Die eigene Haustür - Thread für deutsche und EU-Innenpolitik

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PREUSSE
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Re: Die eigene Haustür - Thread für deutsche und EU-Innenpolitik

Beitrag von PREUSSE » 09.07.2018, 14:26

PREUSSE hat geschrieben:
06.07.2018, 21:29
Ray hat geschrieben:
06.07.2018, 21:22
Von "Wegnehmen" (AfD-Fake-Gesülze).....
Gibt es dafür einen Beleg oder entspringt das deiner Fantasie?
@Ray, gibt es für "Wegnehmen" eine Quellen Angabe oder einen Beleg?

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Ray
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Re: Die eigene Haustür - Thread für deutsche und EU-Innenpolitik

Beitrag von Ray » 09.07.2018, 14:45

Mit "Wegnehmen" meinte ich, dass Leute im weitesten Sinne AfD-Umfeld, Pegida etc. denken, "Ausländer nehmen uns die Arbeitsplätze(etc.) weg". Noch nie diesen Satz gehört?
Und das ist selbstverständlich Fake. Wir haben Fachkräftemangel.
Ich ändere meine Meinung minütlich. Christian Lindner Fußballgott.

PREUSSE
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Re: Die eigene Haustür - Thread für deutsche und EU-Innenpolitik

Beitrag von PREUSSE » 09.07.2018, 14:54

Ray hat geschrieben:
09.07.2018, 14:45
Mit "Wegnehmen" meinte ich, dass Leute im weitesten Sinne AfD-Umfeld, Pegida etc. denken, "Ausländer nehmen uns die Arbeitsplätze(etc.) weg". Noch nie diesen Satz gehört?
Und das ist selbstverständlich Fake. Wir haben Fachkräftemangel.
Das hat jeder schon gehört. Aber ich habe es noch nicht von der AfD gehört, aber genau in diesem Kontext hast du es gebraucht und als typisches "AfD-Fake-Gesülze" bezeichnet. Damit reihst auch du dich mit ein bei denjenigen, die bei jeder Gelegenheit versuchen die AfD zu diskreditieren. Chapeau :top:

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Opa
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Re: Die eigene Haustür - Thread für deutsche und EU-Innenpolitik

Beitrag von Opa » 09.07.2018, 15:12

Bad Man hat geschrieben:
09.07.2018, 13:45
Aber was Du aus diesen Informationen ableitest, ist aber trotzdem auch oft falsch, weil Dein Weltbild Maßstab für Deine Analysen ist. Es mangelt Dir an Distanz zu diesem Weltbild bzw. Du stellst es nicht in Frage. Das heißt, Du findest nicht die Fehler in diesem Weltbild und von denen gibt es einige.
Das mag ja sein, dass mein Weltbild falsch ist und es steht jedem frei, das zu hinterfragen oder sich dem entgegenzustellen, aber das ändert ja nichts an dem erschreckenden Unsinn, mir die Frage zu stellen, wo man denn kommunistische Propaganda betrieben hätte, wenn man Religion als Opium des Volkes bezeichnet. Sorry, Ignoranz (um das noch höflich auszudrücken) ist kein Weltbild, es ist nicht einmal eine Haltung.
Bad Man hat geschrieben:
09.07.2018, 13:45
Der von mir fett formatierte Teil Deiner Ausführungen weißt z.B. auf eine grundlegende Fehlannahme hin. Die meisten kirchlichen Pflegeeinrichtungen sind meistens als Vereine oder Stiftungen organisiert und sie finanzieren sich, genauso wie privatwirtschaftliche gGmbHs aus den entsprechenden Kassen. Ev. Krankenhäuser rechnen genauso mit den Krankenkassen ab, wie kath. Seniorenheime mit der Pflegeversicherung.
Mir war klar, dass dieser Einwand kommt und na klar kriegt man in einer Klosterbrauerei auch nichts geschenkt, sondern muss das Bier kaufen. Warum auch nicht? Allerdings finanzieren viele Orden damit das Auskommen ihrer Ordensleute, denn die Kirche leidet wie kaum eine andere Institution unter einer völligen Überalterung.

Von 15.038 Ordensfrauen in tätigen und kontemplativen Gemeinschaften/Einzelklöstern waren Ende 2017 schon 12.614 (= rund 84 %) über 65 Jahre alt. Wie dramatisch überaltert diese Orden sind, sieht man auch daran, dass 10 Jahre zuvor die Zahl der Ordensfrauen bei über 35.000 lag, d.h. es sind rund 20.000 Ordensfrauen oder 57 % weggestorben. Bei den Männern sieht es kaum besser aus, von den 3.804 Ordensmänner in der DOK sind 55% älter als 65 Jahre.
Bad Man hat geschrieben:
09.07.2018, 13:45
Die meisten Tätigkeiten christlicher Organisationen wurden über Spenden finanziert oder Kollekten (die im Grunde nichts anderes darstellen) oder aber, die Menschen haben für die erbrachten Leistungen bezahlt. Früher haben die Kirchen tatsächlich mal ab und zu etwas dazu gegeben, aber heute ist das fast gar nicht mehr der Fall.
Also ganz konkret kann ich Dir sagen, dass z.B. die Obdachlosenhilfe des Senats nur im Winter gezahlt wird, in den restlichen Monaten des Jahres sind diese Einrichtungen entweder geschlossen oder müssen aus Spenden oder Gemeindegeldern finanziert werden. Das geht der Suppenküche meiner ehemaligen Gemeinde nicht anders als der Stadtmission. Das mag unter Dein "fast gar nicht" fallen, ist aber eines von vielen Beispielen, wo die Kirche an Stellen hilft, an denen der Staat nicht helfen kann. Dazu gehört z.B. auch die Organisation von Seniorennachmittagen, da gibt's aus keinem öffentlichen Topf oder Sozialverischerung Geld dafür. Ich habe die Kirchen neben meinem Glauben in meinem Berufsleben als knallharte Verhandlungspartner kennengelernt, da zählt Barmherzigkeit nichts, da zählt nur Cash. Aber das war bei jeder Krankenkasse oder jedem Leistungsträger ähnlich, weshalb ich Deinen Einwurf auch nicht ganz nachvollziehen kann.
Bad Man hat geschrieben:
09.07.2018, 13:45
Die Kirchen haben ihre liebe Mühe und Not mit den generierten Kirchensteuern, ihr Kerngeschäft am Laufen zu halten. Sie können viele Pfarrstellen nicht besetzen, weil ihnen schlichtweg das Geld fehlt. Die Pfarrer haben heute so viele Pfarreien zu betreuen, dass ein regelmäßiger sonntäglicher Gottesdienst ausgeschlossen ist.
Das liegt weniger am Geld als am mangelnden Nachwuchs und der Altersstruktur (s.o.).
Bad Man hat geschrieben:
09.07.2018, 13:45
Kirchen werden verkauft, weil sie nicht mehr zu finanzieren sind (Schieber hat sich doch wohl auch eine gekauft). Jegliche soziale Dienste stehen sehr weit hinten an. Die Frau von unserem Pfarrer hat nach langem Hin und Her gerade mal eine halbe Stelle als Gemeindepädagogin bekommen.
Ja, die Finanzen sind auch klamm, ohne Frage. Und natürlich wird man in den Bistümern überlegen müssen, wie man sich zukunftsfit machen will. Das ist Bestandteil von vielen Diskussionsprozessen, die in der Kirche geführt werden. Das wird auch allein schon wegen des Nachwuchsmangels nicht ohne Einschränkungen in den Gemeinden gehen. Dazu gehört dann auch der Verkauf nicht mehr genutzter Immobilien, die im Übrigen eine riesige finanzielle Reserve darstellen. Der Wert der kircheneigenen Immobilien schätzte der Autor Carsten Frerk Anfang der 2000er Jahre auf über 100 Mrd. €. Die Kirche muss sich überlegen, was sie mit diesem Schatz langfristig anstellen will und sie wird das auch unter rein wirtschaftlichen Aspekten tun. Und ich finde keinen Grund, weshalb das illegitim sei.
Bad Man hat geschrieben:
09.07.2018, 13:45
Dabei hätten die Kirchen gerade jetzt eine Chance, verlorenes Terrain wieder gut zu machen, denn die Menschen stellen sich immer die Frage nach dem Sinn ihrer Existenz und die Antwort der nicht gläubigen Menschen, wonach der Mensch eben irgendeine bedeutungslose Kreatur ist, die nur zum Zwecke der eigenen Befriedigung existiert, ist für die meisten eben äußerst unbefriedigend.

Doch wie sollen die Kirchen mit ihrer Geschichte, die Menschen glaubwürdig zu Gott führen? Das ist ausgeschlossen.

Und, was passiert, um jetzt den Kreis zu schließen? Die Menschen entwickeln einen Götzen und welcher Götze ist das heute? Die Nation.
Die Menschen finden sicher mehr Götzen als die Nation. Die Naturreligionen und die Esoterik haben einen riesigen Zulauf, der Esoterikmarkt setzt allein in Deutschland jährlich 20 Mrd. € um, das enstpricht dem BIP von Estland. Oder sie suchen sich einen anderen erfüllenden Götzen, Fußball ist für viele eine Art Ersatzreligion mit allem, was dazu gehört, Gemeinschaft, Gesänge, Glaube, Hoffnung und manchmal auch Feuer und (Weih-)Rauch. Deine Verdichtung von Ersatzreligion auf die Nation finde ich an der Stelle ein klein wenig zu dicht.
Bad Man hat geschrieben:
09.07.2018, 13:45
Die Nation vermittelt einem eine Zugehörigkeit, die Nation vermittelt einem eine Aufgabe, die Nation vermittelt eine Richtschnur - und leitet einen in die Irre.
Weshalb sollte die Nation einen in die Irre leiten? Vielleicht hast Du eine andere Definition, aber für mich ist die Nation unser Gemeinwesen, welches wir alle mitzugestalten aufgerufen sind. Man kann sicher bei Rotwein und Kartoffelsalat eine nächtliche Küchendiskussion darüber führen, inwiefern das eine Richtschnur oder ein Zugehörigkeitsgefühl auslöst, aber ich glaube, dass wir Deutschen da sehr, sehr verkrampft mit umgehen. Ein Franzose, Brite, Russe oder US Amerikaner würde den Sinn einer solchen Debatte vermutlich nicht einmal erfassen können.

