ich finde auch der mir so gar nicht nahestehende Gysi sagt oft richtiges, dann werde ich deswegen nicht meine Meinung ändern. Von Gauland oder Bernd Höcke kann ich mich allerdings nicht erinnern, dass die schon mal etwas gesagt haben, wo ich zustimmen würde. Mir fällt aber jede Menge Mist - weit mehr als ein Fliegenschiss - ein, was Gauland oder Höcke gesagt haben, was ich abgrundtief verabscheue, insbesondere Höckes Sportpalastrede 2.0
Nun, ich finde Gauland, Höcke & Co. und deren bewusste Grenzüberschreitungen auch unerträglich, die dahintersteckende Botschaft, dass die Deutsche Geschichte nicht nur aus den 12 Jahren besteht, aber durchaus richtig. Wir werden im Zuge eines Einwanderungsgesetzes u.a. auch die Frage diskutieren müssen, wer mit der Chance, Deutscher zu werden, zuwandern darf und dann taucht die Frage auf, was verstehen wir eigentlich darunter, ein Deutscher zu sein? Man kann das natürlich in die braune Ecke stellen, aber das wird 1. die Frage nicht beantworten und 2. wird das der Tradition der Paulskirche oder Kant (der nicht Russe aus Kaliningrad, sondern Deutscher aus Königsberg war) nicht gerecht. Die derzeit moderne, simplifizierte Verteufelung AfD = Nazis nutzt der AfD, weil sie sich nicht ganz zu Unrecht als Opfer politischer Verfolgung inszenieren können. Ich warne davor, nationale Interessen, nationale Gefühle, Patriotismus oder Populismus im Allgemeinen der AfD zu überlassen, das wird die etablierten Parteien bei den Wählern noch technokratischer erscheinen lassen.

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Re: Die eigene Haustür - Thread für deutsche und EU-Innenpolitik

Beitrag von MikeSpring » 07.07.2018, 10:55

Opa hat geschrieben:
07.07.2018, 09:35
Die derzeit moderne, simplifizierte Verteufelung AfD = Nazis nutzt der AfD, weil sie sich nicht ganz zu Unrecht als Opfer politischer Verfolgung inszenieren können. Ich warne davor, nationale Interessen, nationale Gefühle, Patriotismus oder Populismus im Allgemeinen der AfD zu überlassen, das wird die etablierten Parteien bei den Wählern noch technokratischer erscheinen lassen.
Da hast Du absolut recht. Es macht aber absolut einen Unterschied, ob ICH hier einem AfD-Anhänger im Forum deutlich mache was ich von ihm halte (nämlich nichts) als wenn ich das als Politiker oder Person des öffentlichen Lebens öffentlich tue.

Das Problem sehe ich aber auch, dass die Parteien sich gar nicht die Mühe geben, die Gründe zu erfahren, warum manche Leute AfD wählen. Ich bin einigermaßen davon überzeugt, dass es diesem Land sehr viel besser geht und wir sehr viel weniger Probleme haben, als uns diese Menschen von AfD und Pegida weissmachen wollen. Nein, ich will nichts beschönigen, natürlich gibt es Probleme die zu bewältigen sind, aber in DEM Maße ist das eine Unzufriedenheit auf SEHR hohem Niveau. Warum wollen denn so viele Menschen hierher, wenn es hier so schlimm wäre ?

Das Problem, und da muss ich unsere Politiker bzw. Regierung ein wenig in Schutz nehmen, ist einfach, dass die drängensten Probleme, die zu bewältigen sind, eben solche sind, die einen internationalen Rahmen haben, die wir also alleine nicht lösen können.

Klima-und Umweltschutz: Macht national Sinn, bewirkt aber nur im internationalen Maßstab etwas.
Flüchtlingsproblem: ist ein europäisches Problem, welches wir alleine nicht lösen können
Fluchtursachen bekämpfen: dito
Internationaler Terrorismus: Können wir alleine auch nicht viel ausrichten

Und international kann man Probleme eben nicht so leicht lösen, weil es hier gilt, dass natürlich JEDES Land seine Interessen durchsetzen will, ohne Kompromisse wird es nicht gehen, das Problem dann ist aber, dass in vermutlich in jedem Land die Gegner mit den Fingern genau auf die Dinge zeigen werden, wo man der Einigung willen zurückstecken musste. Bilateral ist das schon nicht einfach, multilateral wird es kompliziert.

Hinzu kommen Probleme, die eigentlich gar keine sind:

Islamisierung Europas: Was soll das sein ? Die RADIKALISIERUNG einzelner, DAS ist ein Thema, DAS passiert und das wird auch gesehen (ob dem richtig begegnet wird, weiß ich nicht). Aber manche tun ja so, als stünde ein Schweinefleischverbot und die EInführung der Scharia vor der Tür und die Abschaffung der Gleichberechtigung auf der Agenda. Ich stimme zu, dass man dagegen wirken muss, wenn vereinzelt Imame sich um Dinge kümmern die Aufgabe deutscher Justiz sind, aber das ist kein Massenphänomen das so viel Aufmerksamkeit verdient, wie es bekommt. EInher geht die elende Debatte ob der Islam zu Deutschland gehört- natürlich gehört er das, oder will man Millionen von Menschen Ihr Bleiberecht aberkennen ?

Steigende Kriminalität: Das ist nur ein gefühltes Problem, tatsächlich zeigt die Kriminalitätsstatistik nach unten. Das ist genau das Problem der Unkenntnis, mit der Menschen das Internet nutzen: man erfährt halt heute von mehr Einzelfällen als früher, die gab es schon immer, aber die Informationen darüber waren nicht so leicht zu bekommen. WIe ich schon schrieb: 405 Morde 2017, vielleicht über 20 wurde ausführlich berichtet und sich empört.

Der Fehler, den die Politiker gemacht haben und weiter tun ist, nicht zu hinterfragen, warum AfD-Wähler so empfinden, wie sie es tun. Um so mehr man sie alle diffamiert desto mehr fühlen sie sich bestätigt.
Niemand ist HERTHA als wir.

Drago1892
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Re: Die eigene Haustür - Thread für deutsche und EU-Innenpolitik

Beitrag von Drago1892 » 07.07.2018, 11:19

ich lese viel von Mike, aber im Grunde nur dasselbe in die andre Richtung, was er anderen vorwirft....angeblich kein radikaler Linker? Wahnsinn, ich denke dich würde getrost jeder in diese Richtung einordnen, der deine Beiträge hier einfach mal so durchließt!

Aber schön zu lesen, dass DU anscheinend die Weisheit mit Löffel gefressen hast und ganz genau darüber bescheid weißt, wer ein AfDler, Nazi etcpp ist und dann auch noch die Frechheit besitzt allgemein zu urteilen!

Wenn die AfD und deren Wähler für dich zum Großteil Nazis sind, dann ist das wohl ganz Resteuropa für dich auch, denn unser nationales und rechtes Niveau, gleicht sich erst ganz langsam dem kompletten Resteuropa an, denn da ist es deutlich schlimmer, als bei uns!

Auch dir sei gesagt, dass du groß davon schwafelst, man lerne nichts, willst aber die "Rechten" und "Nazis" mit den selben Methoden besiegen, wie "damals"?
Groß schwafeln und empört rumschreiben nützt dagegen gar nichts, dies wurde bei den echten Nazis bis zur Machtergreifung 1933 tagtäglich gebetsmühlenartig getan und war kein Geheimnis! Gewonnen haben sie am Ende doch, also muss man etwas mehr tun, als wie du es so schön treffend sagst "Ihnen nicht das letzte Wort lassen!"..........

Besiegen kann man sie mit bessere faktischer Arbeit, nicht mit Parolen in die andere Richtung, und solange die regierenden Parteien dies auch nicht nur im Ansatz tun und den Willen des Volkes durchsetzen.....verschwinden sie auch nicht!

Sehe es ein oder nicht....aber lass deine "ich denke ich bin etwas besseres Masche"!

Abenteuerlich was du für einen Mist schwafelst....das Beleiberecht hat genau 0,0% mit der Frage zu tun, ob der Islam zu Deutschland gehört.....was er natürlich in einem christlichen Land NICHT tut!
Geh mal in eine Grundschule in vielen Berliner Bezirken...und sag noch mal was von keiner Islamisierung hier...der Wahnsinn....gut daran sind wir aber selbst schuld, wenn man keine Kinder mehr bekommt.

Frag doch mal in islamischen Ländern nach, ob für die das Christentum dazugehört..... :wink2:

Die Leute kommen nur hier her um uns auszunutzen, denn mehr als die Hälfte der Welt lebt in Deutschland von unserem Geld besser, als sie es mit normaler Arbeit in ihrem Land würden.

Würde es hier keine Unterstützung mehr für diese Leute in Form von Geld geben, würden auch kaum noch welche kommen....

Ach uns geht es so gut? Abenteuerlich...es werden über 10% der Staatseinnahmen für Millionen Menschen genutzt, die hier ehrlich gesagt überhaupt nichts zu suchen haben.....das ist letztlich deines und unser Geld...letztlich ist das sogar Diebstahl an uns Bürgern, denn nichts anderes als in unsere Taschen ohne jegliches Einverständnis wird da gegriffen!

Wenn angeblich so viele Leute die Flüchtlinge haben wollen, wieso bezahlen sie das dann nicht, sondern alle?

Man könnte ja alles von Spenden bezahlen und schon wäre die AfD überflüssig...Problem ist nur, kaum einer will das wirklich und das Geld würde nichtmal einen Bruchteil der Kosten ausmachen!
Also tue nicht so, als ob die AfD da nicht ganz klar die Mehrheit repärsentiert...dies bestätigt auch jede Umfrage zu diesem Thema.

