Daniel Frahn

Frühere Spieler, Trainer, Funktionäre und Angestellte von Hertha BSC

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Jenner
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Re: Daniel Frahn

Beitrag von Jenner » 08.08.2019, 15:54

rotergrobi hat geschrieben:
08.08.2019, 15:03
Und einmal habe ich das Wort "schmuhlen" verwendet, und mir wurde vorgeworfen, ich würde ein jiddisches Wort mit einer tendentiell negativen Bedeutung verwenden, das sei antisemitisch.
Ich hoffe, Du hast dieser Mischpoke gesagt, dass Du sie für meschugge hältst.
"Das edelste Beispiel für seelische Robustheit, verbunden mit einem feinen Schuss Selbstironie, ist seit jeher der Herthaner". - aus einem Vortrag im Rahmen eines Fachsymposiums zum Thema Resilienz

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rotergrobi
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Re: Daniel Frahn

Beitrag von rotergrobi » 08.08.2019, 16:20

Jenner hat geschrieben:
08.08.2019, 15:54
rotergrobi hat geschrieben:
08.08.2019, 15:03
Und einmal habe ich das Wort "schmuhlen" verwendet, und mir wurde vorgeworfen, ich würde ein jiddisches Wort mit einer tendentiell negativen Bedeutung verwenden, das sei antisemitisch.
Ich hoffe, Du hast dieser Mischpoke gesagt, dass Du sie für meschugge hältst.
Ich hab Tacheles geredet und den Schmonzes widerlegt.

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Jenner
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Re: Daniel Frahn

Beitrag von Jenner » 08.08.2019, 17:27

Duffte :top:
"Das edelste Beispiel für seelische Robustheit, verbunden mit einem feinen Schuss Selbstironie, ist seit jeher der Herthaner". - aus einem Vortrag im Rahmen eines Fachsymposiums zum Thema Resilienz

PREUSSE
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Re: Daniel Frahn

Beitrag von PREUSSE » 08.08.2019, 18:43

rotergrobi hat geschrieben:
08.08.2019, 07:13
@preusse:
Deine Platte hat einen Sprung.
Übrigens, in einer Demokratie ist der "Mainstream" bzw. die "Mehrheit" eine nicht unrelevante Gruppe. Und wenn es dich schmerzt, dass Dinge, die zu deinem Wertekern gehören, heute von einer lauter werdenden Mehrheit nicht mehr akzeptiert werden, und man eben nicht mehr irgendwelche rassistischen Stereotype in Reden verbreiten kann, ohne dass man Gegenwind bekommt, dann scheint mir dein Verhalten eher mimosenhaft.
Denn zu einer Demokratie gehört es, dass solche Debatten ausgefochten werden.
Wenn man aber in seiner rechtskonservativen Echokammer sitzt und den fūnfziger Jahren nachheult und bei jedem Gegenwort rumheult, es würde einem der Mund verboten, die Meinungsfreiheit sei in Gefahr, und messerscharf analysiert, dass wir hier in Deutschland gleichgeschaltet werden, der beweist, dass er einfach zu schwach aufgestellt ist für einen argumentativen Meinungsaustausch, sondern nur gerne unter gleichdenkenden Jasagern in seinen Lieblingsforen abhängt.
Man kann rechte Parteien wählen, die sitzen in Parlamenten, man kann Zeitungen lesen, die einem passen, man kann sich in geschlossenen Facebookgruppen mit Gleichgesinnten seine Lieblingsverschwörungstheorien um die Ohren hauen, alles möglich.
Was aber kein Menschenrecht ist, ist das Recht, Dinge zu erzählen, die andere, vielleicht sogar eine Mehrheit, für schwachsinnig halten, und dann brav Applaus von allen dafür zu bekommen.
Und wer von seinem Arbeitgeber abgemahnt wird, weil er sich mit Rechtsextremen solidarisiert (die Sache mit dem Tshirt war alles, nur kein Versehen und die Entschuldigung echt unglaubwürdig) und dann vom Verein nach einer Versicherung von Spielerseiten, dass man nichts mit Rechtsextremisten zu tun hat, nochmal mit diesen Leuten gesehen wird, und zwar sogar auf der Arbeitsstelle (im Stadion), der bekommt eben auch Gegenwind. Kann sich aber natürlich auch vor einem Arbeitsgericht dagegen wehren, denn das können ja auch alles Unterstellungen sein vom Chemnitzer Verein.
Aber wer sich abgibt mit Menschen, die extrem weit von der politischen Mitte stehen, der hat eben noch mal mehr Gegenwind zu ertragen (ich kann dir gerne mal Geschichten erzählen, was meinen linksextremen Eltern so alles passiert ist).
Insofern scheint mir dein hohes Lied auf die hartgekochten Eier rechts im Hoden unserer Republik irgendwie auch etwas mimimi, denn ein Recht auf Zustimmung der gesellschaftlichen Mehrheit hat man insbesondere bei Meinungen, die sich gedanklich nicht immer ganz unzufällig rassistischen Überzeugungen annähern, nicht. Und wer nur die eigene rechte Meinung aushält und auf jeden Widerspruch mit der selben MainstreammediadenkverbotallesLinkeaußerMutti-Leier ankommt, dem fehlen eben die Eier, sich argumentativ in einer Gesellschaft durchzusetzen, die mehrheitlich links von der AfD steht. Und wer als Fußballfunktionär mit dummen Stereotypen in Reden spielt oder als in der Öffentlichkeit stehender Fußballprofi in der Öffentlichkeit Nähe zu Rechtsextremisten sucht, der steht eben nochmal stärker unter Beobachtung, das haben Jobs in der Öffentlichkeit so an sich. Darum hält man Reden vor vielen Leuten, um ne Antwort zu bekommen, und das ist nicht immer Applaus, und darum bekommen Fußballprofis mehr Geld als Lagerarbeiter.
Wieder so eine pseudo selbstverliebte und substanzlose Wunschvorstellung eines Empörten Selbstgerechten, der meint die einzig richtige Sichtweise zu besitzen :grin: Immer die gleiche Leier. Einfach den Spieß umdrehen was ich dir vorhalte und meinst das ist glaubhaft? Wenn solche Hochkaräter wie bball62 und Fuxx dir recht geben, entsprict dies offenbar genau deren Niveau :grin: Deine haltlosen Unterstellungen ich sei in Foren unter Gleichgesinnten unterwegs entsprechen wohl eher deinem Wunschdenken, was mich an Vorstellungen eines pupertierenden Jugendlichen erinnert :grin:
Was diese Pseudo Macho Formulierung rechter Hoden etc. bedeuten soll ist mir schleierhaft und das du mir vorhälst keine Eier zu haben und argumentativ nicht zutraust meine Meinung zu vertreten ist belustigend :grin: Das was du als Mehrheits Meinung verstehst, scheint in deinem Milieu wohl Konsens, ist aber reines Wunschdenken, was ich dir männlichem Claudia Roth Imitat jedoch nachsehe :grin: :lordpuffy: :wink2:

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Re: Daniel Frahn

Beitrag von PREUSSE » 08.08.2019, 18:52

rotergrobi hat geschrieben:
08.08.2019, 15:03
@ray

ja, ich betrachte auch mit einiger Sorge, dass eben bei bestimmten Themen zu schnell entschieden wird, welche Position dazu die richtige ist und gar keine inhaltlich Auseinandersetzung mehr statt findet. Ich selbst arbeite in einem Umfeld, wo man seine Worte sehr abwägen muss, weil sehr vorschnell auf bestimmte Schlagworte reagiert wird. Ich musste mich schon gegen Sexismus und Antisemitismus-Vorwürfe verteidigen, weil ich einmal darauf hingewiesen habe, dass es zwischen grammatischem und biologischem Geschlecht Unterschiede gibt und Ungleichheit zwischen Geschlechtern nicht durch linguistische Spiegelfechtereien behoben werden. Und einmal habe ich das Wort "schmuhlen" verwendet, und mir wurde vorgeworfen, ich würde ein jiddisches Wort mit einer tendentiell negativen Bedeutung verwenden, das sei antisemitisch.
Die Fähigkeit, zwischen Dingen, die ähnlich sind aber nicht gleich (zum Beispiel rassistische Stereotype verwenden und Rassist sein etwa) zu unterscheiden, ist irgendwie abhandengekommen, weil alles immer schneller gehen muss, weil jeder zu allem immer irgendwie sofort eine Meinung haben muss und auf jeden unbedachten Tweet sofort 20 Vorwürfe auf einen eingeballert kommen, da sich kaum mehr jemand die Zeit nimmt, sein ideologisches Koordinatensystem ab und an mal wieder an die sich immer schneller werdende Zeit anzupassen. Da ist dann jeder Bericht über Probleme mit Flüchtlingen sofort im Rassismusverdacht, weil eben nicht mehr differenziert wird.
Und da hast du ganz Recht @ray, dass das Tür und Tor für Leute öffnet, die ohnehin denkfaul sind und sich die Welt erklären über griffige Formeln wie "Was in der Zeitung steht ist eh alles gelogen", "die da oben machen eh was sie wollen" und "früher war alles besser" und sich dann mit so Holzhammerrhetorik durchlavieren in irgendwelchen Internetforen "ist eben meine Meinung, wird man ja noch sagen dürfen, eh alles Gutmenschen, typisch grüne Kinderficker" und dann denken: "Wow, hab ich's den Mainstreamhuren heute wieder eingeschenkt...", so als wäre der Vorwurf von political correctness irgendein Sachargument.
Und letztendlich verhindert dieses vorschnelle Reagieren auf Reizworte eben, dass man sich wirklich mit Themen auseinandersetzt, sondern man hat zunehmend so Egoscharmützel um moralische Deutungshohheit. Und bei der Menge an Tweets und Verlautbarungen, muss einfach auch wirklich mal was egal sein, weil die Debatten, die ewig gleichen sind.
Selber schuld. Dieser ewigen Rechtfertigungs Stereotype kann man ganz einfach dadurch begegnen, indem man zu dem was man sagt auch steht. Sicherlich gehört dazu Unabhängogkeit und Selbstbewusstsein. Von mir aus können diese Typen mich für einen Nazi, Rassisten, Sexisten oder Antisemiten halten, na und? Ich halte dies aus und rate zu mehr Gelassenheit.