Die Nation ersetzt weder bei denen noch bei uns eine Religion, das sind zwei völlig verschiedene Themenbereiche, die man nicht krampfhaft miteinander vermengen sollte. Natürlich gibt es bei uns wie überall ein paar Klopsköpfe, die das nicht getrennt kriegen, aber denen wollen wir hier ja keinen Vorschub leisten. Dennoch halte ich eine grundsätzlich negative Konnotierung des Nationenbegriffs, wie er in einigen Kreisen en vogue ist, für vollkommen falsch.
Ray hat geschrieben:
09.07.2018, 14:24
Tja, vielleicht ist es besser, zu Leuten a la Erdogan und Putin irgendwie Kontakt zu halten als diese deutsche Komplettverweigerung der letzten 13 Jahre, auch gegenüber anderen Politikern (nur Trump natürlich nicht, das ist unser Freund, egal was er tut).
Möglicherweise hätte ein "Freund" Schröder in Deutschland in Amt und Ehren seinen Freunden so einiges abringen können a la "Erdo, lass das mal mit dem Richterentlassen, ha ha ha".
Wenn Du so einen Käse schreibst, erinnerst Du mich an jemanden, dessen Ausdruck an Hilflosigkeit darin besteht, dass er wild um sich tritt. Irgendwie süß ist es ja, nur sag bescheid, wenn Du was sachliches beizutragen hast. Natürlich ist es sinnvoll, Kontakt zu halten und natürlich ist es gut, dass ein "elder statesman", der keine Rücksicht mehr auf Proporz oder Tagespolitik nehmen muss, zur Verfügung steht, um solche diplomatisch heiklen Missionen zu meistern. Aber Dein Getrete gegen "13 Jahre Komplettverweigerung" trifft ja dann auch den von Christian Lindner hochgelobten FDP Außenminister Westerwelle, der bis 2013 dem Kabinett angehörte und z.B. das Assoziierungsabkommen mit der Ukraine mitverhandelte oder Deutschland in der westlichen Welt isolierte, als er sich bei der Libyen-Abstimmung im Sicherheitsrat der UN der Stimme enthielt. Aber Du kannst das ja gern richtigstellen, wenn Du aufhörst, hilflos zu treten.

Bad Man
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Re: Die eigene Haustür - Thread für deutsche und EU-Innenpolitik

Beitrag von Bad Man » 09.07.2018, 17:54

Deine Antwort, Kollege Opa,

besteht zu großen Teilen aus Unterstellungen. Ich habe nicht geschrieben, Dein Weltbild sei falsch. Würde ich auch nie tun, denn wer von uns kann behaupten, sein Weltbild sei richtig? Wohl niemand, obwohl Du in vielen Diskussionen gerne den Anspruch erhebst. Ich habe von Deinem mangelnden Zweifel an Deinem Weltbild gesprochen. Das ist etwas ganz anders und führt zu einer Inflexibilität im Denken. Du hast ein sehr fest zementiertes Schwarz-Weiß Bild.

Zu Deinem Disput mit der Zauberdrachin:

Natürlich stammt die Aussage 'Religion ist das Opium des Volkes' von Marx und wenn Du sie als kommunistische Propaganda brandmarken willst, steht Dir das frei. Freilich kulminiert aber in dieser Aussage nur die Religionskritik des 17. und 18. Jahrhunderts. In dem Kontext sind dann wahrscheinlich auch Philosophen wie Voltaire und Nietzsche Kommunisten.

Das eigentliche Problem besteht darin, dass Du der Zauberdrachin Aussagen in den Mund legst (genauso, wie eben hier mir), die sie gar nicht getätigt hat. Wann hat sie denn vom 'Opium des Volkes' gesprochen, was Du ihr in diesem Beitrag unterstellst? Ich habe die find-Funktion benutzt und die einzige Person die davon spricht, bist Du.

Das ist so Deine Diskussionskultur. Du erfindest mal eben einen Sachverhalt und schießt dann aus vollen Rohren. Ja, kann man machen, aber zeugt das von Souveränität?

Kommen wir zum nächsten Punkt:

Was hat die Überalterung der Orden mit dem Sachverhalt zu tun, wie sich die meisten kirchlich orientierten Krankenhäuser, Seniorenheime, Behinderteneinrichtungen, KIndergärten etc. sich finanzieren - ohne damit die darüber hinaus gehenden Leistungen der Kirche schmälern zu wollen?

Die Kirchen, wie die Gewerkschaften sind mittlerweile Konzerne. Zwar mit einem sozialen Anspruch, aber dennoch strikt kapitalistisch und marktwirtschaftlich ausgerichtet, wie Du selbst einräumst, wenn Du davon schreibst, dass Du sie als knallharte Verhandlungspartner erlebt hast. Und wenn Du davon sprichst, dass die Kirchen über große Vermögen verfügen und dieses unter rein wirtschaftlichen Aspekten behandeln, dann verstehe ich nicht, wieso Du weiter ausführst: 'Und ich finde keinen Grund, weshalb das illegitim sein soll.' Hat irgendjemand der Kirche das Recht dazu in Abrede gestellt?

Im übrigen ist und bleibt Geld der Schwachpunkt der Kirche. Mit dem entsprechenden Einsatz finanzieller Mittel könnte man etwas gegen die Überalterung tun. Zum Beispiel eine Werbekampangne, so nach dem Motto: 'Komm in die Kirche und rede mit uns' oder Kindergärten gründen, für die gerade jetzt ein riesiger Bedarf herrscht.

Abschließend:

Mein Schlußwort in meinem Beitrag hob auf die Diskussion zur AfD ab, die wir hier führen (Zitat: 'Und, was passiert jetzt, um den Kreis zu schließen.'). Deswegen sprach ich davon, dass die Menschen in der Nation ihr sinnspendendes Element finden. Das viele Menschen sich andere sinnspendende Elemente suchen und finden, trifft natürlich zu, liegt aber außerhalb des Diskussionskreises.

Und natürlich führt einen die Nation in die Irre und mich wundert, dass Du als gläubiger Mensch das nicht siehst. Macht Gott denn einen Unterschied zwischen Nationen, zwischen Völkern oder Rassen oder gelten ihm alle Menschen gleich? Will Gott denn, dass es in dem einen Staat das eine Recht gibt und in dem anderen ein anderes? Wenn ja, wieso gelten dann die 10 Gebote für alle Menschen?

In dem Kontext, was Deine Islamkritik angeht:

Vom Islam aus gesehen, gibt es ein Rechtswesen und das gilt ausnahmslos überall. Das mag lokal im Detail Abwandlungen erfahren, aber prinzipiell gilt es überall.

So, und nun lege Dich mal mit Mohammed an. Viel Spaß!

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Re: Die eigene Haustür - Thread für deutsche und EU-Innenpolitik

Beitrag von PREUSSE » 09.07.2018, 19:20

Laut heutigem aktuellen Insa Meinungstrend für BILD zieht die AfD an der SPD vorbei und ist die aktuell zweitstärkste Partei in Deutschland.


https://www.bild.de/bild-plus/politik/i ... .bild.html

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Re: Die eigene Haustür - Thread für deutsche und EU-Innenpolitik

Beitrag von PREUSSE » 09.07.2018, 19:47

Frank Steffel ist durch FU Prüfer der Doktortitel aberkannt worden :grin:

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Re: Die eigene Haustür - Thread für deutsche und EU-Innenpolitik

Beitrag von Opa » 09.07.2018, 20:47

Bad Man hat geschrieben:
09.07.2018, 17:54
Deine Antwort, Kollege Opa
Geht das mit dem Kollegen jetzt hier weiter?
Bad Man hat geschrieben:
09.07.2018, 17:54
Du hast ein sehr fest zementiertes Schwarz-Weiß Bild.
Für jemanden, der keinen Wertekompass besitzt, mag das so wirken.
Bad Man hat geschrieben:
09.07.2018, 17:54
Zu Deinem Disput mit der Zauberdrachin:

Natürlich stammt die Aussage 'Religion ist das Opium des Volkes' von Marx und wenn Du sie als kommunistische Propaganda brandmarken willst, steht Dir das frei. Freilich kulminiert aber in dieser Aussage nur die Religionskritik des 17. und 18. Jahrhunderts. In dem Kontext sind dann wahrscheinlich auch Philosophen wie Voltaire und Nietzsche Kommunisten.
Soweit ich mich erinnere, habe ich mit der Drachin keine religionsphilosphische Diskussion geführt, sondern über die AfD.
Bad Man hat geschrieben:
09.07.2018, 17:54
Das eigentliche Problem besteht darin, dass Du der Zauberdrachin Aussagen in den Mund legst (genauso, wie eben hier mir), die sie gar nicht getätigt hat. Wann hat sie denn vom 'Opium des Volkes' gesprochen, was Du ihr in diesem Beitrag unterstellst? Ich habe die find-Funktion benutzt und die einzige Person die davon spricht, bist Du.