Von unserm Rentenproblem hast du anscheinend auch noch nie etwas gehört oder?
Was uns demnächst komplett um die Ohren fliegen und unbezahlbar wird.....und alleine dieses Problem reicht aus, um deinen "bei uns ist doch alles tolL" komplett zu wiederlegen, aber darauf gehe ich jetzt nicht ein, jeder der ein wenig Ahnung hat, weiß, was da für Probleme auf uns zukommen.
Würden wir die gesamte Kohle für dieses Mirgrationsproblem in die Rente stopfen, wäre das Problem immer noch nicht gelöst, bei weitem nicht!

Humanitäre hin oder her wir in Deutschland tun weiß Gott am meisten für Flüchtlinge und Migranten, also höre auf uns "Deutschen" massiven Rassismus oder Nazitum vorzuwerfen, davon sind wir in Europa klar am weitesten entfernt!

Übrigens finde ich es gut, dass wir wenigstens dabei einer Meinung sind, dass auch die radikalen Linken genauso bescheuert sind!

Und wozu soll man wählen gehen, wenn nur Mist bei rauskommt?

Deine Stimme scheint ja auch dem Land gar nichts gebracht zu haben!

Ich finde den weg der AfD zu hart und den der regierenden Parteien viel zu lasch....es muss also ein Mittelweg her....und den solltest du, als angeblich konservativer auch anstreben....wobei ich wie oben schon gesagt bezweifel, dass du ein Konservativer bist, denn dann würdest du klar die CSU Meinung... vertreten, denn eines sind Konservative mitnichten...nach Links gerichtet.

Falls du mir was sagen willst, tue das bitte per PN, ich bin hier in erster Linie aus Fußballinteresse und lese deswegen in diesem Thema hier recht wenig....antworte dann eben auch nicht ausführlich hier...

Ich hab nämlich, obwohl von dir garantiert lächerlicherweise als "Nazi" oder "AfDler"abgestempelt und damit "dumm", ein beruflich sehr erfülltes Leben, ich bin Anwalt mit einer gut laufenden Kanzlei in Charlottenburg! .....und ja wenn sich bald nichts zählbares in Deutschland ändert. sich Deutschland nicht massiv dem Resteuopakurs annähert und es seit 2015 ausschließlich bei dummen Lippenbekenntnissen unserer Kanzlerin bleibt, werde ich bei der nächsten Wahl, genau wie sehr viele meiner dummen Akademiker-Freunde.....die AfD wählen...und zwar aus dem einfachen Grunde, weil sich sonst gar nichts zum Positiven ändert! Weil wir alle "Ronnys" ohne Arbeit aus Marzahn sind, wie du es der dummen Presse glaubst! Wir sind nur nicht so dämlich und rennen damit hausieren, damit du wieder deine Keule schwingen kannst!

Abenteuerlich zu glauben AfD-Wähler wären "dümmer" oder gesellschaftlich abgehängt, nur ein weiteres Märchen, was dieser Partei eher Sympathie, statt Gegner schafft.

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Re: Die eigene Haustür - Thread für deutsche und EU-Innenpolitik

Beitrag von Opa » 07.07.2018, 11:45

MikeSpring hat geschrieben:
07.07.2018, 10:55
Da hast Du absolut recht. Es macht aber absolut einen Unterschied, ob ICH hier einem AfD-Anhänger im Forum deutlich mache was ich von ihm halte (nämlich nichts) als wenn ich das als Politiker oder Person des öffentlichen Lebens öffentlich tue.
Was bringt das denn für die Debatte, jemandem zu sagen, dass man nichts von ihm hält?
MikeSpring hat geschrieben:
07.07.2018, 10:55
Das Problem sehe ich aber auch, dass die Parteien sich gar nicht die Mühe geben, die Gründe zu erfahren, warum manche Leute AfD wählen. Ich bin einigermaßen davon überzeugt, dass es diesem Land sehr viel besser geht und wir sehr viel weniger Probleme haben, als uns diese Menschen von AfD und Pegida weissmachen wollen. Nein, ich will nichts beschönigen, natürlich gibt es Probleme die zu bewältigen sind, aber in DEM Maße ist das eine Unzufriedenheit auf SEHR hohem Niveau. Warum wollen denn so viele Menschen hierher, wenn es hier so schlimm wäre ?
Vielleicht, weil die Menschen, die dieses Land auf dieses Niveau gebracht haben und dafür Entbehrungen auf sich nehmen mussten, indem sie auf paritätische Beitragszahlung, Versicherungsleistungen (Hartz4, Zahnersatz, Brillen etc.) verzichten mussten, es nicht als ihre Aufgabe ansehen, jedem ein leistungsloses Leben zu alimentieren?
MikeSpring hat geschrieben:
07.07.2018, 10:55
Das Problem, und da muss ich unsere Politiker bzw. Regierung ein wenig in Schutz nehmen, ist einfach, dass die drängensten Probleme, die zu bewältigen sind, eben solche sind, die einen internationalen Rahmen haben, die wir also alleine nicht lösen können.

Klima-und Umweltschutz: Macht national Sinn, bewirkt aber nur im internationalen Maßstab etwas.
Eine Regierung, die nicht mal die Krankeversicherungsbeiträge innerhalb eines Jahrzehnts stabil halten kann, soll das chaotische Weltklima auf 2° Erwärmung reduzieren? Wenn es nicht so schlimm wäre, müsste man den ganzen Tag laut lachen.
MikeSpring hat geschrieben:
07.07.2018, 10:55
Flüchtlingsproblem: ist ein europäisches Problem, welches wir alleine nicht lösen können
Wir lösen es nicht allein, aber wir leisten einen großen Beitrag. 21,4 % der Frontex Einsatztage werden von deutschen Beamten geleistet, obwohl unsere Außengrenze äußerst übersichtlich ist. Faktisch wird man eine gerechte Verteilung innerhalb der EU u.a. dadurch hinkriegen, indem man die Leistungen für Asylbewerber europaweit harmonisiert. Hier empfehle ich folgenden Artikel, aus dem hervorgeht, dass ein Asylbewerber in Kroatien ein wöchentliches Taschengeld von 13 €, in Irland 19 € und in Deutschland monatlich mindestens 135 € bekommt. Wer eine europäische Harmonisierung fordert, wird dann diskutieren müssen, weshalb wir aufgrund des vergleichsweise hohen Sozialleistungsniveaus eine so große Sogwirkung auf Migranten haben und wir das national lösen müssen, wenn wir daran etwas ändern wollen. Wer eine europäische Lösung fordert, fordert in Wahrheit das Zusammenstreichen von Sozialleistungen, hat aber nicht den Mumm, diese unangenehme Wahrheit auszusprechen.
MikeSpring hat geschrieben:
07.07.2018, 10:55
Fluchtursachen bekämpfen: dito
Es wäre hilfreich, sich mit den sog. Fluchtursachen einmal genauer zu beschäftigen. Nigeria z.B. wird von islamistischen Terroristen heimgesucht, während gleichzeitig Schlepperanwerber gegen kleines Geld ein paradiesisches Leben in Deutschland versprechen. Gleichzeitig leidet Nigeria wie viele afrikanische Staaten unter massiver Korruption. Wie willst Du das von hier aus bekämpfen, ohne Dich dem Vorwurf der Kolonialisation auszusetzen? Da hätte ich gern mal etwas mehr substanzielle Antwort außer den üblichen Plattitüden.
MikeSpring hat geschrieben:
07.07.2018, 10:55
Internationaler Terrorismus: Können wir alleine auch nicht viel ausrichten
Internationaler Terrorismus ist kein unabwendbares Schicksal, bei dem wir achselzuckend zugucken müssen. Und er ist regional und lokal mit massiven Auswirkungen und bereits hier. Natürlich können wir was dagegen tun. Z.B. Moscheevereine schließen, die das unterstützen und deren Netzwerke trockenlegen. Das meinte ich u.a. gestern mit dem Wehrhaftigkeitsproblem, unter dem wir leiden.
MikeSpring hat geschrieben:
07.07.2018, 10:55
Und international kann man Probleme eben nicht so leicht lösen, weil es hier gilt, dass natürlich JEDES Land seine Interessen durchsetzen will, ohne Kompromisse wird es nicht gehen, das Problem dann ist aber, dass in vermutlich in jedem Land die Gegner mit den Fingern genau auf die Dinge zeigen werden, wo man der Einigung willen zurückstecken musste. Bilateral ist das schon nicht einfach, multilateral wird es kompliziert.
Für den Schutz der südlichen Außengrenze der EU müssen wir grundsätzlich nichts bi- oder multilateral vereinbaren, für die Rücknahme schon. Mit den Maghrebstaaten klappt das mittlerweile sogar, Libyen ist eine Frage der Zeit.
MikeSpring hat geschrieben:
07.07.2018, 10:55
Hinzu kommen Probleme, die eigentlich gar keine sind:

Islamisierung Europas: Was soll das sein ? Die RADIKALISIERUNG einzelner, DAS ist ein Thema, DAS passiert und das wird auch gesehen (ob dem richtig begegnet wird, weiß ich nicht). Aber manche tun ja so, als stünde ein Schweinefleischverbot und die EInführung der Scharia vor der Tür und die Abschaffung der Gleichberechtigung auf der Agenda. Ich stimme zu, dass man dagegen wirken muss, wenn vereinzelt Imame sich um Dinge kümmern die Aufgabe deutscher Justiz sind, aber das ist kein Massenphänomen das so viel Aufmerksamkeit verdient, wie es bekommt. EInher geht die elende Debatte ob der Islam zu Deutschland gehört- natürlich gehört er das, oder will man Millionen von Menschen Ihr Bleiberecht aberkennen ?
So sehr ich im Alltag bei Dir bin, dass die Radikalisierung einzelner das Problem ist, schafft der Islam im Ganzen aber das Klima, in dem solche Menschen agieren können, indem er sich als unfehlbare Religion versteht, in der buchstabengetreu nach dem zu leben ist, was der Prophet niedergeschrieben hat. So etwas wie diskutierende Theologie kennt der Islam nicht, das ist ein Problem, welches spätestens bei der Integration dieses Kulturkreises relevant wird, wenn Väter ihren Töchtern das Schwimmen lernen verbieten oder in Schulen mit mehrheitlich muslimischen Kindern von deren Eltern sehr wohl Schweinefleischverbote gefordert werden. Die staatliche Anschaffung von Burkinis für den Schwimmunterricht ist eine Kapitulation vor allem, wofür der Feminismus in den letzten Jahrzehnten gekämpft hat. Das kann man als Problem abtun, welches eigentlich keins sei, weil vermutlich weder Du noch ich davon betroffen sind. Aber unsere nachfolgende Generation ist davon betroffen.
MikeSpring hat geschrieben:
07.07.2018, 10:55
Steigende Kriminalität: Das ist nur ein gefühltes Problem, tatsächlich zeigt die Kriminalitätsstatistik nach unten. Das ist genau das Problem der Unkenntnis, mit der Menschen das Internet nutzen: man erfährt halt heute von mehr Einzelfällen als früher, die gab es schon immer, aber die Informationen darüber waren nicht so leicht zu bekommen. WIe ich schon schrieb: 405 Morde 2017, vielleicht über 20 wurde ausführlich berichtet und sich empört.
Die Kriminalitätsstatistik war noch nie ein Instrument, an dem man ohne Kenntnis über das Zustandekommen der Zahlen etwas ablesen kann. Allein in Berlin sind über 50.000 Straftaten nicht endbearbeitet worden und sind somit nicht in die Statistik eingeflossen.
Die PKS ist völlig ungeeignet, um Auskunft über die Kriminalitätsbelastung zu treffen und erlaubt – durch die vielfachen Änderungen der Erfassungsregeln – auch keine direkte Vergleichbarkeit.
Bevor Du anderen Unkenntnis vorwirfst, informiere Dich doch bitte selbst erstmal sonst stehst Du ziemlich doof da.
MikeSpring hat geschrieben:
07.07.2018, 10:55
Der Fehler, den die Politiker gemacht haben und weiter tun ist, nicht zu hinterfragen, warum AfD-Wähler so empfinden, wie sie es tun. Um so mehr man sie alle diffamiert desto mehr fühlen sie sich bestätigt.
Das ist doch aber nicht nur eine Frage des individuellen Wählerempfindens oder etwas, was sich mit reinen "Wohlfühlmaßnahmen" lösen ließe. Ein Problem der Stärkung politischer Ränder ist u.a., dass über Jahre hinweg gepredigt wurde, dass die Kassen leer sind und wir alle den Gürtel enger schnallen müssen. Keine Kuren mehr, keine Frühverrentung, Hartz4 und Grundsicherung, Streichung von Leistungen bei Zahnersatz und Brillen, steigende Sozialversicherungsbeiträge, Pflegenotstand, knapper bezahlbarer Wohnraum etc. und dann sind über Nacht viele Milliarden da für Bankenrettung und mehr als eine Millionen Flüchtlinge? Das ist etwas, was viele Menschen nicht verstehen, die unseren Wohlstand Tag für Tag erarbeiten und die für die Konsequenzen ihres Tuns einzustehen haben. Die Barmherzigkeit der Mehrheit der Deutschen steht für mich außer Frage, wir sind ein sozialer Staat, aber dies ist nicht grenzenlos. Wer hierher kommt, weil er etwas dazu beitragen will (und auch kann!), ist herzlich willkommen. Wer in Not ist und Hilfe braucht, dem soll geholfen werden (wenn auch nicht zwingend hier). Aber wer hier keine Perspektive hat, weil er unsere Sprache nicht spricht oder sprechen will, weil er unsere Regeln nicht respektiert oder respektieren will, dem dürfen wir zukünftig keinen Zugang mehr erlauben. So viel Selbstbewusstsein sollten wir als Europäer schon an den Tag legen. Dazu gehört auch, dass wir Menschen abweisen, wie es tagtäglich an den Grenzen anderer zivilisierter Staaten wie USA, Kanada oder Australien erfolgt. Hier setzt man sich dem Vorwurf der Kaltherzigkeit aus oder noch schlimmer wird man in die rechte Ecke gestellt, wenn man die Interessen derer berücksichtigt, die den ganzen Kram am Ende bezahlen und ausbaden müssen.

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Re: Die eigene Haustür - Thread für deutsche und EU-Innenpolitik

Beitrag von MikeSpring » 07.07.2018, 12:04

Eines vorweg, den Wunsch werde ich Dir nicht erfüllen per PN zu antworten, wenn Du mich hier "öffentlich" angreifst will ich auch genauso antworten.
Drago1892 hat geschrieben:
07.07.2018, 11:19
ich lese viel von Mike, aber im Grunde nur dasselbe in die andre Richtung, was er anderen vorwirft....angeblich kein radikaler Linker? Wahnsinn, ich denke dich würde getrost jeder in diese Richtung einordnen, der deine Beiträge hier einfach mal so durchließt!
Also ich bin dermaßen weit davon entfernt ein radikaler Linker zu sein oder auch nur links, das kannst Du Dir gar nicht vorstellen. Aber AfD-nah bin ich natürlich auch nicht. Davon abgesehen halte ich im Grunde dieses rechts/links für blödsinnig, weil man sich damit den Blick verstellt, wie man Probleme lösen kann. Wenn für das eine Problem eine "linke" Lösung die beste ist, kann ich damit leben. Aber nur interessehalber würde mich mal interessieren, Welche meiner Positionen Du als "links" ansiehst.
Drago1892 hat geschrieben:
07.07.2018, 11:19
Aber schön zu lesen, dass DU anscheinend die Weisheit mit Löffel gefressen hast und ganz genau darüber bescheid weißt, wer ein AfDler, Nazi etcpp ist und dann auch noch die Frechheit besitzt allgemein zu urteilen!
Habe ich nie behauptet. PREUSSE haben andere auch als AfD-nah entlarvt, das war nicht schwer. Und meine EIngangsworte waren "ich gebe Opa recht" auf das Zitat von Opa, AFD ist nicht automatisch gleich Nazi. Ich habe also genau das Gegenteil von dem geschrieben, als Du behauptest.
Ich glaube die AfD-Wähler setzen sich zusammen aus ja, auch Nazis, aus von der Union enttäuschten Konservativen, aus Protestwählern und solchen, den am wichtigsten ist, dass Merkel abgewählt wird. Aber die Partei insgesamt und die wichtigsten Vertreter verhält sich ultrarechts, ja, teilweise ist die Grenze zum Nazisein deutlich überschritten. Und wenn Du Dir die hasserfüllten Gesichter bei Pegida samt den dazugehörigen Slogans anschaust muss man schon sehr wohlwollend sein, die NICHT in die Nähe von Nazis zu stellen.
Drago1892 hat geschrieben:
07.07.2018, 11:19
Groß schwafeln und empört rumschreiben nützt dagegen gar nichts, dies wurde bei den echten Nazis bis zur Machtergreifung 1933 tagtäglich gebetsmühlenartig getan und war kein Geheimnis! Gewonnen haben sie am Ende doch, also muss man etwas mehr tun, als wie du es so schön treffend sagst "Ihnen nicht das letzte Wort lassen!"..........
Da stimme ich Dir sogar zu!
Drago1892 hat geschrieben:
07.07.2018, 11:19
Besiegen kann man sie mit bessere faktischer Arbeit, nicht mit Parolen in die andere Richtung, und solange die regierenden Parteien dies auch nicht nur im Ansatz tun und den Willen des Volkes durchsetzen.....verschwinden sie auch nicht!
Da hast Du teilweise recht... aber WAS ist denn der Wille des Volkes ? Nur wer lauter schreit oder drastischer vorgeht ist noch lange keine Mehrheit. Siehe z.B. Stuttgart 21. Fast bürgerkriegsähnliche Zustände - man musste ja glauben, dass die Mehrheit GEGEN den Umbau des Bahnhofs war. Meinungsumfragen zeigen das glatte Gegenteil. Und ja, bei den Wahlen hat zwar die AfD stark gewonnen, aber davon, eine Mehrheit zu repräsentieren sind sie WEIT entfernt.
Drago1892 hat geschrieben:
07.07.2018, 11:19
Sehe es ein oder nicht....aber lass deine "ich denke ich bin etwas besseres Masche"!
Wo habe ich das getan ? PREUSSE hat hier einigen Mist erzählt, den ich als ultrarechts einordne. Ich sehe es als Pflicht als bekennder Demokrat dazwischenzugrätschen.
Drago1892 hat geschrieben:
07.07.2018, 11:19
Abenteuerlich was du für einen Mist schwafelst....das Beleiberecht hat genau 0,0% mit der Frage zu tun, ob der Islam zu Deutschland gehört.....was er natürlich in einem christlichen Land NICHT tut!
Geh mal in eine Grundschule in vielen Berliner Bezirken...und sag noch mal was von keiner Islamisierung hier...der Wahnsinn....gut daran sind wir aber selbst schuld, wenn man keine Kinder mehr bekommt.
Die Diskussion ob der Islam zu Deutschland gehört möchte ich hier nicht aufmachen, das Problem der Islamisierung nicht auf Null herunterschreiben, aber in DEM MASSE, wie hier getan wird, SO groß und ausser Kontrolle ist es nicht.
Drago1892 hat geschrieben:
07.07.2018, 11:19
Die Leute kommen nur hier her um uns auszunutzen, denn mehr als die Hälfte der Welt lebt in Deutschland von unserem Geld besser, als sie es mit normaler Arbeit in ihrem Land würden.