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Re: Daniel Frahn

Beitrag von Drago1892 » 09.08.2019, 19:54

der Verein verfolgt da eine klare Kante und somit ist deren Handeln auch nachvollziehbar und richtig, aber sein Gehalt bekommt der Frahn so oder so eingeklagt, wenn die ihm nicht zweifelsfrei nachweisen, dass er die Inkarnation eines Rassisten ist und das öffentlich auch noch so kundtut, nur das "T-Shirt-Gate" wird da nicht reichen. Dafür kann man abmahnen, mehr aber auch nicht oder trägt eben die Konsequenzen dafür.

Auch nicht, wenn er sich mit solchen "Typen" privat trifft, denn das ist in einem freien Land Gott sei Dank sein gutes Recht , auch bei Spielen von Chemnitz, wenn auch unklug gewählt. Das wird auch wohl von ihm drauf angelegt sein, um so seinen Rauswurf zu provozieren und eben die Kohle abzugreifen.

Aber das wird der Verein auch wissen und in Kauf nehmen, die steigen wegen der Entscheidung auch sicherlich sportlich wieder ab, denn ohne Frahn sind die um Welten schwächer.

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Re: Daniel Frahn

Beitrag von Jenner » 09.08.2019, 21:12

Die Chemnitzer steigen so oder so ab. Die Liquidation des Vereins ist bereits eingeleitet.
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Re: Daniel Frahn

Beitrag von Funkturm » 09.08.2019, 23:43

rotergrobi hat geschrieben:
08.08.2019, 16:20
Jenner hat geschrieben:
08.08.2019, 15:54

Ich hoffe, Du hast dieser Mischpoke gesagt, dass Du sie für meschugge hältst.
Ich hab Tacheles geredet und den Schmonzes widerlegt.
Eine unglaubliche Chuzpe....
Wer Streit sucht, kann in der Wahl seiner Worte nicht unvorsichtig genug sein. (Werner Mitsch)
Die Unwissenheit liegt in der Natur der Existenz. Die Dummheit jedoch ist eine typisch menschliche Eigenschaft.

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Re: Daniel Frahn

Beitrag von Jenner » 27.08.2019, 20:18

Frahn hat - wie zu erwarten war - eine Kündigungsschutzklage eingereicht.
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Re: Daniel Frahn

Beitrag von Bierchen » 28.08.2019, 13:21

Würde die denn aus der Insolvenzmasse bedient werden :?:
--
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Re: Daniel Frahn

Beitrag von Jenner » 28.08.2019, 14:19

Noch scheint ja Geld da zu sein, um die Gehälter der Spieler zu bezahlen.
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Re: Daniel Frahn

Beitrag von Opa » 10.09.2019, 02:10

Bierchen hat geschrieben:
28.08.2019, 13:21
Würde die denn aus der Insolvenzmasse bedient werden :?:
Jein - wir müssen hier unterscheiden zwischen sog. "Masseforderungen" und "Insolvenzforderungen". Hier ist das ganz gut erklärt
Als Mas­se­for­de­run­gen sind nach­in­sol­venz­li­che Lohn­for­de­run­gen ge­genüber In­sol­venz­for­de­run­gen be­vor­rech­tigt: Sie müssen nämlich in vol­lem Um­fang vor­ab aus der Mas­se erfüllt wer­den. Erst wenn al­le Mas­segläubi­ger ihr Geld vollständig er­hal­ten ha­ben, ist ei­ne (an­tei­li­ge) Erfüllung der In­sol­venz­for­de­run­gen vor­zu­neh­men.

Für Ar­beit­neh­mer folgt dar­aus, dass der Zeit­punkt der In­sol­ven­zeröff­nung er­heb­li­che Be­deu­tung für die Wert­hal­tig­keit ih­rer Lohn­for­de­run­gen hat:

- Of­fe­ne Lohn­for­de­run­gen für die Zeit vor In­sol­ven­zeröff­nung sind in der Re­gel wert­los und prak­tisch nur in dem Um­fang ab­ge­si­chert, in dem für sie In­sol­venz­geld be­an­sprucht wer­den kann.

- Of­fe­ne und lau­fend neu ent­ste­hen­de Lohn­for­de­run­gen für die Zeit nach In­sol­ven­zeröff­nung sind da­ge­gen wert­hal­tig, denn oh­ne ei­ne aus­rei­chen­de Mas­se wäre das Ver­fah­ren nicht eröff­net wor­den (schließlich will der Ver­wal­ter Geld), und mit die­ser Mas­se muss der Ver­wal­ter auch die nach Ver­fah­ren­seröff­nung ent­ste­hen­den Lohn­for­de­run­gen be­zah­len (als Mas­se­for­de­run­gen, d.h. vor­ab aus der Mas­se).

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