Das ist so Deine Diskussionskultur. Du erfindest mal eben einen Sachverhalt und schießt dann aus vollen Rohren. Ja, kann man machen, aber zeugt das von Souveränität?
Kleiner Faktencheck gefällig?
Zauberdrachin hat geschrieben:
08.07.2018, 07:08
Und je mehr man in die Details reindiskutiert, desto schlimmer wird es nur, weil man das Übergeordnete aus den Augen verliert und genau das ist das stete Ziel von Kapitalisten und Religionsführeren/-vertretern. "Halte du sie dumm, ich mach sie arm und wir teilen uns den Reichtum/die Besitztümer".
Das ist Marxismus-Leninismus in Reinkultur mit einem Schuss Stalinismus gemixt. Da habe ich ihr mit dem Hinweis auf die Originalzitate von Marx und Lenin ja nur eine Quellenangabe gemacht. Wenn jemand gegen Kapitalisten und Religionsführer hetzt, was ist der denn dann?
Bad Man hat geschrieben:
09.07.2018, 17:54
Was hat die Überalterung der Orden mit dem Sachverhalt zu tun, wie sich die meisten kirchlich orientierten Krankenhäuser, Seniorenheime, Behinderteneinrichtungen, KIndergärten etc. sich finanzieren - ohne damit die darüber hinaus gehenden Leistungen der Kirche schmälern zu wollen?
Wohin wandern denn die Überschüsse aus diesen Einrichtungen? Wohin führen die Träger die Überschüsse ab?
Bad Man hat geschrieben:
09.07.2018, 17:54
Hat irgendjemand der Kirche das Recht dazu in Abrede gestellt?
Magst Du nochmal die Stellen zitiert bekommen, an denen Du "Früher haben die Kirchen tatsächlich mal ab und zu etwas dazu gegeben, aber heute ist das fast gar nicht mehr der Fall" oder "Jegliche soziale Dienste stehen sehr weit hinten an" geschrieben hast?
Bad Man hat geschrieben:
09.07.2018, 17:54
Im übrigen ist und bleibt Geld der Schwachpunkt der Kirche. Mit dem entsprechenden Einsatz finanzieller Mittel könnte man etwas gegen die Überalterung tun. Zum Beispiel eine Werbekampangne, so nach dem Motto: 'Komm in die Kirche und rede mit uns' oder Kindergärten gründen, für die gerade jetzt ein riesiger Bedarf herrscht.
Ich habe gerade einen Brief meines Bischofs bekommen, in dem er mir u.a. einen schönen Urlaub gewünscht hat. Und natürlich um Spenden für den Umbau von St. Hedwig geworben hat. Beiliegend ein Heftchen, in dem eine Pflegerin der Caritas das Erfüllende ihres Jobs beschreibt, in dem eine Referentin des BDKJ ihre TEO (Tage ethischer Orientierung) beschreibt, in der eine neunjährige Schülerin den Alltag in einer katholischen Schule beschreibt... All das ist heute schon Tel der Öffentlichkeitsarbeit des Erzbistums Berlin, weshalb ich nicht verstehe, weshalb Du das als Schwachpunkt siehst.
Bad Man hat geschrieben:
09.07.2018, 17:54
Abschließend:
An der Stelle hatte ich kurz Hoffnung, obwohl ich weiß, dass ich enttäuscht werde.
Bad Man hat geschrieben:
09.07.2018, 17:54
Und natürlich führt einen die Nation in die Irre und mich wundert, dass Du als gläubiger Mensch das nicht siehst. Macht Gott denn einen Unterschied zwischen Nationen, zwischen Völkern oder Rassen oder gelten ihm alle Menschen gleich? Will Gott denn, dass es in dem einen Staat das eine Recht gibt und in dem anderen ein anderes? Wenn ja, wieso gelten dann die 10 Gebote für alle Menschen?
Wer hat das denn in Frage gestellt? Für Dich ist es ein entweder oder, für mich geht Religion und Nation nebeneinander. Nicht schlimm, erklärt aber, weshalb wir nicht zueinander finden.
Bad Man hat geschrieben:
09.07.2018, 17:54
Vom Islam aus gesehen, gibt es ein Rechtswesen und das gilt ausnahmslos überall. Das mag lokal im Detail Abwandlungen erfahren, aber prinzipiell gilt es überall.
Das ist der Unterschied, bei uns gilt kein religiöses Rechtswesen, sondern seit Jahrhunderten ein menschgemachtes, welches u.a. von den Werten der französischen Revolution, der Bill of Rights oder der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte oder in unserem Fall vom Charakter des Grundgesetzes getragen wird und sich u.a. dadurch von der Scharia unterscheidet, dass unser Rechtswesen nicht nur eine Gewaltenteilung kennt, sondern sich unser Rechtswesen weiterentwickelt und den Gegebenheiten angepasst wird, allein das Beispiel der Frauenrechte sollte hier signifikant genug sein, um zu verdeutlichen, dass ein unabänderliches und universelles Recht natürlich angepasst werden muss, weil Du sonst in einer Zeit steckenbleibst. Die islamische Welt war vor 60 Jahren weiter als sie heute ist, die Rückwärtsorientierung setzte im Wesentlichen mit Khomeini ein. Hältst Du diese Entwicklung für richtig?
Bad Man hat geschrieben:
09.07.2018, 17:54
So, und nun lege Dich mal mit Mohammed an. Viel Spaß!
Ich habe überhaupt nicht die Absicht, mich mit Mohammed anzulegen, warum sollte ich auch? Nicht nur, dass der seit 1386 Jahren tot ist, für den heutigen Zustand des Islam kann man ihn kaum verantwortlich machen.

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Mäcki_L
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Re: Die eigene Haustür - Thread für deutsche und EU-Innenpolitik

Beitrag von Mäcki_L » 10.07.2018, 00:00

Das eigentlich interessante an dieser ganzen Diskussion wenn man sie aufmerksam verfolgt, dass es, nach meinem Eindruck (fast) die gesamte Palette an Meinungen, Rede und Gegenrede wiederspiegelt.

Das finde ich eigentlich einen sehr bemerkenswerten Ansatz. Es muss doch nicht alles gradlinig und gleichförmig sein. Dennoch finde ich es ist zum grossen Teil eine sachliche Diskussion, bei der jeder eben seinen Standpunkt und seine Sicht der Dinge darstellt. Ich teile nicht jede Ansicht, doch hin und wieder gibt es auch Argumente, denen ich zustimmen kann.

Es zeigt aber auch deutlich, wo die Grenzen des vertretbaren verlaufen und wo es geboten ist, energisch Widerrede zu ergreifen.

Die Sympathieen von @PREUSSE für die Partei welche ja eine Alternative sein soll (was ist eigentlich eine Alternative für Deutschland, Römisches Reich deutscher Nation?) sind ja nicht zu übersehen und dein letzter Kommentar sinngemäss: Nur Thema Flüchtlinge ist interessant, wen interessieren schon die Renten, zeigt doch deutlich mit welchen Bauernfängertricks hier gearbeitet werden soll und wie das bereits verfängt.

@Opa hat geschrieben, dass immer mehr Handwerker keine oder nur schwer Auszubildende bekommen. Recht hat er. Warum ist das aber so?
Könnte es vielleicht auch am Bildungssystem liegen, welches nach meiner Auffassung dringendst mal eine Frischzellenkur bräuchte?

Wie steht es mit dem Gesundheitswesen? Fachkräftemangel in der Pflege!! Warum? Knochenjob, Überstunden ohne Ende, Zu viele Patienten für eine Pflegekraft! Was tut der "Gesundheitsminister" Spahn? genau! Nichts! Hohle Phrasen dreschen.

Oder Beispiel Infrastruktur. Durch eine Präferierung des Transport der Güter auf die Strasse, bei gleichzeitiger Privatisierung der DB sind beide ins Hintertreffen geraten. Die Autobahnen sind dem immer mehr werdenden und vor allem auch grösseren Lasten nicht mehr adäquat gewachsen. Ein Grossteil der Brückenbauwerke sind durch diese Zunahme dermassen in Mitleidenschaft gezogen, dass die Geschwindigkeiten reduziert und Abstände vergrössert werden müssen. Na und bei der Bahn ein ähnliches Bild. Güterverkehr auf der Schiene? Tendenz eher sinkend.
Die Nord- Süd Achse (DE-CH-I) ist nur im Bereich der CH fertiggestellt. Italien nicht fertig und über den Ausbau auf 4 Gleise der Rheintalstrecke wird immer noch gestritten, so dass die Planung für diese ganze Angelegenheit selbst schon von der Zeit überholt ist.

Thema Umwelt oder Klimaschutz. Was ist denn da konkret erreicht? Zumindest die vereinbarten Ziele werden wohl nicht mehr geschafft. Da war es doch wichtiger, der Autolobby quasi den Rücken freizuhalten. Was macht VW & Co? Bescheissen was das Zeug hält. Interessiert es irggend jemand? Kaum. Regierung? Hää bitte wer? Auto? Fährt doch! Dann ist doch alles gut!

Und so passiert es eben, dass man sich mit den Ereignissen der Zuwanderung, so dermassen ins Zeug legt, sich eben auch von der AfD die Richtung vorgeben lässt und dabei ebenfalls wesentliche Dinge aus den Augen verliert.

Oder um beim Fussball zu bleiben. Unsere Regierung hat zwar viel Ballbesitz (Regierungsmehrheit) doch sie versäumt es eben, die entscheidenden Tore zu schiessen...Na und wie das mit dem Ballbesitzfussball und den nicht geschossenen Toren ist haben wir ja gerade erst erlebt....

Bad Man
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Re: Die eigene Haustür - Thread für deutsche und EU-Innenpolitik

Beitrag von Bad Man » 10.07.2018, 01:16

Natürlich geht das mit dem Kollegen hier weiter, Kollege Opa. Meinst Du, ich werfe meine Prinzipien über Bord, bloß weil das hier ein neues Forum ist?

Frage 1:

Wolltest Du mit Deiner Aussage: 'Für jemanden, der keinen Wertekompass besitzt, mag das so wirken.', sagen, dass ich keinen Wertekompass besitze?

Frage 2:

Du hast der Zauberdrachin wie folgt geantwortet: 'Du sprachst von der Religion als das "Opium des Volkes', das ist ein Zitat von Karl Marx aus seinem Werk". Sie hat zu keinem Zeitpunkt von der Religion als Opium des Volkes gesprochen, auch wenn Du das in ihre Worte hinein interpretierst bzw. ihr diese Aussage in den Mund legst. Das die Religion ein Machtmittel der Herrschenden ist, hat selbst Voltaire gesagt.

Willst Du dem Argument widersprechen, dass die Religion von den Herrschenden ge- bzw. missbraucht wird? Wenn ja, dann mit welchen Argumenten?

Und wieso hetzt sie, wenn sie diesen Sachverhalt benennt? Es mag sein, dass sich die katholische bzw. evangelische Kirche in den letzten Jahrzehnten zum Besseren gewandelt haben, aber der Kapitalismus mit Sicherheit nicht. In Deutschland würde doch heute keiner mehr von einer 'sozialen' Marktwirtschaft sprechen. Und die russisch-orthodoxe Kirche ist ein Steigbügelhalter von Putin und seinen Oligarchen, so wie auch vielerorts auch der Islam die Oligarchie stützt.

Die Kritik an den christlichen Kirchen haben sich diese über Jahrhunderte verdient und das lässt sich halt nicht einfach mit einem Federstrich wegwischen, auch wenn es Dir als Katholik lieb wäre. Ein Bischof Tebartz-van Elst und Missbrauchsskandale sind diesbezüglich auch nicht gerade hilfreich.