Würde es hier keine Unterstützung mehr für diese Leute in Form von Geld geben, würden auch kaum noch welche kommen....
Das halte ich für eine unzulässige Verallgemeinerung.
Drago1892 hat geschrieben:
07.07.2018, 11:19
Ach uns geht es so gut? Abenteuerlich...es werden über 10% der Staatseinnahmen für Millionen Menschen genutzt, die hier ehrlich gesagt überhaupt nichts zu suchen haben.....das ist letztlich deines und unser Geld...letztlich ist das sogar Diebstahl an uns Bürgern, denn nichts anderes als in unsere Taschen ohne jegliches Einverständnis wird da gegriffen!
Ja, es geht uns in Deutschland verhältnismäßig zu anderen LÄndern und auch verhältnismäßig zur eigenen Geschichte gut. Dass nicht alles super ist, ist klar, dass es auch Probleme gibt auch. Die 10% hätte ich gerne belegt, und wer was hier zu suchen hat und wer nicht entscheidest zum Glück nicht Du.
Drago1892 hat geschrieben:
07.07.2018, 11:19
Wenn angeblich so viele Leute die Flüchtlinge haben wollen, wieso bezahlen sie das dann nicht, sondern alle?
Asyl ist bei uns ein Grundrecht. Wer also WIRKLICH Flüchtling ist hat ein Recht auf Asyl, EGAL WER oder WIEVIELE sie hier haben wollen. Das zu zahlen ist Aufgabe des Staates. Bei keinen Ausgaben des Staates hast Du die Wahl zu sagen "Nicht von meinem Geld, ich will das nicht und habe auch anders gewählt". Wobei, Du hast ja GAR NICHT gewählt.
Drago1892 hat geschrieben:
07.07.2018, 11:19
Man könnte ja alles von Spenden bezahlen und schon wäre die AfD überflüssig...Problem ist nur, kaum einer will das wirklich und das Geld würde nichtmal einen Bruchteil der Kosten ausmachen!
Also tue nicht so, als ob die AfD da nicht ganz klar die Mehrheit repärsentiert...dies bestätigt auch jede Umfrage zu diesem Thema.
Reine Polemik, keiner Antwort wert. Nur so viel: 16,5 % sind keine Mehrheit.
Drago1892 hat geschrieben:
07.07.2018, 11:19
Von unserm Rentenproblem hast du anscheinend auch noch nie etwas gehört oder?
Was uns demnächst komplett um die Ohren fliegen und unbezahlbar wird.....und alleine dieses Problem reicht aus, um deinen "bei uns ist doch alles tolL" komplett zu wiederlegen, aber darauf gehe ich jetzt nicht ein, jeder der ein wenig Ahnung hat, weiß, was da für Probleme auf uns zukommen.
Würden wir die gesamte Kohle für dieses Mirgrationsproblem in die Rente stopfen, wäre das Problem immer noch nicht gelöst, bei weitem nicht!
Ich schrieb nicht, dass es nicht auch drängende Probleme gibt. Aber genau DIESE tatsächlichen Probleme interessieren ja Pegida und die AFD gar nicht, gerade auf die Rentenproblematik hat doch die AFD überhaupt keine Antwort.
Drago1892 hat geschrieben:
07.07.2018, 11:19
... also höre auf uns "Deutschen" massiven Rassismus oder Nazitum vorzuwerfen, davon sind wir in Europa klar am weitesten entfernt!
Habe ich überhaupt nicht getan. Wo habe ich sowas geschrieben ? Aber wenn jemand eine braune Partei wählt - und das ist sie und das bleibt sie in meinen Augen - darf sich nicht wundern, wenn ich ihn in die ultrarechte Ecke stelle.
Drago1892 hat geschrieben:
07.07.2018, 11:19
Und wozu soll man wählen gehen, wenn nur Mist bei rauskommt?

Deine Stimme scheint ja auch dem Land gar nichts gebracht zu haben!
Wir können hier gerne eine Nichtwählerdiskussion aufmachen. Mir kann niemand erzählen, dass es KEINE Partei in Deutschland gibt, die man notfalls wählen kann um zumindest keinen Schaden anzurichten oder Radikale zu stärken.

Jedenfalls dafür, dass Du nicht wählst und Deine Möglichkeiten der Mitbestimmung nicht nutzt, forderst Du ganz schön viel. Das passt für mich nicht zusammen.
Drago1892 hat geschrieben:
07.07.2018, 11:19
Ich finde den weg der AfD zu hart und den der regierenden Parteien viel zu lasch....es muss also ein Mittelweg her....und den solltest du, als angeblich konservativer auch anstreben....wobei ich wie oben schon gesagt bezweifel, dass du ein Konservativer bist, denn dann würdest du klar die CSU Meinung... vertreten, denn eines sind Konservative mitnichten...nach Links gerichtet.
Politik ist nun mal ein Kompromisgeschäft. Ich schätze, könnte eine Partei mit absoluter Mehrheit alleine regieren, würden manche Themen anders angepackt werden. Ich finde sogar einige CSU-Positionen nicht falsch - finde es aber unverantwortlich, wie sie versucht es umzusetzen. Und wegen 5-10 Zuwanderern, um die es bei dem Kompromiss ja geht, die in Bayern täglich ankommen das ganze Land in eine Regierungskrise zu stürzen finde ich abenteuerlich.
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Re: Die eigene Haustür - Thread für deutsche und EU-Innenpolitik

Beitrag von MikeSpring » 07.07.2018, 12:31

@Opa: ich bin im Großen und Ganzen ja bei Dir. Ich habe ja auch nicht geschrieben, es gäbe diese Probleme alle nicht, aber nicht alle sind so groß, wie getan wird und es gibt eben auch keine einfachen Lösungen. Was ich der AfD vorwerfe ist, dass sie in erster Linie Themen nicht nach Wichtigkeit sondern nach öffentlicher Aufmerksamkeit besetzen, aufbauschen, mit gezielten Provokationen und "alternativen Fakten" Öl ins Feuer giessen, selber aber keine Lösungen anbieten, aber so tun, als könne es einfache Lösungen geben. Fakt ist doch, dass die 16,5% die Themen bestimmen, über die öffentlich geredet wird und die als die einzigen und drängensten wahrgenommen werden.

Die Politik hat den Fehler gemacht, die Probleme derMenschen, die AfD wählen vorher totgeschwiegen haben und diese Leute von Beginn an in die Nazi-Ecke gestellt haben, bis die Partei, die ja ursprünglich monothematisch gegen den Euro war für echte Nazis interessant wurde.

Ja, natürlich ist es problematisch, jahrelang zu hören, kein Geld für dieses, jenes und welches da, kaum sind Flüchtlinge da ist auf einmal Geld vorhanden. Definitiv hat die Regierung über Jahre versäumt, die Bevölkerung mitzunehmen. Und nur, weil es keine leichten Lösungen gibt, heißt es ja nicht, dass man dann halt KEINE findet.

Das sicherlich viele Probleme die wir haben im Islam wurzeln ist sicher richtig. Rund 5 Mio Muslime gibt es in Deutschland. Die allermeisten davon gut integriert. Viele davon auch gar nicht wirklich religiös. Da kann man doch wirklich nicht davon reden, der Islam gehöre nicht zu Deutschland. Verglichen damit IST es ein geringes Problem mit der Islamisierung. Ein Problem, was wir dennoch angehen müssen. Gerade in Sachsen wo man am meisten Angst davor hat kann man von Islamisierung wohl kaum reden.

Zur Kriminalitätsstatistik: ich bin nicht so naiv, nicht zu wissen, dass es natürlich auch eine hohe Dunkelziffer gibt. für 2017 weist die PKS 520.000 Fälle aus, was einer Senkung vin 8,5% entspräche. Schlagen wir Deine 50.000 wieder auf haben wir zumindest keine signifikante Steigerung, denn von den 50.000 werden ja einige auch wieder rausfallen, weil sie nicht als Straftat klassifiziert werden. Ja, ich weiß natürlich auch, dass man das steuern kann, wenn ich einen Tag lang 100 Polizisten zur Kontrolle in die Hasenheide schicke werden sie vielleicht 20 Dealer verhaften, wenn ich am nächsten Tag nur 10 hinschicke vielleicht noch 2 - hey super, radikal gesenkt! Und natürlich wird vieles nicht gemeldet. Aber einen ungefähren Eindruck bekommt man schon. Hey, ich arbeite im Jobcenter, ich weiß wie man Statistiken fälscht! Wenn ich wenig aber gezielt fördere habe ich natürlich bessere Erfolgsquoten als wenn ich viel aber wahllos fördere.
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Re: Die eigene Haustür - Thread für deutsche und EU-Innenpolitik