Polemisch ihre Aussagen als kommunistische Propaganda zu brandmarken, überzeugt nicht. Wie Du Dich vielleicht erinnerst, haben im HI-Forum während der Dir so unliebsamen Diskussion zum Thema 'Was versteht Ihr unter dem Begriff Gott?', so manche Diskutanten eben genau diese Position vertreten, ohne von Dir als Kommunisten gebrandmarkt worden zu sein. Das die Zauberdrachin hier noch eine Kapitalismuskritik einfließen ließ, deckt sich zumindest zu einem gewissen Teil sogar mit der heutigen Position der katholischen Kirche.

Frage 3:

Wie kommst Du auf die Idee, dass Einrichtungen die in der Caritas oder dem Diakonischen Werk organisiert sind Überschüsse abführen? Grundsätzlich gesehen müssen die Einrichtungen dem Gemeinnützigkeitsrecht entsprechen. Überschüsse dürfen nur für die in der Satzung festgelegten gemeinnützigen Zwecke verwendet werden. Sie können – anders als bei gewerblichen Unternehmen – nicht entnommen werden und müssen zeitnah gemeinnützig verwendet werden.

Frage 4:

Meine Aussagen: 'Früher haben die Kirchen tatsächlich mal ab und zu etwas dazu gegeben, aber heute ist das fast gar nicht mehr der Fall' bzw. 'Jegliche soziale Dienste stehen sehr weit hinten an.', haben doch mitnichten den Kirchen das Recht abgesprochen, ihre Vermögen nach marktwirtschaftlichen Grundsätzen zu handhaben.

Was hast Du da hinein interpretiert?

Frage 5:

Meinst Du, es ist besonders sinnvoll, wenn die Öffentlichkeitsarbeit nur von den Gläubigen wahrgenommen wird? Oder ist das Heftchen von dem Du gesprochen hast in der breiten Öffentlichkeit angekommen?

Außer ein paar Kirchenmitgliedern kennt das keiner. Ich würde das mal eine lausige Öffentlichkeitsarbeit nennen. Da kann ja der Keuter mehr.

Zum Thema Staat und Kirche:

Was in unserer Gesellschaft so oder so gehandhabt wird, bedeutet noch lange nicht, dasss es richtig ist.

Bei den Juden ist Glaube und Volk (Nation) eins. Auch wenn das im modernen Israel nicht der Fall ist, was aber vor allem durch ein völlig unbrauchbares altertümliches Gesetz bedingt ist, das zudem wahrscheinlich nicht von Moses stammt und schließlich wird man ja auch durch Geburt zwangsweise Jude (zumindest wenn die Mutter Jüdin ist), was aber nicht zwangsläufig bedeutet, dass man dadurch automatisch an Gott glaubt und so bietet die Demokratie einen Ausweg. Aber im Prinzip ist Glaube und Volk (Nation) eins.

Interessanterweise hat der Rabbiner Samuel bar Abba im babylonischen Exil definiert, dass zunächst das Gesetz des Staates gelten soll, in dem sie leben, bevor ihr eigenes Gesetz greift (Baba Batra 54b: das Gesetz des Staates ist Gesetz).

Im Grundsatz verfolgt der Islam den gleichen Ansatz, nur dass die Nation auf alle Menschen ausgeweitet wird, die sich zum Islam bekennen und wenn das alle Menschen tun würden, würde das islamische Recht eben für alle Menschen gelten (wobei auch das islamische Recht veraltet ist - auch wenn manches auch nur veraltet erscheint, weil unsere Gesellschaft nicht versteht, wie es gemeint ist).

Tatsächlich kann es nur ein Rechtswesen geben, denn wie sollte ein Mensch gleichzeitig zwei unterschiedlichen Rechtswesen gerecht werden können?

Siehst Du, ich bin z.B. kein Demokrat, denn das durch die Demokratie geschaffene Recht beruht auf Interessen und Vorteilnahme und wird durch Stimmungen in der Gesellschaft bestimmt bzw. wird gekauft. Viele der von Dir erwähnten Frauenrechte, wie z.B. das Abtreibungsrecht sind sehr kritisch zu sehen. Das Recht mit Hilfe Gottes zu definieren, bedeutet es loszulösen von den Interessen einzelner Menschen bzw. Gruppen von Menschen und das gesamte Sein und seine Rechte als Grundlage zu wählen.

Die Nation z.B. definiert das Recht aus subjektiver Sicht und Vorteilnahme ohne Berücksichtigung, ob dies die Rechte anderer beeinträchtigt. Das ist eine Hauptursache für Kriege.

PREUSSE
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Re: Die eigene Haustür - Thread für deutsche und EU-Innenpolitik

Beitrag von PREUSSE » 10.07.2018, 06:54

Mäcki_L hat geschrieben:
10.07.2018, 00:00
Die Sympathieen von @PREUSSE für die Partei welche ja eine Alternative sein soll (was ist eigentlich eine Alternative für Deutschland, Römisches Reich deutscher Nation?) sind ja nicht zu übersehen und dein letzter Kommentar sinngemäss: Nur Thema Flüchtlinge ist interessant, wen interessieren schon die Renten, zeigt doch deutlich mit welchen Bauernfängertricks hier gearbeitet werden soll und wie das bereits verfängt
Deine Aussagen machen mich gelinde gesagt sprachlos. Welche Alternative? Ernsthaft jetzt?

Natürlich jene Alternative zu Merkels Weiter so Politik.


Wieso sollten bei so vielen Menschen Bauerntricks notwendig sein, wenn offensichtlich ihr Hauptanliegen die schleichende Islamisierung Deutschlands ist?

Ich glaube eher, die Alt Parteien arbeiten seit Jahren mit Bauerntricks und das gemeine Wahlvolk hat dies akzeptiert, aus Trägheit, aus Blödheit oder einem anderem Grund.

Du Mäcki machst m.E. wie viele den Fehler und unterstellt denjenigen, die ihre Stimme der AfD gegeben haben, politische Naivität.

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isnogud
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Re: Die eigene Haustür - Thread für deutsche und EU-Innenpolitik

Beitrag von isnogud » 10.07.2018, 08:13

„Schleichende Islamisierung Deutschlands.“ Was für ein Käse. Was immer Du wirklich für Schmerzen oder Probleme haben solltest, Preusse, sie werden ihre Ursachen nicht im Islam haben, sie werden ihre Ursachen nicht darin haben, dass in Deutschland heute knapp fünf Millionen Moslems – und nicht wenige davon in dritter Generation - leben. Ganz sicher. Mach Dir mal eine Liste und kreuze an welche persönliche Nachteile Du dadurch erlebt hast und die von diesen Menschen verursacht und verantwortet werden.
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Opa
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Re: Die eigene Haustür - Thread für deutsche und EU-Innenpolitik

Beitrag von Opa » 10.07.2018, 10:58

Bad Man hat geschrieben:
10.07.2018, 01:16
Natürlich geht das mit dem Kollegen hier weiter, Kollege Opa. Meinst Du, ich werfe meine Prinzipien über Bord, bloß weil das hier ein neues Forum ist?
Du meinst Deine Prinzipien, die vorwiegend aus plumpen Provokationen bestehen? Wie hätte ich annehmen können, dass Du die über Bord wirfst?
Bad Man hat geschrieben:
10.07.2018, 01:16
Frage 1:

Wolltest Du mit Deiner Aussage: 'Für jemanden, der keinen Wertekompass besitzt, mag das so wirken.', sagen, dass ich keinen Wertekompass besitze?
Bemerkenswert, dass Du Dich angesprochen fühlst.
Bad Man hat geschrieben:
10.07.2018, 01:16
Frage 2:

Du hast der Zauberdrachin wie folgt geantwortet: 'Du sprachst von der Religion als das "Opium des Volkes', das ist ein Zitat von Karl Marx aus seinem Werk". Sie hat zu keinem Zeitpunkt von der Religion als Opium des Volkes gesprochen, auch wenn Du das in ihre Worte hinein interpretierst bzw. ihr diese Aussage in den Mund legst. Das die Religion ein Machtmittel der Herrschenden ist, hat selbst Voltaire gesagt.