Beitrag von Opa » 07.07.2018, 13:25

MikeSpring hat geschrieben:
07.07.2018, 12:04
meine EIngangsworte waren "ich gebe Opa recht" auf das Zitat von Opa, AFD ist nicht automatisch gleich Nazi. Ich habe also genau das Gegenteil von dem geschrieben, als Du behauptest.
Das passt aber nicht mit dem hier...
MikeSpring hat geschrieben:
07.07.2018, 12:04
Aber wenn jemand eine braune Partei wählt - und das ist sie und das bleibt sie in meinen Augen - darf sich nicht wundern, wenn ich ihn in die ultrarechte Ecke stelle.
...zusammen. Und Du wirst große Probleme mit Deinem Definitionsmaßstab bekommen, wenn Du mit wirklcihen Nazis zusammenkommst, die die AfD für eine liberale Systempartei halten.
MikeSpring hat geschrieben:
07.07.2018, 12:04
Ich glaube die AfD-Wähler setzen sich zusammen aus ja, auch Nazis, aus von der Union enttäuschten Konservativen, aus Protestwählern und solchen, den am wichtigsten ist, dass Merkel abgewählt wird. Aber die Partei insgesamt und die wichtigsten Vertreter verhält sich ultrarechts, ja, teilweise ist die Grenze zum Nazisein deutlich überschritten. Und wenn Du Dir die hasserfüllten Gesichter bei Pegida samt den dazugehörigen Slogans anschaust muss man schon sehr wohlwollend sein, die NICHT in die Nähe von Nazis zu stellen.
Du siehst also in Gesichtern, dass jemand Nazi ist? Mich erinnert das ein klein wenig an die Rassenideologie.
MikeSpring hat geschrieben:
07.07.2018, 12:04
aber WAS ist denn der Wille des Volkes ?
Vor etwas mehr als einem Jahr hast Du Dich hier um Kopf und Kragen diskutiert, dass die Wahl Trumps nicht dem Willen des Volkes entsprach und somit nicht demokratisch war. Du erinnerst Dich?
MikeSpring hat geschrieben:
07.07.2018, 12:04
Ich sehe es als Pflicht als bekennder Demokrat dazwischenzugrätschen.
Eine der vornehmsten Pflichten als Demokrat ist es, damit klarzukommen, dass andere Menschen andere Meinungen haben dürfen, ohne, dass man "dazwischengrätscht". Demokratie heißt auch, andere Meinungen auszuhalten und sich SACHLICH auseinanderzusetzen. Grätschen ist alles andere als sachlich, sondern ein körperlicher Vorgang.
MikeSpring hat geschrieben:
07.07.2018, 12:04
Die Diskussion ob der Islam zu Deutschland gehört möchte ich hier nicht aufmachen...
Hast Du schon ;)
MikeSpring hat geschrieben:
07.07.2018, 12:04
...das Problem der Islamisierung nicht auf Null herunterschreiben, aber in DEM MASSE, wie hier getan wird, SO groß und ausser Kontrolle ist es nicht.
Frag mal die Menschen, die auf dem Weihnachtsmarkt am Breitscheidplatz vor dem LKW fliehen mussten.
MikeSpring hat geschrieben:
07.07.2018, 12:04
Ja, es geht uns in Deutschland verhältnismäßig zu anderen LÄndern und auch verhältnismäßig zur eigenen Geschichte gut.
Uns geht es gut. Hast Du Dich mal gefragt, woran das liegt? Unser Wohlstand basiert nicht auf Rohstoffreichtum, sondern durch die Lebensleistung jedes einzelnen, der fleißig dafür arbeitet.
MikeSpring hat geschrieben:
07.07.2018, 12:04
Asyl ist bei uns ein Grundrecht. Wer also WIRKLICH Flüchtling ist hat ein Recht auf Asyl, EGAL WER oder WIEVIELE sie hier haben wollen.
Das ist seit 1993 schlicht nicht richtig, auch nicht dann, wenn Du es falsch verstehst oder es hier wiederholst. Das in Artikel 16 (1) GG verbriefte Asylrecht...
(1) Politisch Verfolgte genießen Asylrecht
...wird gleich in Absatz 2 wie folgt eingeschränkt:
(2) Auf Absatz 1 kann sich nicht berufen, wer aus einem Mitgliedstaat der Europäischen Gemeinschaften oder aus einem anderen Drittstaat einreist, in dem die Anwendung des Abkommens über die Rechtsstellung der Flüchtlinge und der Konvention zum Schutze der Menschenrechte und Grundfreiheiten sichergestellt ist.
Es ist also mitnichten EGAL, WER oder WIEVIEL oder WOHER (das hattest Du vergessen). Juristisch hat keiner, der hier über die gründe Grenze gewandert ist, Asylrecht. Das ist geltendes Recht, nicht das, was Du verstanden hast.
MikeSpring hat geschrieben:
07.07.2018, 12:04
Das zu zahlen ist Aufgabe des Staates. Bei keinen Ausgaben des Staates hast Du die Wahl zu sagen "Nicht von meinem Geld, ich will das nicht und habe auch anders gewählt".
Wenn es Menschen gelingt, rechtswidrig nach Deutschland zu kommen, dann erwarte ich von meinem (Recht-)Staat, dass er Recht durchsetzt. Dass wir derzeit faktisch keinen Antragsteller wieder loswerden, ist aber kein Schicksal, sondern kann man "wie bewiesen) mit vielen Staaten regeln.
MikeSpring hat geschrieben:
07.07.2018, 12:04
16,5 % sind keine Mehrheit.
Folgt man der Argumentation einiger, die die Nichtwähler auch noch bei ihren Deutungen miteinbezihen, kann ich noch sehr viel weniger einen sog. Rechtsruck erkennen. Aber jeder rechnet sich das halt auf seine Art schön.
MikeSpring hat geschrieben:
07.07.2018, 12:04
Ich schrieb nicht, dass es nicht auch drängende Probleme gibt. Aber genau DIESE tatsächlichen Probleme interessieren ja Pegida und die AFD gar nicht, gerade auf die Rentenproblematik hat doch die AFD überhaupt keine Antwort.
Zum Vergleich: Wenn Du im Wahlprogramm der Grünen von 1980 nach Rente suchst, wirst Du neben der Stiftung Warentest nur ein paar halbgare Nebensätze in den in diesen Kreisen z.T. bis heute üblichen Geschwurbels zu Gleichstellung von Mann und Frau sowie Verkürzung von Lebensarbeitszeit bei vollem Lohnausgleich finden. Dem Kampf "Gegen die Diskriminierung von sexuellen Außenseitern" ist hingegen ein eigenes Kapitel gewidmet und bezog sich im Selbstverständnis von Teilen der Grünen auch auf die §§ 174 bis 176 StGB, die den sexuellen Umgang mit Kindern verbieten, was trotz entsprechender wissenschaftlicher Belege in Teilen der Partei bis heute nicht ganz aufgearbeitet ist.
Sex mit Kindern galt im grünen Ideenkosmos lange als akzeptabel, solange er „einvernehmlich und gewaltfrei“ vollzogen würde.

So jedenfalls klingt ein Protokoll aus einer Sitzung des Berliner Abgeordnetenhauses im Jahr 1986. In diesem Landesparlament war Renate Künast Abgeordnete ... – bekannt für ihre schnoddrigen Zwischenrufe.