Willst Du dem Argument widersprechen, dass die Religion von den Herrschenden ge- bzw. missbraucht wird? Wenn ja, dann mit welchen Argumenten?
Voltaire kämpfte gegen absolutistische Herrscher, wir werden von "Herrschenden" regiert, die wir selbst gewählt haben, bei den Evangelen wählen die sogar ihre Bischöfe selbst. Wer sich in einer Demokratie beherrscht fühlt, drückt damit seine Ablehnung gegen "das System" aus, was letztlich meinen Vorwurf eher bestätigt als entkräftet, dass sich die Drachin außerhalb dieses Systems zu bewegen scheint. Du bekennst Dich im weiteren Verlauf Deines "Ergusses" ja auch zu Deinem antidemokratischem Weltbild.
Bad Man hat geschrieben:
10.07.2018, 01:16
Und wieso hetzt sie, wenn sie diesen Sachverhalt benennt? Es mag sein, dass sich die katholische bzw. evangelische Kirche in den letzten Jahrzehnten zum Besseren gewandelt haben, aber der Kapitalismus mit Sicherheit nicht.
Quod erat demonstrandum. Auch Du, Brutus.
Bad Man hat geschrieben:
10.07.2018, 01:16
In Deutschland würde doch heute keiner mehr von einer 'sozialen' Marktwirtschaft sprechen.
Also ich spreche noch davon und viele andere auch. Ich bin stolz, in einem Land zu leben, welches den Bedürftigen eine Grundteilhabe ermöglicht, andererseits anderen die Freiheit lässt, sich auszuleben. Wir haben weitgehend freie Bildung ohne Zugangshemmnisse, massig Förderprogramme, ein vergleichsweise gut funktionierendes Gesundheitswesen, eine vergleichsweise gute Infrastruktur, Mieterschutz genießt einen hohen Stellenwert usw. Klar gibt's Detailfragen (z.B. Erwerbsunfähigkeit), in denen auch ich mir eine andere Richtung wünsche, aber im Großen und Ganzen lässt sich nur mit einem gehörigen Maß an Boshaftigkeit oder Verblendung die Tatsache leugnen, dass wir in einer sozialen Marktwirtschaft leben.
Bad Man hat geschrieben:
10.07.2018, 01:16
Und die russisch-orthodoxe Kirche ist ein Steigbügelhalter von Putin und seinen Oligarchen, so wie auch vielerorts auch der Islam die Oligarchie stützt.
Puh, das ist jetzt sehr, sehr verdichtet. Die Renaissance der russisch-orthodoxen Kirche ist u.a. damit erklärbar, dass diese in der Sowjetunion erheblichen Repressionen ausgesetzt war. Dass diese Religion (wie in allen islamischen Staaten) zudem Staatsreligion ist, solltest Du nicht verschweigen, mir wäre neu, dass es das bei uns in vergleichbarer Form gäbe. Insofern ist dieser Hinweis eher in der Ecke des Whataboutism zu verorten als in irgendeiner Form ernstzunehmen.
Bad Man hat geschrieben:
10.07.2018, 01:16
Die Kritik an den christlichen Kirchen haben sich diese über Jahrhunderte verdient und das lässt sich halt nicht einfach mit einem Federstrich wegwischen, auch wenn es Dir als Katholik lieb wäre. Ein Bischof Tebartz-van Elst und Missbrauchsskandale sind diesbezüglich auch nicht gerade hilfreich.
Dort, wo menschen tätig sind, werden immer auch menschliche Abgründe zu Tage treten. Du kannst natürlich weiter gegen die christlichen Kirchen hetzen, aber denk mal darüber nach, dass z.B. diverse Missbrauchsskandale durchaus aufgearbeitet werden. Hier findest Du ein Beispiel, wie in der russisch-orthodoxen Kirche damit umgegangen wird. Hier ein Beispiel, wie die islamischen Verbände damit umgehen. Nur um das richtigzustellen: Mir geht's nicht um eine Aufrechnung, sondern um die Veranschaulichung, dass es in jeder Institution solche Vorfälle gibt, nicht nur in Religionen, weshalb das als Vorwurf gegen eine oder mehrere Religionen überhaupt nicht taugt.
Bad Man hat geschrieben:
10.07.2018, 01:16
Polemisch ihre Aussagen als kommunistische Propaganda zu brandmarken, überzeugt nicht.
In der DDR sang der Oktoberclub in ihrem größten Hit "Ich will beim richtigen Namen Dich nennen" - wer kommunistische Gedanken verbreitet, den werde ich auch so benennen, hatten sie ja selbst drum gebeten. Wenn zudem ausgerechnet von Dir der Vorwurf der Polemik kommt, hat das eine ziemlich ulkige Note.
Bad Man hat geschrieben:
10.07.2018, 01:16
Wie Du Dich vielleicht erinnerst, haben im HI-Forum während der Dir so unliebsamen Diskussion zum Thema 'Was versteht Ihr unter dem Begriff Gott?', so manche Diskutanten eben genau diese Position vertreten, ohne von Dir als Kommunisten gebrandmarkt worden zu sein. Das die Zauberdrachin hier noch eine Kapitalismuskritik einfließen ließ, deckt sich zumindest zu einem gewissen Teil sogar mit der heutigen Position der katholischen Kirche.
Wenn Du zwischen einer stärkeren Regulierung von Finanzmärkten und dem Plappern kommunistischer Parolen und Forderungen nach Verstaatlichung nicht differenzieren kannst, können wir uns an dieser Stelle die Diskussion sparen. Dein Begehr ist, der katholischen Kirche etwas anzudichten, ich beabsichtige nicht, das durch unnötige Aufmerksamkeit in irgendeiner Form zu würdigen, weil der Begriff der Würde in Deinem Zusammenhang ein Oxymoron darstellt.
Bad Man hat geschrieben:
10.07.2018, 01:16
Frage 3:

Wie kommst Du auf die Idee, dass Einrichtungen die in der Caritas oder dem Diakonischen Werk organisiert sind Überschüsse abführen? Grundsätzlich gesehen müssen die Einrichtungen dem Gemeinnützigkeitsrecht entsprechen. Überschüsse dürfen nur für die in der Satzung festgelegten gemeinnützigen Zwecke verwendet werden. Sie können – anders als bei gewerblichen Unternehmen – nicht entnommen werden und müssen zeitnah gemeinnützig verwendet werden.
Da habe ich mich vielleicht nicht präzise genug ausgedrückt. Die Sozialverbände sind wie auch das Rote Kreuz oder andere Hilfsorganisationen gemeinnützig organisiert und haben keine Gewinnerzielungsabsicht. Dennoch ergeben sich hier Spielräume, z.B. zur finanziellen Versorgung von Menschen. Eine ordinierte Nonne führt ihre z.B. auch in einer gGmbh erzielten Einkünfte an den Orden ab, z.B. hier nachzulesen:
Bevor Kerstin-Marie Berretz Dominikanerin wurde, studierte sie Theologie in Bochum und arbeitet als Pastoralreferentin. Als Ordensschwester ist sie Berufscoach, macht eine Ausbildung im systemischen Coaching und verdient damit Geld. Ihr Honorar behält die 35-Jährige allerdings nicht: „Ich habe kein Girokonto.“ Das Geld, das sie verdient, geht an den Orden: „Der wiederum sorgt dafür, dass ich alles habe, was ich brauche.“
Allein der Caritasverband besteht aus über 6.000 rechtlich eigenständigen Trägern, wenn Du da keine Gestaltungsmöglichkeiten siehst, Gelder dem Gemeinnützigkeitsrecht entsprechend zu bewegen, kann ich Dir leider auch nicht helfen.
Bad Man hat geschrieben:
10.07.2018, 01:16
Frage 4:

Meine Aussagen: 'Früher haben die Kirchen tatsächlich mal ab und zu etwas dazu gegeben, aber heute ist das fast gar nicht mehr der Fall' bzw. 'Jegliche soziale Dienste stehen sehr weit hinten an.', haben doch mitnichten den Kirchen das Recht abgesprochen, ihre Vermögen nach marktwirtschaftlichen Grundsätzen zu handhaben.

Was hast Du da hinein interpretiert?
Deine Aussagen implizierten für mich, dass die Kirchen in erster Linie "etwas dazugeben" oder "soziale Dienste" leisten sollen. Dass Du mit Glauben nichts anzufangen weißt, ist das eine, aber wenn der Sinn der Institution Kirche für Dich nur darin besteht, etwas zu geben, dann wirf doch bitte nicht mir Deine Unkenntnis und der Institution etwas vor, wofür sie primär nicht da ist.
Bad Man hat geschrieben:
10.07.2018, 01:16
Frage 5:

Meinst Du, es ist besonders sinnvoll, wenn die Öffentlichkeitsarbeit nur von den Gläubigen wahrgenommen wird? Oder ist das Heftchen von dem Du gesprochen hast in der breiten Öffentlichkeit angekommen?
Jeder Christ ist eingeladen, an der Verbreitung der frohen Botschaft mitzuwirken. Du hast es doch hier mitbekommen, ist doch prima, dass es funktioniert. Dass Deine Ohren verschlossen sind, dafür kann weder die Kirche noch ich etwas.
Bad Man hat geschrieben:
10.07.2018, 01:16
Außer ein paar Kirchenmitgliedern kennt das keiner. Ich würde das mal eine lausige Öffentlichkeitsarbeit nennen. Da kann ja der Keuter mehr.
Netter Versuch einer Provokation. Soll die Kirche einen Ego-Shooter rausbringen, um im eSport Sektor nicht abgehängt zu werden oder soll es doch lieber das Basketballteam sein? Das Tolle an der Institution Kirche ist, dass sie in der Lage ist, mit fundamentalen Werten Zeitgeiste einer oder mehrerer Generationen zu überleben. Die Kirche hat das Gespenst des Kommunismus überlebt, sie wird auch mir eSports fertig, ohne selbst zur roten Fahne greifen zu müssen.
Bad Man hat geschrieben:
10.07.2018, 01:16
Zum Thema Staat und Kirche:

Was in unserer Gesellschaft so oder so gehandhabt wird, bedeutet noch lange nicht, dasss es richtig ist.
Wer hat das behauptet?
Bad Man hat geschrieben:
10.07.2018, 01:16
Bei den Juden ist Glaube und Volk (Nation) eins. Auch wenn das im modernen Israel nicht der Fall ist, was aber vor allem durch ein völlig unbrauchbares altertümliches Gesetz bedingt ist, das zudem wahrscheinlich nicht von Moses stammt und schließlich wird man ja auch durch Geburt zwangsweise Jude (zumindest wenn die Mutter Jüdin ist), was aber nicht zwangsläufig bedeutet, dass man dadurch automatisch an Gott glaubt und so bietet die Demokratie einen Ausweg. Aber im Prinzip ist Glaube und Volk (Nation) eins.
Puh, an der Stelle klinke ich mich aus. Volk, Glaube, Nation, alles eins? Wenn ich das meinem israelischen Kollegen erzähle, lacht der sich tot. Wenn ich das meinem anderen Bekannten erzähle, der israelischer Araber ist, wird der mich fragen, wer so einen Stuss schreibt? Und gestern war Nation für Dich ja auch noch Ersatzglaube, nun soll das alles eins sein können? Sorry, für mich ist das, was Du da schreibst, verschwurbelter Unsinn, der keiner näheren Auseinandersetzung bedarf.
Bad Man hat geschrieben:
10.07.2018, 01:16
Interessanterweise hat der Rabbiner Samuel bar Abba im babylonischen Exil definiert, dass zunächst das Gesetz des Staates gelten soll, in dem sie leben, bevor ihr eigenes Gesetz greift (Baba Batra 54b: das Gesetz des Staates ist Gesetz).

Im Grundsatz verfolgt der Islam den gleichen Ansatz, nur dass die Nation auf alle Menschen ausgeweitet wird, die sich zum Islam bekennen und wenn das alle Menschen tun würden, würde das islamische Recht eben für alle Menschen gelten (wobei auch das islamische Recht veraltet ist - auch wenn manches auch nur veraltet erscheint, weil unsere Gesellschaft nicht versteht, wie es gemeint ist).
Jaja, und wenn überall Kommunismus herrscht, sind wir alle frei. Ich befürchte, dass Dich der Ausflug in diese Dialektik intellektuell überfordert. Daher möchte ich lieber zu Deiner Entspannung beitragen, als Dich weiter zu belasten.
Bad Man hat geschrieben:
10.07.2018, 01:16
Tatsächlich kann es nur ein Rechtswesen geben, denn wie sollte ein Mensch gleichzeitig zwei unterschiedlichen Rechtswesen gerecht werden können?
Das ist ein gutes Beispiel, an dem man Deine gedankliche Beschränkung erkennt. Es ist das Wesen jedes Rechtssystems, dass es konkurrierende Vorschriften gibt und es ist ein stetiger Diskurs, die richtige Entscheidung zu treffen. Die Bremsen Deines Autos versagen und Du kannst in eine Gruppe Schüler oder in eine Gruppe Senioren rasen, in beiden Fällen wirst Du gegen geltendes Recht verstoßen und es gibt kein Rechtssystem, was Dich davor schützen kann.
Bad Man hat geschrieben:
10.07.2018, 01:16
Siehst Du, ich bin z.B. kein Demokrat, denn das durch die Demokratie geschaffene Recht beruht auf Interessen und Vorteilnahme und wird durch Stimmungen in der Gesellschaft bestimmt bzw. wird gekauft.
Genau aus diesem Grund lehne ich es auch ab, mit Dir über das notwendigste Maß hinaus umzugehen. Du bist durch und durch antidemokratisch. Und damit auch ein Stück weit asozial, denn Du akzeptierst offensichtlich keine für ein Zusammenleben notwendige Ordnung, im Kleinen macht sich das mit Deiner Kollegenshice bemerkbar, im Großen, indem Du Unsinn schwadronierst.
Bad Man hat geschrieben:
10.07.2018, 01:16
Viele der von Dir erwähnten Frauenrechte, wie z.B. das Abtreibungsrecht sind sehr kritisch zu sehen.
Und werden deshalb seit Jahrzehnten heftig und kontrovers diskutiert.
Bad Man hat geschrieben:
10.07.2018, 01:16
Das Recht mit Hilfe Gottes zu definieren, bedeutet es loszulösen von den Interessen einzelner Menschen bzw. Gruppen von Menschen und das gesamte Sein und seine Rechte als Grundlage zu wählen.
Soll das heißen, Du bist für die Einführung der Scharia als gottgegebenes Recht?
Bad Man hat geschrieben:
10.07.2018, 01:16
Die Nation z.B. definiert das Recht aus subjektiver Sicht und Vorteilnahme ohne Berücksichtigung, ob dies die Rechte anderer beeinträchtigt. Das ist eine Hauptursache für Kriege.
Selbstaufgabe als Friedensstifter? Im besten Falle kann man Dich naiv nennen. Den kann ich in Deinem Fall aber nicht annehmen. Appeasement hat mehr Kriege verursacht als sich ordentlich für den Krieg zu rüsten. Kontext, der sich Dir vermutlich aber nie erschließen wird.

PREUSSE
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Re: Die eigene Haustür - Thread für deutsche und EU-Innenpolitik

Beitrag von PREUSSE » 10.07.2018, 12:01

isnogud hat geschrieben:
10.07.2018, 08:13
„Schleichende Islamisierung Deutschlands.“ Was für ein Käse. Was immer Du wirklich für Schmerzen oder Probleme haben solltest, Preusse, sie werden ihre Ursachen nicht im Islam haben, sie werden ihre Ursachen nicht darin haben, dass in Deutschland heute knapp fünf Millionen Moslems – und nicht wenige davon in dritter Generation - leben. Ganz sicher. Mach Dir mal eine Liste und kreuze an welche persönliche Nachteile Du dadurch erlebt hast und die von diesen Menschen verursacht und verantwortet werden.
Mir gefällt nicht wie sich ganze Stadtteile verändern, so als sei ich in der Türkei, Tunesien, Marroko, Ägypten etc..
Mir gefällt nicht, das sich in einigen Kiezen Paralellgesellschaften entwickelt haben, die unsere Rechte und Werte nicht achten, sondern verachten,
Mir gefällt nicht, wenn ein 12 jähriger Junge den Wagen seines Vaters in Gesundbrunnen startet und die gerufene Polizei Verstärkung rufen muss, weil sich ein Mob von 200 Migranten denen entgegenstellt. Ich könnte das endlos weiterführen, aber wer wie du eine Tatsache negierst,dem ist nicht beizukommen, zumal er ja schon im Avatar seine Geisteshaltung offenbart :grin:

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Opa
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Re: Die eigene Haustür - Thread für deutsche und EU-Innenpolitik

Beitrag von Opa » 10.07.2018, 13:10

@isnogud: Es gibt Muslime, die man als integriert bezeichnen kann wie es eben auch welche gibt, bei denen man einen Integrationswillen verneinen muss. Es sei mal dahingestellt, ob man das als "schleichende Islamisierung" bezeichnen muss, wer aber die von muslimischen Migranten geprägten Gegenden aufmerksam beobachtet, kann schon erkennen, dass es Veränderungen gibt, die nicht unserer Vorstellung von Integration entsprechen. Dazu zählt z.B. auch ein deutlich selbstbewussteres Auftreten von Migranten, die ihre Erwartungen und Forderungen an ein Zusammenleben in einer Weise formulieren, die nicht akzeptabel ist.

Die Kopftuchdebatte war so ein Beispiel. Nun mag das Tragen eines Kopftuchs niemanden im Alltag behindern, aber darum ging und geht es bei der Debatte auch nur am Rande. Es ist aber völlig inakzeptabel, wenn eine Rechtsreferandarin oder Richterin, die zur Neutralität verpflichtet sind, während ihrer Ausbildung ein Kopftuch tragen, Tätigkeiten ausüben wollen, bei denen sie von Bürgerinnen und Bürgern als Repräsentantin der Justiz oder des Staates wahrgenommen werden oder wahrgenommen werden können. Dass dagegen geklagt wird, finde ich schon frech, dass solche Menschen am Ende dennoch zum Organ der Rechtspflege ernannt werden, indem sie eine Zulassung als Rechtsanwalt erhalten, hingegen beinahe schon atemberaubend im Hinblick auf die Zukunft der Rechtspflege in Deutschland.

Burkinis sollen von öffentlichen Schulen ja auch nicht deshalb angeschafft werden, weil wir Muslime stigmatisieren wollen, sondern um zu verhindern, dass den heranwachsenden muslimischen Mädchen der Schwimmunterricht verwehrt wird. Auch das betrifft mich wie vieles andere nicht in meinem Alltag, ist aber völlig (!) inakzeptabel, weshalb isnoguds Frage nach den persönlichen Nachteilen auch irreführend ist.

Viele Döner- und Schawarmaläden in Berlin haben in den letzten Jahren aufgehört, Alkohol zu verkaufen. Was im Übrigen nicht nur an deutschen Schankgesetzen liegt, sondern weil die Betreiber von der muslimischen Community unter Druck gesetzt werden. Das beeinträchtigt mich im Alltag wenig, weil in der Regel ein Onkel, Bruder oder Cousin einen Spätkauf direkt daneben betreibt und es oft problemlos ist, das dort erworbene, alkoholische Getränk mit reinzunehmen. Aber es ist ein Zeichen dafür, dass sich etwas verändert, was ein Stück weit weg von einer Alltagsintegration geht.

Das mal zu den Alltäglichkeiten. Dass die Zahl der Muslime in Deutschland in den letzten Jahren massiv gewachsen ist, ist im Übrigen einestatistische Tatsache, ob man das mit der Nomenklatur der "Islamisierung" in Verbindung bringt, dürfte eher dem individuellen Eindruck überlassen sein. Wer am Hermannplatz aussteigt, wenn der umstrittene Koranverein zwecks Missionierung seine Bücher verteilt, kann aber diesen Eindruck bekommen und sollte diesen Eindruck der Islamisierung auch formulieren dürfen, ohne sich dafür sonderlich rechtfertigen zu müssen oder in eine Ecke gestellt zu werden, in die er nicht gehört.

Diese Entwicklung hat ja auch maßgeblich zur Debatte beigetragen, ob der Islam zu Deutschland gehört. Ich habe schon im alten Forum geschrieben, dass ich die Debatte schon allein wegen der Verallgemeinerung "des Islam" äußerst schwierig und unglücklich finde. Ich finde, dass Teile selbsternannter Christen, z.B. die Zeugen Jehovas, auch nicht zu Deutschland gehören und die schränken mich in meinem Alltag noch weniger ein als Kopftuchträgerinnen. Während Aleviten z.B. überiwegend völlig unproblematische Muslime sind, kann man das von Teilen der Sunniten oder Schiiten nicht sagen.

Solange Muslime ein sinnstiftender Teil unserer Bevölkerung sein wollen, sollen sie mir alle Willkommen sein. Wenn es aber darum geht, ihre Lehre über die Ungläubigen und vor allem den im Koran vorgesehenen Umgang mit ihnen unreflektiert und ungedeutet zu verbreiten, erlaube ich mir, mich dagegen zu stellen. Diese Teile der Muslime gehören weder zu Deutschland und ich habe durchaus Zweifel, ob die überhaupt hierher gehören. Dieses Problem haben wir in Deutschland nicht exclusiv, unsere französischen, holländischen oder belgischen Nachbarn haben ein ähnliches Problem. Und ähnlich wenig Lösungen. Wenn wir aber vermeiden wollen, dass es zu einem "Clash of Cultures" kommt, werden wir Lösungen finden müssen.

Bad Man
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Re: Die eigene Haustür - Thread für deutsche und EU-Innenpolitik

Beitrag von Bad Man » 10.07.2018, 17:40

Ich provoziere plump? Du, Kollege Opa, der mit Steinen um sich wirft, sieh doch mal nach, wo Du sitzt.

Dann: Ich fühle mich nicht durch Deine Aussage: 'Für jemanden, der keinen Wertekompass besitzt, mag das so wirken.', angesprochen, ich weiß nur nicht, wen Du damit angesprochen hast und meine Nachfrage diesbezüglich hast Du nicht beantwortet. Also was wolltest Du mit dieser Aussage zum Ausdruck bringen, wenn ich nicht durch sie angesprochen werden sollte? Sie steht sinnfrei im Raum.

Du schreibst dann: 'Voltaire kämpfte gegen absolutistische Herrscher, wir werden von "Herrschenden" regiert, die wir selbst gewählt haben ...'