Während eine grüne Abgeordnete über häusliche Gewalt spricht, stellt ein CDU-Abgeordneter die Zwischenfrage, wie die Rednerin zu einem Beschluss der Grünen in Nordrhein-Westfalen stehe, die Strafandrohung wegen sexueller Handlungen an Kindern solle aufgehoben werden. Doch statt der Rednerin ruft, laut Protokoll, Renate Künast dazwischen: „Komma, wenn keine Gewalt im Spiel ist!“
Lies Dir mal das damilige Rentenkonzept der Grünen durch und dann stell das nochmal in den Kontext der §§ 174 bis 176 und dann denk nochmal drüber nach, ob dieser Vorwurf in irgendeiner Form relevant ist.
MikeSpring hat geschrieben:
07.07.2018, 12:04
Wir können hier gerne eine Nichtwählerdiskussion aufmachen. Mir kann niemand erzählen, dass es KEINE Partei in Deutschland gibt, die man notfalls wählen kann um zumindest keinen Schaden anzurichten oder Radikale zu stärken.
Es sollte in einer freiheitlichen Demkokratie möglich sein, jede zur Wahl zugelassene Partei zu wählen, ohne sich dem Vorwurf auszusetzen, dass man damit Schaden anrichtete. Die Ausübung des Wahlrechts übt keinen Schaden aus.
MikeSpring hat geschrieben:
07.07.2018, 12:04
Jedenfalls dafür, dass Du nicht wählst und Deine Möglichkeiten der Mitbestimmung nicht nutzt, forderst Du ganz schön viel. Das passt für mich nicht zusammen.
Für jemanden, der gern auch mal NIchtwähler in seine Arithmetik einbezieht, pustest Du die Backen ganz schön auf.
MikeSpring hat geschrieben:
07.07.2018, 12:04
Politik ist nun mal ein Kompromisgeschäft.
Kompromisse mit Pädophilen sind also mehr okay als Kompromisse mit einer Partei, die kein Rentenprogramm hat? Das finde ich eine erstaunliche Feststellung und gebe diese zu Protokoll.
MikeSpring hat geschrieben:
07.07.2018, 12:31
Ich habe ja auch nicht geschrieben, es gäbe diese Probleme alle nicht, aber nicht alle sind so groß, wie getan wird und es gibt eben auch keine einfachen Lösungen.
Du musst es in einer Demokratie jedem einzelnen überlassen, für wie groß er Probleme hält.
MikeSpring hat geschrieben:
07.07.2018, 12:31
Was ich der AfD vorwerfe ist, dass sie in erster Linie Themen nicht nach Wichtigkeit sondern nach öffentlicher Aufmerksamkeit besetzen, aufbauschen, mit gezielten Provokationen und "alternativen Fakten" Öl ins Feuer giessen, selber aber keine Lösungen anbieten, aber so tun, als könne es einfache Lösungen geben. Fakt ist doch, dass die 16,5% die Themen bestimmen, über die öffentlich geredet wird und die als die einzigen und drängensten wahrgenommen werden.
In erster Linie ist es die freie Presse, die bestimmt, über welche Themen gesprochen wird. Die Redaktionen der Takkshows von ARD und ZDF sind meines Wissens nach nicht AfD unterwandert oder von denen gesteuert. Aber sie betreiben "Framing" bzw. lassen sich darauf ein. Das sagt aber mehr über die mangelhafte Qualität an Journalismus aus als über die AfD.
MikeSpring hat geschrieben:
07.07.2018, 12:31
Die Politik hat den Fehler gemacht, die Probleme derMenschen, die AfD wählen vorher totgeschwiegen haben und diese Leute von Beginn an in die Nazi-Ecke gestellt haben, bis die Partei, die ja ursprünglich monothematisch gegen den Euro war für echte Nazis interessant wurde.
Puh, das finde ich eine etwas merkwürdige Verdichtung. Mir war die AfD zu eurokritischen Zeiten schon suspekt, als andere, die heute Angst vor ihr haben, noch verzückt ob deren Querdenkens waren. Geschenkt. Aber echte Nazis hatten immer ihre Organisation und dürften die AfD mehrheitlich ablehnen. Was Du mit solchen Aussagen betreibst, ist im Grunde genommen eine Verharmlosung "echter" Nazithesen, die mit dem, wofür die AfD steht, nur wenig deckungsgleich sind. Ich bin kein Fan der AfD, aber ich halte diese falsche Dämonisierung für unglaublich gefährlich, weil die echten Nazis, die unsere freiheitlich demokratische Grundordnung aktiv kämpferisch bekämpfen, völlig aus dem Fokus geraten sind und sich fröhlich unterm Radar neu organisieren.
MikeSpring hat geschrieben:
07.07.2018, 12:31
Ja, natürlich ist es problematisch, jahrelang zu hören, kein Geld für dieses, jenes und welches da, kaum sind Flüchtlinge da ist auf einmal Geld vorhanden. Definitiv hat die Regierung über Jahre versäumt, die Bevölkerung mitzunehmen. Und nur, weil es keine leichten Lösungen gibt, heißt es ja nicht, dass man dann halt KEINE findet.
Parteien sind nach dem Grundgesetz nicht dafür da, Probleme zu lösen, sondern nach Art. 21 dafür, "an der Willensbildung des Volkes mitzuwirken". Mir scheint, Du könntest mal eine aktuelle Ausgabe unserer Verfassung gebrauchen.
MikeSpring hat geschrieben:
07.07.2018, 12:31
Das sicherlich viele Probleme die wir haben im Islam wurzeln ist sicher richtig. Rund 5 Mio Muslime gibt es in Deutschland. Die allermeisten davon gut integriert.
Zunächst müssen wir dafür definieren, wie man "gut integriert" definieren will. Da darf man sicher unterschiedlicher Auffassung sein, wenn wir z.B. Burkinis anschaffen, weil sich sonst Väter weigern, ihre Töchter zum Schwimmunterricht zu lassen. In Ägypten war es in den 50er Jahren unvorstellbar, dass Frauen ein Kopftuch tragen, es gibt eine legendäre Rede Nassers, google mal, dann findest Du sie (kenne die youtubeverlinkungsregeln hier nicht, daher mache ich das mal auf die altmodische Form: /watch?v=zCzAgkBQrJI ). Damals haben auch noch viele gelacht.
MikeSpring hat geschrieben:
07.07.2018, 12:31
Viele davon auch gar nicht wirklich religiös. Da kann man doch wirklich nicht davon reden, der Islam gehöre nicht zu Deutschland. Verglichen damit IST es ein geringes Problem mit der Islamisierung. Ein Problem, was wir dennoch angehen müssen. Gerade in Sachsen wo man am meisten Angst davor hat kann man von Islamisierung wohl kaum reden.
Du hast scheinbar eine sehr romantische Vorstellung der Vorgänge im Orient. Ich empfehle Dir, Dich dazu mal mit Publikationen z.B. des libanesischen Regisseurs Imad Karim oder des Islamwissenschaftlers Ralph Ghadban auseinanderzusetzen, bevor Du so ein midles Urteil sprichst.
MikeSpring hat geschrieben:
07.07.2018, 12:31
Zur Kriminalitätsstatistik: ich bin nicht so naiv, nicht zu wissen, dass es natürlich auch eine hohe Dunkelziffer gibt. für 2017 weist die PKS 520.000 Fälle aus, was einer Senkung vin 8,5% entspräche. Schlagen wir Deine 50.000 wieder auf haben wir zumindest keine signifikante Steigerung, denn von den 50.000 werden ja einige auch wieder rausfallen, weil sie nicht als Straftat klassifiziert werden. Ja, ich weiß natürlich auch, dass man das steuern kann, wenn ich einen Tag lang 100 Polizisten zur Kontrolle in die Hasenheide schicke werden sie vielleicht 20 Dealer verhaften, wenn ich am nächsten Tag nur 10 hinschicke vielleicht noch 2 - hey super, radikal gesenkt! Und natürlich wird vieles nicht gemeldet. Aber einen ungefähren Eindruck bekommt man schon. Hey, ich arbeite im Jobcenter, ich weiß wie man Statistiken fälscht!
Ich vermag kaum zu glauben, dass ein Angehöriger einer deutschen Behörde öffentlich zugibt, dass er wissentlich und willentlich falsche Auskunft gibt und dann ernsthaft meint, wir könnten von hier aus Fluchtursachen in Bananenrepublikem bekämpfen und damit das Migrationsproblem lösen. Sorry, aber das passt nicht zusammen.
MikeSpring hat geschrieben:
07.07.2018, 12:31
Wenn ich wenig aber gezielt fördere habe ich natürlich bessere Erfolgsquoten als wenn ich viel aber wahllos fördere.
Ich halte Quervergleiche zwischen den Sachgebieten Langzeitarbeitslose und Einwanderung/Migration für wenig förderlich. Die Zahl der Arbeitslosen hängt in erster Linie neben statistischen Tricks und Kniffen von der gerade herrschenden Wirtschaftslage ab. Die Zahl der Menschen, die eine Migration zu uns wünschen, ist hingegen eher konjunkturunabhängig. Insofern sehe ich da schon allein hinsichtlich der Steuerbarkeit keine Vergleichbarkeit. Einen Langzeitarbeitslosen, der nicht gewillt ist, einer Regelbeschäftigung nachzugehen, werde ich in der Regel weder mit Förderung noch mit Sanktionen motivieren können, letzteres sorgt eher dafür, dass er sich einen findigen Anwalt nimmt, den das Jobcenter mitfinanziert und dann vor Gericht seine unkürzbaren Ansprüche auf Lebensunterhalt juristisch durchsetzt.

Mir scheint, Du bist mal wieder in Deinem Weltbild gefangen, was aus "AfD = Nazi" und einem im wesentlichen romantischen wie unrealistischen Orientbild besteht, welches nicht der Realität und auch nicht den historischen Kontexten entspricht. Es ist Dein gutes, demokratisches Recht, der Meinung zu sein, dass so, wie es ist, alles dufte ist. Anderen aber ihre z.T. fundierte Meinung als inakzeptabel "abzugrätschen" ist alles mögliche, aber nicht demokratisch. Das mit der Deformation klemme ich mir an der Stelle mal, auch wenn es passen würde ;)

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Re: Die eigene Haustür - Thread für deutsche und EU-Innenpolitik

Beitrag von MikeSpring » 07.07.2018, 18:32

Mein Gott, Opa, wie kommt es, dass Du mich ständig so missverstehst, wobei wir doch in der Sache gar nicht unähnlich denken ?
Opa hat geschrieben:
07.07.2018, 13:25
MikeSpring hat geschrieben:
07.07.2018, 12:04
meine EIngangsworte waren "ich gebe Opa recht" auf das Zitat von Opa, AFD ist nicht automatisch gleich Nazi. Ich habe also genau das Gegenteil von dem geschrieben, als Du behauptest.
Das passt aber nicht mit dem hier...
MikeSpring hat geschrieben:
07.07.2018, 12:04
Aber wenn jemand eine braune Partei wählt - und das ist sie und das bleibt sie in meinen Augen - darf sich nicht wundern, wenn ich ihn in die ultrarechte Ecke stelle.
...zusammen. Und Du wirst große Probleme mit Deinem Definitionsmaßstab bekommen, wenn Du mit wirklcihen Nazis zusammenkommst, die die AfD für eine liberale Systempartei halten.
OK, war unglücklich formuliert. Also, JA, ich halte die AfD für eine in Teilen braune Partei, was nicht ausschließt, dass sie auch mal Richtiges sagt. Ja, die richtigen 100%igen Nazis werden sie nicht wählen. Dennoch sehe ich es nicht weniger problematisch an, wenn derart viele Menschen bei Aussagen applaudieren, die auch von Nazis kommen könnten.
Opa hat geschrieben:
07.07.2018, 13:25
MikeSpring hat geschrieben:
07.07.2018, 12:04
Ich glaube die AfD-Wähler setzen sich zusammen aus ja, auch Nazis, aus von der Union enttäuschten Konservativen, aus Protestwählern und solchen, den am wichtigsten ist, dass Merkel abgewählt wird. Aber die Partei insgesamt und die wichtigsten Vertreter verhält sich ultrarechts, ja, teilweise ist die Grenze zum Nazisein deutlich überschritten. Und wenn Du Dir die hasserfüllten Gesichter bei Pegida samt den dazugehörigen Slogans anschaust muss man schon sehr wohlwollend sein, die NICHT in die Nähe von Nazis zu stellen.
Du siehst also in Gesichtern, dass jemand Nazi ist?