Abgesehen von den ständigen Manipulationen des Wahlvolkes - wir erinnern uns an die letzten Wahlen in den USA und die Rolle, die Facebook darin spielte oder den massiven Wahlkampfspenden, die gewissen Kandidaten immer wieder einen Vorsprung liefern, wer ist wir? Die ganze Welt? Und natürlich beherrscht in einer Demokratie eine Mehrheit eine Minderheit bzw., wenn man sich teilweise die Wahlbeteiligungen in Deutschland ansieht, eine Minderheit die Mehrheit. Also wenn sich jemand in einer Demokratie beherrscht fühlt, muss das gar nicht zwingend in eine Ablehnung des Systems münden, wie Du zwingend formulierst. Man kann das auch einfach als Kritik an der Demokratie verstehen. Oskar Lafontaine (ich weiß, ein Linker und damit ein rotes Tuch für Dich, Du Kommunistenhasser (So nanntest Du Dich selber, oder?) ) hat wegen dieser Verzerrungen sogar mal eine Wahlpflicht gefordert.

Ansonsten bin ich fasziniert, mit welcher Unverschämtheit Du Vorwürfe generierst, die völlig aus der Luft gegriffen sind.

Ich bin ein Anti-Demokrat? Mitnichten, ich bin nur kein Demokrat. Für mich ist die Demokratie ein Zwischenschritt in der gesellschaftspolitischen Entwicklung der Menschheit. Als solchen akzeptiere ich sie.

Das das nicht in Deinen Kopf will, verstehe ich, weil Du in Deinem schwarz-weiß Weltbild gefangen bist. Entweder man ist für etwas oder dagegen, sämtliche Zwischentöne blendest Du aus.

Dann unterstellst Du mir, dass ich gegen die christlichen Kirchen hetze - sowie, dass ich mit dem Glauben nichts anzufangen weiß (siehe Nachsatz).

Als Grundlage benutzt Du eine Aussage von mir, die lediglich einen Sachverhalt benennt. Es stellt für Dich eine Hetze gegen die Kirchen bzw. vor allem die katholische Kirche dar, wenn man die Verfehlungen von Kirchenpersonal benennt?

Wenn Du Dich unbedingt der Lächerlichkeit preisgeben willst, bitte, aber natürlich hast Du recht, wenn Du darauf verweist, dass 'diverse Missbrauchsskandale durchaus aufgearbeitet werden.' - abgesehen einmal davon, wie viele immer noch vertuscht und verschleiert werden.

Ich verstehe, dass das für unschuldige Katholiken bzw. wenn auch eingeschränkt Protestanten sehr schwer ist, mit diesen Skandalen der Vergangenheit und Gegenwart umzugehen, weil sie und ihr Glaube dadurch mit in den Dreck gezogen werden, aber Du wirst die berechtigte Kritik an der Rolle der Kirche nicht vom Tisch wischen können, indem Du sie als Hetze bezeichnest.

Der nächste Vorwurf:

Du schreibst: 'Wenn Du zwischen einer stärkeren Regulierung von Finanzmärkten und dem Plappern kommunistischer Parolen und Forderungen nach Verstaatlichung nicht differenzieren kannst, können wir uns an dieser Stelle die Diskussion sparen.'

Wer hat kommunistische Parolen geplappert und Verstaatlichungen gefordert?

Du unterstellst der Zauberdrachin kommunistische Parolen, weil sie davon sprach, dass Kapital und Religion zusammenarbeiten, um die Massen auszubeuten. Aber wieso ist diese Aussage eine kommunistische Parole? Es ist doch nachweislich so, dass z. B. in der republikanischen Partei der USA insbesondere konservative Christen und mehrheitlich das Großkapital organisiert sind. Die Verzahnung von Kapital und Religion ist oft vorhanden und die Kritik daran berechtigt. Über die Vatikanbank will ich gar nicht erst reden.

Und nochmals, das ist keine Hetze, sondern ledig eine sachliche Erörterung von Tatsachen, die Du als Hetze brandmarken möchtest, weil sie Dir unangenehm sind. Hervorragende Grundlage für ihre Aufarbeitung und für die Erlangung von Vertrauen in der Bevölkerung! Wenn die ganze katholische Kirche so da ran geht, wird sie bald nur noch aus einem versprengten Haufen Mitgliedern bestehen.

Was die Finanzen der Kirchen angeht, redest Du mal wieder am Thema vorbei. Ursprünglich war die Rede von der Kirchensteuer und wozu die Kirche sie verwendet bzw. lediglich verwenden kann. Die Kirche hat doch noch nicht einmal genug Geld, ihre Gotteshäuser aus eigener Kraft zu erhalten.

Was hat jetzt die Kirchensteuer mit den Überschüssen von caritativen bzw. diakonischen Einrichtungen zu tun, die Du überhaupt erst zur Sprache gebracht hast?

Natürlich gibt es für die Träger kirchlicher Einrichtungen Möglichkeiten Gelder im Sinne der Gemeinnützigkeit zu verschieben, allein, wie vielen ist es möglich? Die Pflegesätze z.B. sind so eng kalkuliert, dass teilweise nur eine rudimentäre Pflege möglich ist. Der Wegfall des Zivildienstes hat hier ein übrigens getan. Zudem können die Kirchen keine Ansprüche auf die Überschüsse erheben. Darauf hattest Du schließlich abgehoben: 'Wohin wandern denn die Überschüsse aus diesen Einrichtungen? Wohin führen die Träger die Überschüsse ab?'

Die Bodelschwingschen Stiftungen haben z.B. in ihrer Satzung stehen:

4. Der Satzungszweck wird auch dadurch verwirklicht, dass die Stiftung Mittel zur Verwirklichung der vorgenannten steuerbegünstigten Zwecke beschafft und an andere steuerbegünstigte Stiftungen oder Körperschaften mit der Auflage weitergibt, sie für einen Zweck einzusetzen der dem Satzungszweck der Stiftung entspricht.

Das ist eine reine Kann-Leistung.

Es ist auch faszinierend, wie Du Dir Inhalte aus den Fingern saugst, von denen niemand spricht:

'Das ist ein gutes Beispiel, an dem man Deine gedankliche Beschränkung erkennt. Es ist das Wesen jedes Rechtssystems, dass es konkurrierende Vorschriften gibt und es ist ein stetiger Diskurs, die richtige Entscheidung zu treffen. Die Bremsen Deines Autos versagen und Du kannst in eine Gruppe Schüler oder in eine Gruppe Senioren rasen, in beiden Fällen wirst Du gegen geltendes Recht verstoßen und es gibt kein Rechtssystem, was Dich davor schützen kann. '

Hast Du überhaupt verstanden, wovon ich sprach? Sprach ich von konkurrierenden Vorschriften eines Rechtssystems? Nein, ich sprach von konkurrierenden Rechtswesen/Rechtssystemen.

Weitere Ausführungen zu Deinen Ausführungen spare ich mir und empfehle Dir, noch einmal gründlich über das von mir geschriebene nachzudenken. Ich kann mir vorstellen, dass Du keine Lust dazu hast, genauso wenig, wie ich Lust habe, mit Dir weiter zu diskutieren, denn das entwickelt sich hier wieder zu einer dieser endlosen Debatten, die nur Deiner Eitelkeit dienen.

Nachsatz:

Für diejenigen, die hier mitlesen und nicht im HI-Forum angemeldet waren möchte ich hier folgenden Sachverhalt anführen, der dem Kollegen Opa sehr wohl bekannt ist:

Unser Haus befindet sich direkt neben dem Pfarrhaus, meine Frau ist gläubige Christin, meine Familie ist mit der Pfarrersfamilie befreundet, meine beiden Jungs sind konfirmiert, meine Tochter wird noch konfirmiert und zu Weihnachten habe ich die Krippe für die Weihnachtsfeier repariert. Ich selbst hatte als Kind jahrelang Unterricht bei einem katholischen Pfarrer, auch wenn ich aus einem evangelischen Haushalt stamme, bin jedoch kein Anhänger irgendeiner Religion, weil ich die Position vertrete, dass alles eins zu sein hat und den Separatismus der Religionen verurteile.

Aber jeder, der im HI-Forum mitgelesen hat, weiß, dass ich ein gläubiger Mensch bin. Auch wenn ich mich nicht den Dogmen irgendwelcher Kirchen unterwerfe.

Ich kann also mit Fug und Recht sagen, der Kollege Opa verleumdet mich ganz bewusst.

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Re: Die eigene Haustür - Thread für deutsche und EU-Innenpolitik

Beitrag von bayerschmidt » 10.07.2018, 18:34

Opa hat geschrieben:
09.07.2018, 20:47
...
Kleiner Faktencheck gefällig?
Zauberdrachin hat geschrieben:
08.07.2018, 07:08
Und je mehr man in die Details reindiskutiert, desto schlimmer wird es nur, weil man das Übergeordnete aus den Augen verliert und genau das ist das stete Ziel von Kapitalisten und Religionsführeren/-vertretern. "Halte du sie dumm, ich mach sie arm und wir teilen uns den Reichtum/die Besitztümer".
Das ist Marxismus-Leninismus in Reinkultur mit einem Schuss Stalinismus gemixt. Da habe ich ihr mit dem Hinweis auf die Originalzitate von Marx und Lenin ja nur eine Quellenangabe gemacht. Wenn jemand gegen Kapitalisten und Religionsführer hetzt, was ist der denn dann?
Ich teile Deine Argumente größtenteils, denke aber, dass solche Aussagen zu Kapitalisten und Religionsführern teilweise auch einfach irgendwo im Schwurbel von Verschwörungstheorien und "Seher" bzw. "Truther" sein wollen zu verorten sind und nicht unbedingt Ausdruck einer gefestigten stalinistischen Überzeugung. :wink:

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Re: Die eigene Haustür - Thread für deutsche und EU-Innenpolitik

Beitrag von Herthafuxx » 10.07.2018, 19:20

Bad Man hat geschrieben:
10.07.2018, 17:40
...
Nachsatz:

Für diejenigen, die hier mitlesen und nicht im HI-Forum angemeldet waren möchte ich hier folgenden Sachverhalt anführen, der dem Kollegen Opa sehr wohl bekannt ist:

Unser Haus befindet sich direkt neben dem Pfarrhaus, meine Frau ist gläubige Christin, meine Familie ist mit der Pfarrersfamilie befreundet, meine beiden Jungs sind konfirmiert, meine Tochter wird noch konfirmiert und zu Weihnachten habe ich die Krippe für die Weihnachtsfeier repariert. Ich selbst hatte als Kind jahrelang Unterricht bei einem katholischen Pfarrer, auch wenn ich aus einem evangelischen Haushalt stamme, bin jedoch kein Anhänger irgendeiner Religion, weil ich die Position vertrete, dass alles eins zu sein hat und den Separatismus der Religionen verurteile.