habe ich das geschrieben ? NEIN, habe ich nicht. Ich erkenne aber hasserfüllte Gesichter, ich höre was die dabei rufen (oder vom Redner hören) und sehe, was für Plakate (oder Galgen) die hochhalten. Ich bin nicht unbedingt ein Fan von Özdemir, aber wenn die Masse mit Schaum vor dem Mund ihn betreffend brüllt "Abschieben!" oder wenn solche Masse mit diesen hasserfüllten Gesichtern applaudiert, wenn jemand davon schwadroniert, dass man die Öfen wieder in Betrieb nehmen könnte - in wessen Nähe würdest Du denn solche Leute stellen ?
Opa hat geschrieben:
07.07.2018, 13:25
MikeSpring hat geschrieben:
07.07.2018, 12:04
aber WAS ist denn der Wille des Volkes ?
Vor etwas mehr als einem Jahr hast Du Dich hier um Kopf und Kragen diskutiert, dass die Wahl Trumps nicht dem Willen des Volkes entsprach und somit nicht demokratisch war. Du erinnerst Dich?
Ich erinnere mich, dass wir über das amerikanische Wahlsystem diskutiert haben, welches ich nach wie vor nicht für ideal halte. Um Kopf und Kragen habe ich mich nicht diskutiert, Du hast es aber auch damals schon verstanden mich konsequent falsch zu verstehen. Aber das gehört ihr nicht her. Aber der Wille des Volkes ist nicht das, was 16,5% behaupten oder 3000 Menschen in Leipzig, die irrigerweise meinen "das Volk" zu sein.
Opa hat geschrieben:
07.07.2018, 13:25
MikeSpring hat geschrieben:
07.07.2018, 12:04
Ich sehe es als Pflicht als bekennder Demokrat dazwischenzugrätschen.
Eine der vornehmsten Pflichten als Demokrat ist es, damit klarzukommen, dass andere Menschen andere Meinungen haben dürfen, ohne, dass man "dazwischengrätscht". Demokratie heißt auch, andere Meinungen auszuhalten und sich SACHLICH auseinanderzusetzen. Grätschen ist alles andere als sachlich, sondern ein körperlicher Vorgang.
Auch hier einfach nur salopp formuliert, ich meine damit natürlich dagegen zu argumentieren (wie ich es mit PREUSSE auch getan habe). [/quote]
Opa hat geschrieben:
07.07.2018, 13:25
MikeSpring hat geschrieben:
07.07.2018, 12:04
Die Diskussion ob der Islam zu Deutschland gehört möchte ich hier nicht aufmachen...
Hast Du schon ;)
MikeSpring hat geschrieben:
07.07.2018, 12:04
...das Problem der Islamisierung nicht auf Null herunterschreiben, aber in DEM MASSE, wie hier getan wird, SO groß und ausser Kontrolle ist es nicht.
Frag mal die Menschen, die auf dem Weihnachtsmarkt am Breitscheidplatz vor dem LKW fliehen mussten.
Ist das ein Zeichen von Islamisierung ? Ich hätte das einfach als Terrorismus eingestuft. Was die Sache nicht besser macht. Die Frage ist, was versteht man unter Islamisierung ? Ich verstehe darunter, dass Versuche unternommen werden, Regeln und Gesetze in Bahnen zu lenken, wie sie in islamistischen Ländern üblich sind.
Opa hat geschrieben:
07.07.2018, 13:25
MikeSpring hat geschrieben:
07.07.2018, 12:04
Asyl ist bei uns ein Grundrecht. Wer also WIRKLICH Flüchtling ist hat ein Recht auf Asyl, EGAL WER oder WIEVIELE sie hier haben wollen.
Das ist seit 1993 schlicht nicht richtig, auch nicht dann, wenn Du es falsch verstehst oder es hier wiederholst. Das in Artikel 16 (1) GG verbriefte Asylrecht...
(1) Politisch Verfolgte genießen Asylrecht
...wird gleich in Absatz 2 wie folgt eingeschränkt:
(2) Auf Absatz 1 kann sich nicht berufen, wer aus einem Mitgliedstaat der Europäischen Gemeinschaften oder aus einem anderen Drittstaat einreist, in dem die Anwendung des Abkommens über die Rechtsstellung der Flüchtlinge und der Konvention zum Schutze der Menschenrechte und Grundfreiheiten sichergestellt ist.
Es ist also mitnichten EGAL, WER oder WIEVIEL oder WOHER (das hattest Du vergessen). Juristisch hat keiner, der hier über die gründe Grenze gewandert ist, Asylrecht. Das ist geltendes Recht, nicht das, was Du verstanden hast.
Ja, ich habe das WOHER vergessen. Ich wollte letztlich nur sagen dass es eben eine untergeordnete Rolle spielt ob die Menschen dieses Landes Flüchtlinge hier haben wollen oder nicht. Ich wollte jetzt auch keine komplette juristische Arbeit zu diesem Thema verfassen, wollte bloß verdeutlichen, dass wir gewisse Menschen aufnehmen MÜSSEN. Aufgrund internationalen Rechts und dem Grundgesetz. Ich wollte da jetzt nicht alle Voraussetzungen, Ausnahmen usw. durchgehen.
Opa hat geschrieben:
07.07.2018, 13:25
MikeSpring hat geschrieben:
07.07.2018, 12:04
Das zu zahlen ist Aufgabe des Staates. Bei keinen Ausgaben des Staates hast Du die Wahl zu sagen "Nicht von meinem Geld, ich will das nicht und habe auch anders gewählt".
Wenn es Menschen gelingt, rechtswidrig nach Deutschland zu kommen, dann erwarte ich von meinem (Recht-)Staat, dass er Recht durchsetzt. Dass wir derzeit faktisch keinen Antragsteller wieder loswerden, ist aber kein Schicksal, sondern kann man "wie bewiesen) mit vielen Staaten regeln.
Da haben wir überhaupt keinen Dissenz. Ich will auch nicht für alle zahlen die hier nicht hergehören. Ich bin da ungefähr genauso weit entfernt von den Linken (Kommt alle her) wie von der AFD (Mauern hochziehen!).
Opa hat geschrieben:
07.07.2018, 13:25
MikeSpring hat geschrieben:
07.07.2018, 12:04
Ich schrieb nicht, dass es nicht auch drängende Probleme gibt. Aber genau DIESE tatsächlichen Probleme interessieren ja Pegida und die AFD gar nicht, gerade auf die Rentenproblematik hat doch die AFD überhaupt keine Antwort.
Zum Vergleich: Wenn Du im Wahlprogramm der Grünen von 1980 nach Rente suchst, wirst Du neben der Stiftung Warentest nur ein paar halbgare Nebensätze in den in diesen Kreisen z.T. bis heute üblichen Geschwurbels zu Gleichstellung von Mann und Frau sowie Verkürzung von Lebensarbeitszeit bei vollem Lohnausgleich finden. Dem Kampf "Gegen die Diskriminierung von sexuellen Außenseitern" ist hingegen ein eigenes Kapitel gewidmet und bezog sich im Selbstverständnis von Teilen der Grünen auch auf die §§ 174 bis 176 StGB, die den sexuellen Umgang mit Kindern verbieten, was trotz entsprechender wissenschaftlicher Belege in Teilen der Partei bis heute nicht ganz aufgearbeitet ist.
Sex mit Kindern galt im grünen Ideenkosmos lange als akzeptabel, solange er „einvernehmlich und gewaltfrei“ vollzogen würde.

So jedenfalls klingt ein Protokoll aus einer Sitzung des Berliner Abgeordnetenhauses im Jahr 1986. In diesem Landesparlament war Renate Künast Abgeordnete ... – bekannt für ihre schnoddrigen Zwischenrufe.