Aber jeder, der im HI-Forum mitgelesen hat, weiß, dass ich ein gläubiger Mensch bin. Auch wenn ich mich nicht den Dogmen irgendwelcher Kirchen unterwerfe.

Ich kann also mit Fug und Recht sagen, der Kollege Opa verleumdet mich ganz bewusst.
Alter, das tut mir leid. Ich habe mir das als ehemaliger HI-User auch nicht gemerkt. Junge, das solltest du am besten in einem eigenen Thread schreiben, damit es nicht wieder als wertvolle Information für die ganzen User verloren geht. :top:

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Re: Die eigene Haustür - Thread für deutsche und EU-Innenpolitik

Beitrag von BAMBAM » 10.07.2018, 19:50

Das 'Kollege", welches sich ja fast alle verbieten, Du aber dennoch daran festhältst, sagt schon eine Menge von Dir aus ' thumbs down'

Der Rest...... für mich klare Sache, Punkt an Opa :top:

PREUSSE
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Re: Die eigene Haustür - Thread für deutsche und EU-Innenpolitik

Beitrag von PREUSSE » 10.07.2018, 20:56

Gut das Erdogans verlängerter Arm in Deutschland verboten wurde.

https://www.welt.de/politik/deutschland ... ublik.html

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Re: Die eigene Haustür - Thread für deutsche und EU-Innenpolitik

Beitrag von MikeSpring » 10.07.2018, 21:32

Bad Man hat geschrieben:
10.07.2018, 17:40
Ich provoziere plump? Du, Kollege Opa, der mit Steinen um sich wirft, sieh doch mal nach, wo Du sitzt.
Ja, Tust Du. Alleine Dein "Kollege". Aber das ist nicht alles. Du provozierst, aber ohne Gehalt, sowas ist plump.
Bad Man hat geschrieben:
10.07.2018, 17:40
Dann: Ich fühle mich nicht durch Deine Aussage: 'Für jemanden, der keinen Wertekompass besitzt, mag das so wirken.', angesprochen, ich weiß nur nicht, wen Du damit angesprochen hast und meine Nachfrage diesbezüglich hast Du nicht beantwortet. Also was wolltest Du mit dieser Aussage zum Ausdruck bringen, wenn ich nicht durch sie angesprochen werden sollte? Sie steht sinnfrei im Raum.
Nur weil DU sie nicht verstehst.
Bad Man hat geschrieben:
10.07.2018, 17:40
Und natürlich beherrscht in einer Demokratie eine Mehrheit eine Minderheit bzw.,
Richtig. Und deswegen gibt es in jeder Demokratie Maßnahmen zum Minderheitenschutz.
Bad Man hat geschrieben:
10.07.2018, 17:40
wenn man sich teilweise die Wahlbeteiligungen in Deutschland ansieht, eine Minderheit die Mehrheit.
Sorry, das ist Bullshit. Erstens ist meist die Wahlbeteiligung über 50% und zweitens ist jeder selbst schuld, wenn er nicht wählt.
Bad Man hat geschrieben:
10.07.2018, 17:40
Ansonsten bin ich fasziniert, mit welcher Unverschämtheit Du Vorwürfe generierst, die völlig aus der Luft gegriffen sind.
Selbstgespräch ?
Bad Man hat geschrieben:
10.07.2018, 17:40
Ich bin ein Anti-Demokrat? Mitnichten, ich bin nur kein Demokrat. Für mich ist die Demokratie ein Zwischenschritt in der gesellschaftspolitischen Entwicklung der Menschheit. Als solchen akzeptiere ich sie.
Aha. Ein Zwischenschritt wohin ? Und, nicht nur, dass Du schreibst, Du seist kein Antidemokrat, Deine "Argumente" entlarven dich als Einer.
Bad Man hat geschrieben:
10.07.2018, 17:40
Das das nicht in Deinen Kopf will, verstehe ich, weil Du in Deinem schwarz-weiß Weltbild gefangen bist. Entweder man ist für etwas oder dagegen, sämtliche Zwischentöne blendest Du aus.
Wenn das einer über Dich schreiben würde, würde ich es verstehen...
Bad Man hat geschrieben:
10.07.2018, 17:40
Ich verstehe, dass das für unschuldige Katholiken bzw. wenn auch eingeschränkt Protestanten sehr schwer ist, mit diesen Skandalen der Vergangenheit und Gegenwart umzugehen, weil sie und ihr Glaube dadurch mit in den Dreck gezogen werden, aber Du wirst die berechtigte Kritik an der Rolle der Kirche nicht vom Tisch wischen können, indem Du sie als Hetze bezeichnest.
Wo wischt Opa was vom Tisch ? Er kritisiert nur, dass DU es als Grundlage für Deine Hetze verwendest.
Bad Man hat geschrieben:
10.07.2018, 17:40
Wer hat kommunistische Parolen geplappert und Verstaatlichungen gefordert?

Du unterstellst der Zauberdrachin kommunistische Parolen, weil sie davon sprach, dass Kapital und Religion zusammenarbeiten, um die Massen auszubeuten. Aber wieso ist diese Aussage eine kommunistische Parole?
Weil ZD's Formulierung genau die Defintion des Marxzitats war.
Bad Man hat geschrieben:
10.07.2018, 17:40
Hast Du überhaupt verstanden, wovon ich sprach? Sprach ich von konkurrierenden Vorschriften eines Rechtssystems? Nein, ich sprach von konkurrierenden Rechtswesen/Rechtssystemen.
KEIN MENSCH versteht was Du damit meinst.
Bad Man hat geschrieben:
10.07.2018, 17:40
Weitere Ausführungen zu Deinen Ausführungen spare ich mir und empfehle Dir, noch einmal gründlich über das von mir geschriebene nachzudenken.
Damit sollte Opa ganz schnell fertig sein. Deine Ergüsse bieten nämlich keinen Anlass nachzudenken, nur sich an die Stirn zu tippen und nicht zu wissen, ob man darüber lachen oder lieber Mitleid mit Dir zu haben.
Bad Man hat geschrieben:
10.07.2018, 17:40
Ich kann also mit Fug und Recht sagen, der Kollege Opa verleumdet mich ganz bewusst.
Ach. Du tust mir sowas von leid.

Man kann festhalten, dass Du in einer Art Zwischenwelt gefangen bist. Wir leben in einer Demokratie, welche für dich nur ein Zwsichenschritt zu was weiß ich ist, und Du bist zwar gläubig, hast aber ein Problem damit, dass es mehrere Religionen gibt und scheinst zu hoffen, dass es eines Tages eine Universalreligion gibt und das jetzt nur ein Übergang ist. Ergo mit Vielfalt hast Du es nicht so Du würdest lieber in einer Konsenswelt leben, in der alle gleich sind und gleich denken und gleich leben. Mein Gott, wie langweilig. Und wie unverständlich, dass ausgerechnet DU Merkels so oft als Konsenspolitikstil so ablehnst.
Niemand ist HERTHA als wir.

PREUSSE
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Re: Die eigene Haustür - Thread für deutsche und EU-Innenpolitik

Beitrag von PREUSSE » 10.07.2018, 22:04

Zentralrat der Muslime fordert: DFB-Bosse sollen weg wegen Özil

https://www.bild.de/sport/fussball/fifa ... .bild.html

PREUSSE
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Re: Die eigene Haustür - Thread für deutsche und EU-Innenpolitik

Beitrag von PREUSSE » 10.07.2018, 22:37

Seehofers Masterplan beinhaltet auch Punkte, die wahrscheinlich Wirkung zeigen werden

https://www.bild.de/politik/inland/migr ... .bild.html

Herthort
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Re: Die eigene Haustür - Thread für deutsche und EU-Innenpolitik

Beitrag von Herthort » 10.07.2018, 23:02

Naja. So ist das halt, man diskutiert. Und manchmal rutscht einem auch ein böses Wort raus. Auch dass einem dann und wann mal etwas sauer aufstösst und einem eine Beleidigung rausrutscht kann ja mal passieren. Ich bin ja diesbezüglich vielleicht auch kein Heiliger. Auch bestimmte Links-/Rechts-Einordnungen die sich aus der Diskussion ergeben sind bis zu einem gewissen Grad normal.

Was sich allerdings die letzten Tage wie im HI-Forum wieder mal so "langsam" entwickelt und sich aufstaut, nämlich dass sich die Diskutanten in übertriebenem Umfang über die Diskutanten selbst unterhalten, man sich "beschuldigt", diffamiert und IMHO absichtlich so über- und verdreht und versucht andere fast systematisch in eine Ecke zu drängen um sich Argumente zum Thema zu sparen, hat über die letzten Tage bald einen Punkt erreicht, der diesen und alle anderen Politik/Religion-Threads in diesem Fussball-Forum in Frage stellt.

Dass das anders gehen würde, konnte man auch gerade hier im Thread IMHO feststellen. Deshalb fände ich das umso mehr Schade. Auch wenn mir die Zeit sonst nicht reicht in diesem Thread ausführlich zu schreiben, fand ich mit Ausnahmen die Beiträge immer wieder interessant zu lesen.

Damit die Thread-Poster hier, darunter vor allem auch die notorischen Nicht-Leser, das auch mitbekommen und vor allem einige aktuell wohl auch ein wenig Zeit brauchen um darüber nachzudenken und wieder runterzukommen, mach ich hier mal temporär zu. Mindestens bis morgen, eher bis übermorgen. Danach wird sich zeigen ob es sich weiterhin lohnt.

Meiner Meinung nach nahelieged ist, dass der Versuch einen anderen Politik/Religion-Thread zu ähnlichen Themen zu eröffnen das Risiko einer Sperre mit sich bringt. Das Weiterführen/Nachtragen der "Diskussion", bzw. des Streits oder Politik/Religions-Themas in anderen Threads, birgt das Risiko einer Verwarnung oder Sperre. Ausgenommen davon sind natürlich Postings z.B. bei direkten Zusammenhängen wie in "Die Mannschaft" - "Erdogan/Özil".

Herthort
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Re: Die eigene Haustür - Thread für deutsche und EU-Innenpolitik

Beitrag von Herthort » 12.07.2018, 18:45

Thread ist wieder offen.

Gesperrt