Während eine grüne Abgeordnete über häusliche Gewalt spricht, stellt ein CDU-Abgeordneter die Zwischenfrage, wie die Rednerin zu einem Beschluss der Grünen in Nordrhein-Westfalen stehe, die Strafandrohung wegen sexueller Handlungen an Kindern solle aufgehoben werden. Doch statt der Rednerin ruft, laut Protokoll, Renate Künast dazwischen: „Komma, wenn keine Gewalt im Spiel ist!“
Lies Dir mal das damilige Rentenkonzept der Grünen durch und dann stell das nochmal in den Kontext der §§ 174 bis 176 und dann denk nochmal drüber nach, ob dieser Vorwurf in irgendeiner Form relevant ist.
Sorry, ich weiß jetzt nicht, was Du an dieser Stelle mit den Grünen willst. Habe ich die je als Musterbeispiel erwähnt, wie man es als neue Partei machen sollte ? Du erweckst ja den Eindruck, ich würde frühere Positionen der Grünen bzgl. Pädophilie in irgendeiner Weise teilen oder verteidigen. Schön recherchiert, aber voll am Thema vorbei. Nur zur Info: Ich habe die Grünen nie gewählt, habe das auch nicht vor und habe die Grünen NIEMALS für eine wählbare Partei gehalten. Mittlerweile erkenne ich sie als demokratische Partei an, das schon, aber auch als eine Partei, die selbst GRUNDLAGEN Ihrer Politik als verhandelbar ansieht und mittlerweile ihre Prinzipien schneller über Bord werfen, als Merkel eine Raute machen kann.
Opa hat geschrieben:
07.07.2018, 13:25
MikeSpring hat geschrieben:
07.07.2018, 12:04
Wir können hier gerne eine Nichtwählerdiskussion aufmachen. Mir kann niemand erzählen, dass es KEINE Partei in Deutschland gibt, die man notfalls wählen kann um zumindest keinen Schaden anzurichten oder Radikale zu stärken.
Es sollte in einer freiheitlichen Demkokratie möglich sein, jede zur Wahl zugelassene Partei zu wählen, ohne sich dem Vorwurf auszusetzen, dass man damit Schaden anrichtete. Die Ausübung des Wahlrechts übt keinen Schaden aus.
Trotzdem finde ich es für bedenklich wenn bestimmte Parteien viele Mandate erhalten. Und die stärkt man eben auch mit nicht wählen. Ich finde es sogar für falsch Protestwahl zu machen, also eine Partei zu wählen, die man selber eigentlich ablehnt um ein Zeichen zu setzen, denn für Protest sind Wahlen nicht da. Aber das ist eine eigene Diskussion, die ich hier und jetzt nicht führen will.
Opa hat geschrieben:
07.07.2018, 13:25
MikeSpring hat geschrieben:
07.07.2018, 12:04
Jedenfalls dafür, dass Du nicht wählst und Deine Möglichkeiten der Mitbestimmung nicht nutzt, forderst Du ganz schön viel. Das passt für mich nicht zusammen.
Für jemanden, der gern auch mal NIchtwähler in seine Arithmetik einbezieht, pustest Du die Backen ganz schön auf.
Mit der Aussage kann ich nichts anfangen.
Opa hat geschrieben:
07.07.2018, 13:25
MikeSpring hat geschrieben:
07.07.2018, 12:04
Politik ist nun mal ein Kompromisgeschäft.
Kompromisse mit Pädophilen sind also mehr okay als Kompromisse mit einer Partei, die kein Rentenprogramm hat? Das finde ich eine erstaunliche Feststellung und gebe diese zu Protokoll.
Das habe ich nicht geschrieben. Niemals, nirgendwo. Wie Du behaupten kannst, ich hätte Kompromisse mit Pädophilen als irgendwie akzeptabel bezeichnet ist ja fast schon boshaft und ich weiß nicht, was Du damit bezweckst mich in solche Ecke zu stellen.
Opa hat geschrieben:
07.07.2018, 13:25
MikeSpring hat geschrieben:
07.07.2018, 12:31
Was ich der AfD vorwerfe ist, dass sie in erster Linie Themen nicht nach Wichtigkeit sondern nach öffentlicher Aufmerksamkeit besetzen, aufbauschen, mit gezielten Provokationen und "alternativen Fakten" Öl ins Feuer giessen, selber aber keine Lösungen anbieten, aber so tun, als könne es einfache Lösungen geben. Fakt ist doch, dass die 16,5% die Themen bestimmen, über die öffentlich geredet wird und die als die einzigen und drängensten wahrgenommen werden.
In erster Linie ist es die freie Presse, die bestimmt, über welche Themen gesprochen wird. Die Redaktionen der Takkshows von ARD und ZDF sind meines Wissens nach nicht AfD unterwandert oder von denen gesteuert. Aber sie betreiben "Framing" bzw. lassen sich darauf ein. Das sagt aber mehr über die mangelhafte Qualität an Journalismus aus als über die AfD.
Da gebe ich Dir recht. Es ist das Kalkül der AfD größtmöglich zu provozieren, zu empören. Das könnte man auch ins Leere laufen lassen, aber die anderen Parteien und die Medien fallen immer wieder darauf rein und bieten damit der AfD diese Bühne.
Opa hat geschrieben:
07.07.2018, 13:25
MikeSpring hat geschrieben:
07.07.2018, 12:31
Die Politik hat den Fehler gemacht, die Probleme derMenschen, die AfD wählen vorher totgeschwiegen haben und diese Leute von Beginn an in die Nazi-Ecke gestellt haben, bis die Partei, die ja ursprünglich monothematisch gegen den Euro war für echte Nazis interessant wurde.
Puh, das finde ich eine etwas merkwürdige Verdichtung. Mir war die AfD zu eurokritischen Zeiten schon suspekt, als andere, die heute Angst vor ihr haben, noch verzückt ob deren Querdenkens waren. Geschenkt. Aber echte Nazis hatten immer ihre Organisation und dürften die AfD mehrheitlich ablehnen. Was Du mit solchen Aussagen betreibst, ist im Grunde genommen eine Verharmlosung "echter" Nazithesen, die mit dem, wofür die AfD steht, nur wenig deckungsgleich sind. Ich bin kein Fan der AfD, aber ich halte diese falsche Dämonisierung für unglaublich gefährlich, weil die echten Nazis, die unsere freiheitlich demokratische Grundordnung aktiv kämpferisch bekämpfen, völlig aus dem Fokus geraten sind und sich fröhlich unterm Radar neu organisieren.
Ich gebe Dir recht, dass ich das hier SEHR verdichtet habe. Ich hatte schlicht keine Lust mehr, diesen Beitrag noch länger werden zu lassen. Ich habe durchaus eine sehr differenzierte Sicht, wie die AfD groß geworden ist und wieviel Schuld die anderen Parteien und die Medien daran haben, aber auch die Bundes- und Landesregierungen. Das war mir aber zu viel das hier unterzubringen. Nach dem, was ich zu diesem Thema von Dir schon gelesen habe, bin ich da gar nicht weit von Dir entfernt.
Opa hat geschrieben:
07.07.2018, 13:25
MikeSpring hat geschrieben:
07.07.2018, 12:31
Ja, natürlich ist es problematisch, jahrelang zu hören, kein Geld für dieses, jenes und welches da, kaum sind Flüchtlinge da ist auf einmal Geld vorhanden. Definitiv hat die Regierung über Jahre versäumt, die Bevölkerung mitzunehmen. Und nur, weil es keine leichten Lösungen gibt, heißt es ja nicht, dass man dann halt KEINE findet.
Parteien sind nach dem Grundgesetz nicht dafür da, Probleme zu lösen, sondern nach Art. 21 dafür, "an der Willensbildung des Volkes mitzuwirken". Mir scheint, Du könntest mal eine aktuelle Ausgabe unserer Verfassung gebrauchen.
Danke, ich brauche von Dir keine Nachhilfe in Staatsrecht. Ich finde es aber trotzdem dünn für eine Partei, nur zu fordern und zu kritisieren, ohne eigene Alternativen anzubieten. GERADE WENN ich mich "Alternative" für Deutschland nenne, dann sollte ich doch wenigstens auch ein alternatives Wahlprogramm haben, dass die drängensten Probleme angeht, oder nicht ? Was ist das für eine Alternative, wenn ich nur weiß "SO wollen sie es nicht" aber nicht "WIE wollen sie es denn ?"
Opa hat geschrieben:
07.07.2018, 13:25
Du hast scheinbar eine sehr romantische Vorstellung der Vorgänge im Orient. Ich empfehle Dir, Dich dazu mal mit Publikationen z.B. des libanesischen Regisseurs Imad Karim oder des Islamwissenschaftlers Ralph Ghadban auseinanderzusetzen, bevor Du so ein midles Urteil sprichst.
Nö, ich habe überhaupt kein romantisches Bild von orientalischen Ländern. Ich persönlich kenne nur Moslems, die hier sehr wohl angekommen und sehr liberal sind. Mein Lieblingskollege ist Türke. Nein, ist er nicht, er hat keinen türkischen Pass, nur einen deutschen, also ist er Deutscher mit türkischem Migrationshintergrund.
Opa hat geschrieben:
07.07.2018, 13:25

Ich vermag kaum zu glauben, dass ein Angehöriger einer deutschen Behörde öffentlich zugibt, dass er wissentlich und willentlich falsche Auskunft gibt und dann ernsthaft meint, wir könnten von hier aus Fluchtursachen in Bananenrepublikem bekämpfen und damit das Migrationsproblem lösen. Sorry, aber das passt nicht zusammen.
Das war extrem zugespitzt. Ich persönlich arbeite nach dem Gesetz und verweigere sogar Dienstanweisungen, wenn sie dem widersprechen bzw. nur der Verbesserung der Statistik dient. Ich verweise meinen Vorgesetzten dann auf meinen Diensteid und mache ihm vorher deutlich dass ich dieses oder jenes nicht umsetzen werde. Damit mache ich mich auch nicht angreifbar. Ich mache das vorwiegend in Dientsberatungen, dann sind meine Aussagen nämlich protokolliert. Oder schriftlich.

Über die Arbeit im Jobcenter könnte ich ansonsten Stundenlang schreiben, will das aber nicht, auch da ich ab heute Urlaub habe... Ich bin sicher dass wir da in einigen Punkten uneins sind. Zum Thema Sanktionen z.B. aber das Fass mache ich jetzt nicht auf.
Opa hat geschrieben:
07.07.2018, 13:25
Mir scheint, Du bist mal wieder in Deinem Weltbild gefangen, was aus "AfD = Nazi" und einem im wesentlichen romantischen wie unrealistischen Orientbild besteht, welches nicht der Realität und auch nicht den historischen Kontexten entspricht. Es ist Dein gutes, demokratisches Recht, der Meinung zu sein, dass so, wie es ist, alles dufte ist. Anderen aber ihre z.T. fundierte Meinung als inakzeptabel "abzugrätschen" ist alles mögliche, aber nicht demokratisch. Das mit der Deformation klemme ich mir an der Stelle mal, auch wenn es passen würde ;)
Also, ich denke ich habe jetzt deutlich gemacht, dass ich zwar die AfD durchaus als braun bezeichne, aber nicht jeden ihrer Wähler. EIn romantisches Orientbild habe ich nicht, ob es realistisch ist, kann ich auch nicht beurteilen, DU aber auch nicht. Ich bin auch nicht der Meinung, dass alles dufte ist, ´habe ich auch nicht geschrieben. Und das mit dem Grätschen - mein Gott, das ist ein Fußballforum. Ich will niemanden umgrätschen, aber gegen AfD-nonsens argumentieren darf ich wohl noch ? PREUSSE hat in seiner Argumentation so viele Angriffspunkte geliefert und ich war ja auch nicht der einzige, der dagegen argumentiert hat. Mich hat gewundert von Dir da nichts zu lesen. Aber du greifst ja lieber die Leute an, die von Deiner Meinung gar nicht so weit entfernt sind, und versuchst alles umzudeuten oder wörtlich zu nehmen. Wie gesagt, das ist hier nur ein Fußballforum, erwarte doch hier keine feingeschliffene perfekte Rhetorik, selbst Politikexperten haben für sowas ihre Berater. Vielleicht war es auch richtig von Dir, auf PREUSSE nicht einzugehen - Don't feed the troll - aber immerhin hat er nach meinem Link nicht mehr den Blödsinn mit dem Rechtsbruch wiederholt.

Ist ja toll, dass Du hier auch wieder regelmäßig postest, aber manchmal ist es extrem schwer mit Dir zu diskutieren.
Niemand ist HERTHA als wir.

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Re: Die eigene Haustür - Thread für deutsche und EU-Innenpolitik

Beitrag von PREUSSE » 07.07.2018, 22:31

MikeSpring hat geschrieben:
07.07.2018, 18:32
Vielleicht war es auch richtig von Dir, auf PREUSSE nicht einzugehen - Don't feed the troll - aber immerhin hat er nach meinem Link nicht mehr den Blödsinn mit dem Rechtsbruch wiederholt.
Du bildest dir doch nicht ernsthaft ein, dein Link hätte meine Überzeugung des Rechtsbruchs in irgendeinerweise tangiert?

Ich übernehme mal deine Formulierung, Don't feed the troll :grin:

PREUSSE
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Re: Die eigene Haustür - Thread für deutsche und EU-Innenpolitik

Beitrag von PREUSSE » 07.07.2018, 22:39

PREUSSE hat geschrieben:
06.07.2018, 21:29
Ray hat geschrieben:
06.07.2018, 21:22
Von "Wegnehmen" (AfD-Fake-Gesülze).....
Gibt es dafür einen Beleg oder entspringt das deiner Fantasie?
3. Versuch @ray

Gibt es dafür einen Beleg oder entspringt das deiner Fantasie? ....dieses chronische Übel des AfD Bashing in @mikespring Manier? 8-) :D

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Ray
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Re: Die eigene Haustür - Thread für deutsche und EU-Innenpolitik

Beitrag von Ray » 07.07.2018, 22:53

Aber natüüüüüüüüüüüüürlich, die arme arme Partei (grundsätzlich Opferrolle) wird "gebasht".
Taubenschiss etc., alles Ausrutscher.
Ich ändere meine Meinung minütlich. Christian Lindner Fußballgott.

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